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FC Bayern: Der vorerst letzte Titel dieser Art?

21:00 MESZ 29.04.17
Bayern München
Der FC Bayern gewinnt erneut die Bundesliga. Trotz der jüngsten Enttäuschungen sollte man den Titel genießen, gerade mit Blick auf die Zukunft.

KOMMENTAR

Um 20.19 Uhr war es vollbracht und der FC Bayern zum fünften Mal in Folge Deutscher Meister. Der 6:0-Sieg beim VfL Wolfsburg stand letztlich sinnbildlich für die laufende Spielzeit: Wieder hatten Münchner auf der Zielgerade keinen ernsthaften Konkurrenten auf Augenhöhe, wieder dominierten sie die Bundesliga

Analyse: Bayern ballern sich zum Titel

Allerdings könnte es das vorerst letzte Mal gewesen sein, dass die Bayern die Schale mit einem solch deutlichen Vorsprung gewinnen. In Leipzig und in Dortmund wachsen derzeit zwei Mannschaften heran, die im Schnitt deutlich jünger sind, gespickt mit etlichen Toptalenten, und durchaus in der Lage scheinen, den Branchenprimus schon in naher Zukunft ernsthaft herauszufordern. 

Während beim nationalen Dauerrivalen aus dem Ruhrpott der Umbruch nach den Abgängen von Mats Hummels, Ilkay Gündogan und Henrikh Mkhitaryan geglückt ist, müssen die Bayern selbige Herausforderung noch bewältigen. Und weil es der größte Umbruch der jüngeren Vereinsgeschichte sein wird, birgt diese Herausforderung durchaus Gefahren. Philipp Lahm und Xabi Alonso werden ihre Karrieren schon in wenigen Wochen beenden, Franck Ribery und Arjen Robben könnten im kommenden Jahr folgen.

Galerie: So feiern die Bayern den Titel

Wie sehr diese nahenden Abgänge tatsächlich schmerzen, wird man erst merken, wenn besagte Spieler nicht mehr da sind. Gleich vier Weltklasse-Akteure ohne Qualitätsverlust zu ersetzen, ist jedenfalls nahezu unmöglich. 

Umso mehr sollten die Bayern den historischen Bundesliga-Titel genießen. Sie sollten ihn trotz oder gerade wegen der enttäuschenden Pleiten in Champions League und DFB-Pokal angemessen würdigen und feiern. Denn wie sagte Philipp Lahm neulich: "Es ist nie eine schlechte Saison, wenn man einen Titel gewinnt. Es ist auch keine Selbstverständlichkeit, jedes Jahr Meister zu werden - das ist schon immer meine Meinung."

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