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Lothar Matthäus über Ex-Bayern-Trainer: "Kovac hat vermeidbare Fehler gemacht"

14:32 MEZ 08.11.19
Lothar Matthäus
Lothar Matthäus hat sich zum Kovac-Aus beim FCB geäußert. Der deutsche Rekordnationalspieler nennt Kovacs Fehler, lobt ihn aber auch.

Lothar Matthäus hat das Aus von Trainer Niko Kovac beim FC Bayern aufgrund von "vermeidbaren Fehlern" nachvollziehen können, er lobte aber auch den Ex-Coach der Münchner. "Niko hatte es von Anfang an schwer bei den Bayern, er war nicht die allgemeine Wunschlösung - das hat man ihn spüren lassen", sagte Matthäus. "Er hätte sich sicherlich etwas mehr Rückendeckung gewünscht. Ich finde: Er hat einen guten Job gemacht", fügte Matthäus im kicker hinzu.

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Allerdings, erklärte der frühere Bayern-Profi, habe Kovac auch Dinge falsch gemacht. Vor allem in den vergangenen Wochen habe der frühere Coach von Eintracht Frankfurt "vermeidbare Fehler gemacht".

"Wie die unglücklichen Aussagen zuletzt oder die Aufstellung in Frankfurt, über die ich mich schon vor dem Spiel gewundert habe", sagte Matthäus: "Für eine solche Partie brauchst du gestandene Profis auf ihren angestammten Positionen. Mit diesen Veränderungen hat sich Niko keinen Gefallen getan. Aber ich glaube auch, dass er wegen des Drucks und verschiedener Aussagen Kompromisse eingegangen ist", ergänzte er.

Matthäus: "Kovac braucht kein Mitleid"

Kovac hatte nach der 1:5-Klatsche des FCB am vergangenen Samstag bei der Eintracht seinen Rücktritt angeboten. In einem Gespräch mit den Bayern-Bossen Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß und Hasan Salihamidzic kam man am Sonntag schließlich gemeinsam zu dem Entschluss, sich zu trennen.

"Mit seinem Rücktritts-Angebot konnte er sich selbst erlösen, obwohl ich mir vorstellen kann, dass er gerne weitergemacht hätte. Allerdings nur mit einer starken Rückendeckung - und die gab's nicht", so Matthäus.

Der deutsche Rekordnationalspieler ergänzte: "Niko ist ein Kämpfer und in der vergangenen Saison, als er am Boden lag, wieder aufgestanden. Zuletzt hat Bayern einfach nicht mehr gut gespielt, zudem blieben die Ergebnisse aus", blickte Matthäus zurück. "Es ist schade für ihn, aber so ist das Geschäft, deshalb braucht er auch generell kein Mitleid", meinte er.