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FC Bayern: Jerome Boateng klagt über fehlende Unterstützung von Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge

22:21 MESZ 18.09.18
Jerome Boateng Bayern München 2018
Nach langen Spekulationen blieb Jerome Boateng den Bayern dann doch erhalten. Nun äußerte sich der DFB-Star zu den Gründen dafür und was ihn störte.

Jerome Boateng hat sich in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung zu seinem geplatzten Wechsel zu Paris Saint-Germain geäußert und der Vereinsführung des FC Bayern mangelnde Unterstützung vorgeworfen. Außerdem kritisierte er seine Mitspieler aus der Nationalmannschaft für deren Umgang mit dem Rücktritt von Mesut Özil.

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Boateng sei es wichtig, klarzustellen, dass er trotz des geplatzten Wechsels "voll auf den FC Bayern fokussiert" sei: "Andererseits finde ich es aber auch nicht so schön, wenn überall Sachen über mich behauptet werden und man dann keine öffentliche Unterstützung vom Verein bekommt", ergänzte der Nationalspieler.

Er wolle deshalb auch nochmal das Gespräch mit Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge suchen. Sein Abgang nach Paris sei aber "eine konkrete Option" gewesen, bestätigte Boateng. Die Tatsache, dass der Wechsel scheiterte, habe er "akzeptiert und auch respektiert".

Boateng kritisiert DFB-Kollegen: Kein Dank an Özil

Des Weiteren beklagte Boateng den Umgang des Spieler-Gros der Nationalmannschaft mit dem Rücktritt von Mesut Özil aus dem DFB-Team. "Wo waren die Mitspieler, die sich bei Mesut bedankt haben?", fragte der Innenverteidiger und vermutet, dass sich viele nicht zu äußern getraut hätten, "weil sie gedacht haben, dass das bei den deutschen Fans nicht so gut ankommt".

Boateng gab darüber hinaus offen zu, dass der Teamspirit innerhalb des DFB-Teams "definitiv nicht so gut wie 2014" gewesen sei: "An ein paar Vorwürfen ist also schon etwas dran", erklärte der 30-Jähre alte Innenverteidiger das historisch schlechte Abschneiden der Nationalmannschaft bei der WM in Russland.

Was Boateng indes wahnsinnig gestört habe, "waren Aussagen wie direkt nach der WM", sagt der 30-Jährige. "Ich will mir nicht vorwerfen lassen, dass ich in der Sonne eine Sonnenbrille trage, und auch nicht, dass ich Brillen rausbringe." Er könne von sich behaupten, top-professionell zu leben.

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