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AssomoIMAGO / Kirchner-Media

Er gilt als neuer Liebling von Vincent Kompany: Hat der FC Bayern den neuen Lennart Karl gefunden?

Den rund 22.000 Zuschauern im Jeju World Cup Stadium dürfte dieser 16 Jahre alte Torschütze des FC Bayern kaum ein Begriff gewesen sein - doch Vincent Kompany war nicht wirklich überrascht. "Was Basti Assomo gemacht hat", sagte der Trainer des deutschen Rekordmeisters nach dem Testspielsieg beim Jeju SK FC mit trockener Miene, "kennen wir von ihm". Bemerkenswert war der sehenswerte Siegtreffer des Stürmers dennoch, nicht zuletzt als Sinnbild für einen neuen Münchner Weg.

Assomo, Jahrgang 2010, ist nur eines von zahlreichen jungen Talenten, das auf der Asienreise der Bayern seine Chance bekommt. Im Verlauf der Saisonvorbereitung erarbeitete er sich schon den Ruf, der neue Liebling von Kompany zu sein. Schon in den vorangegangenen Testspielen gegen Wehen Wiesbaden und Rottach Egern überzeugte er.

Sechs Teenager standen beim 2:1 (2:1) im ersten Testspiel der Tour in der Startelf - den ersten Treffer erzielte ein 19-Jähriger, Felipe Chavez. Das ist zum einen natürlich die Folge der WM, einer späten Rückkehr der gestandenen Profis, der Abwesenheit von Topstars wie Harry Kane, Michael Olise oder Jamal Musiala. Es ist aber auch: Gewollt.

Lennart Karl fungiert beim FC Bayern schon als Vorbild

Eine Top-Elf, dahinter vier bis fünf gestandene Profis, der Rest aussichtsreiche Talente, "junge Jungs" eben, "die von hinten anschieben, den Kader auch mit frischer Luft beleben", wie Sportvorstand Max Eberl erst vor kurzem betonte: So soll der FC Bayern der Zukunft aussehen. Ganz nach dem Vorbild Lennart Karl.

Der 18-Jährige, der aktuell in München an seinem Comeback arbeitet, hatte sich in der vergangenen Sommervorbereitung ins Rampenlicht gespielt. Er kam gleich zu Beginn zu Einsätzen bei den Profis, wurde fester Teil der ersten Mannschaft, verpasste nur wegen einer Verletzung die WM. Ob in Asien nun der nächste Karl dabei ist? Die Chance, sich zu beweisen, bekommen die jungen Spieler allemal.

"Es ist wichtig, den Jungs zu helfen und sie auch mal zu fordern", sagte Kompany nach dem Spiel gegen Jeju: "Sie können für mich nichts falsch machen. Es ist ein Lernmoment für sie." Auch am Freitag in Hongkong gegen Aston Villa dürften wieder zahlreiche Youngster zum Einsatz kommen, nicht zuletzt Assomo.


AssomoIMAGO


Assomo beim FC Bayern: Kompany mahnt, Bischof schwärmt

Der 1,90 Meter große, kräftige Stürmer gilt seit seinem Wechsel im vergangenen Sommer von Hertha BSC als eines der größten Offensivtalente am Bayern-Campus. Es sei "schon brutal für sein Alter, wie er die Bälle festmacht", lobte Mitspieler Tom Bischof nach dem Test in Südkorea. Zwar habe der U-Nationalspieler "noch viele, viele Punkte in seinem Spiel, die er verbessern muss", meinte Kompany: "Aber für einen 16 Jahre alten Stürmer ist es schon gut, dass er das Tor trifft".

Überrascht dürfte bei den nächsten Treffern jedenfalls niemand mehr sein.

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Häufig gestellte Fragen

Vincent Jean Mpoy Kompany wurde am 10. April 1986 in Ukkel - einer an Brüssel angrenzenden belgischen Gemeinde geboren. Aus einer Hochhaussiedlung im berüchtigten Quartier Nord in Brüssel ging es für ihn raus in die große, weite Welt des europäischen Fußballs.

Und wie er das hat. Vincent Kompany galt einige Zeit lang, als einer der besten Innenverteidiger Europas. Er war nicht nur physisch stark, sondern auch intelligent und technisch versiert. Auch seine Führungsstärke wurde immer wieder hervorgehoben, sowohl im Verein als auch der belgischen Nationalmannschaft.

Der ehemalige Star-Innenverteidiger startete seine Karriere in der Jugend des RSC Anderlecht, wo er mit 17 Jahren sein Debüt bei den Profis gab. Über den Hamburger SV und die Bundesliga schaffte er den Sprung zu Manchester City. Hier blieb Kompany elf Jahre lang und gewann mit den Skyblues so ziemlich jeden Titel den es gibt. Zur Saison 2019/20 wechselte er zurück zu seinem Heimatverein Anderlecht, wo er als Spielertrainer fungierte.

Seine Trophäensammlung als Trainer ist noch nicht mit der als Spieler vergleichbar - der Belgier hat aber noch reichlich Zeit in seiner noch jungen Trainerkarriere. Mit Anderlecht schaffte er es zwar ins Pokalfinale, musste sich dort aber Genk geschlagen geben. Bei seiner zweiten Station, dem FC Burnley, lief es besser und Kompany konnte mit dem Club den 1. Platz in der EFL Championship und Aufstieg in die Premier League feiern. Zur Saison 2024/25 übernahm er das Zepter beim FC Bayern München und wurde seitdem zweimal Deutscher Meister, einmal DFB-Pokalsieger und einmal Supercupsieger.

Der Verteidiger konnte in seiner Karriere noch nie die Champions League gewinnen - weder als Spieler noch als Trainer. Man City war erst einige Jahre nach seinem Weggang erfolgreich, mit dem FC Bayern möchte er dieser Saison aber endlich den Henkelpott in den Händen halten.

Bei Anderlecht coachte Kompany seinen ehemaligen Mitspieler und französischen Nationalspieler Samir Nasri, so wie den jetzigen City-Profi Jeremy Doku. Die ganz großen Starts hat Kompany aber erst jetzt bei den Bayern unter seiner Fittiche. Harry Kane, Jamal Musiala, Michael Olise, Luis Diaz, Manuel Neuer, Joshua Kimmich - die Liste könnte man noch weiter fortsetzen.

Genug Geld um sich keine Sorgen mehr machen zu müssen. In seiner langen Karriere gehörte er bei Manchester City als Kapitän zu den bestbezahltesten Spielern der Premier League. Und auch bei seinen Trainerstationen Burnley und jetzt in München verdient Kompany gutes Geld - sein Basisgehalt bei den Münchnern wird auf 9 Millionen pro Jahr geschätzt. Sein Vermögen wird von diversen Medien zwischen 45 und 55 Millionen Euro geschätzt.

Mit seiner Frau hat der Trainer des FCB drei Kinder. Das älteste davon ist seine Tochter Sienna, welche im Juni 2010 auf die Welt kam. Im Oktober 2013 und Oktober 2015 folgten seine beiden Söhne Kai und Caleb. Seine Kinder wachsen aber - so gut wie möglich - in einem von der Öffentlichkeit relativ geschützten Umfeld auf.

Der ehemalige Innenverteidiger ist seit Juni 2011 mit der Engländerin Carla Higgs verheiratet. Kompany lernte seine Frau kurz nach seinem Wechsel zu City in Manchester kennen. Carla ist ausgebildete Anwältin, jedoch nicht mehr als solche tätig. Generell gibt es wenig Infos zu seiner Frau, welche auch in den Sozialen Medien nicht wirklich aktiv ist.

Noch nie. Aber der Belgier hat gerade erst zwei Trainer-Saison auf Weltklasseniveau hinter sich.

Ja, das hat er. Vor allem in seiner Zeit bei Manchester City sprachen seine Mannschaftskollegen immer wieder über "Vinnie", wenn Kompany gemeint wurde. Ein weiter Spitzname des Belgiers lautet "Obama" und spielt auf die Ähnlichkeit als Führungsfigur mit dem ehemaligen US-Präsidenten an.

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