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Eintracht Frankfurt droht der Ausverkauf: Poker um dreistellige Millionenbeträge

12:31 MESZ 04.06.19
FREDI BOBIC EINTRACHT FRANKFURT
Fredi Bobic hat bei Eintracht Frankfurt in der Sommerpause viel zu tun. Mehrere Spieler könnten die SGE verlassen und ihr Millionen einbringen.

In 50 Tagen muss Eintracht Frankfurt als erster Bundesligist im Europacup ran. Eine Sommerpause können sich die Verantwortlichen deshalb nicht leisten, es geht um Millionen.

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Die Frankfurter Arena war selbstverständlich ausverkauft - wie immer bei internationalen Auftritten. Und obwohl am Wochenende der österreichische Volksmusik-Barde Andreas Gabalier anstatt der Eintracht die Fans ins Stadion lockte, herrscht auch beim Fußball-Bundesligisten jede Menge "Hulapalu". 50 Tage bevor die Hessen als erster deutscher Klub im Europacup ran müssen, kann von einer Sommerpause beim Europa-League-Halbfinalisten der vergangenen Saison keine Rede sein.

Jovic-Wechsel zu Real Madrid steht offenbar kurz bevor

Hinter den Kulissen pokert Sportvorstand Fredi Bobic im Gesamten um dreistellige Millionenbeträge. Es geht natürlich um Luka Jovic - aber auch um Ante Rebic, Sebastien Haller, Kevin Trapp, Martin Hinteregger, Sebastian Rode und einige mehr. Die kolportierten Summen sorgen für Schlagzeilen. Schon jetzt scheint klar, dass die Personal-Planungen vor dem ersten Pflichtspiel am 25. Juli in der zweiten Qualifikationsrunde zur Europa League längst nicht abgeschlossen sein werden.

Der Verkauf von Jovic könnte bis dahin allerdings unter Dach und Fach sein. Nach Informationen der spanischen Sportzeitung Marca könnte der Serbe noch in dieser Woche beim Rekordmeister Real Madrid unterschreiben. Laut Marca haben die Königlichen ihr Angebot für den 21-Jährigen, der bis 2023 bei den Frankfurtern unter Vertrag steht, auf 70 Millionen Euro erhöht. Real sei damit auf die Forderung der Eintracht eingegangen.

Benfica kassiert bei Jovic-Verkauf mit

Für die Frankfurter ist eine höhere Zahl vor dem Komma wichtig, schließlich müssen sie rund 30 Prozent der Ablösesumme an Jovics Ex-Klub Benfica weiterreichen - gekostet hat der Stürmer zwölf Millionen. Jovic, der in der abgelaufenen Spielzeit 17-mal in der Liga und zehnmal im Europacup traf, hatte zuletzt selbst die Spekulationen befeuert. Andere Ligen würden "besser zu ihm passen", meinte der Angreifer.

Doch nicht nur Jovic, der in Madrid angeblich zehn Millionen Euro Grundgehalt pro Jahr kassieren soll, könnte der Mainmetropole den Rücken kehren. Bobic will nicht ausschließen, dass das komplette "magische Dreieck" demnächst woanders zaubert. Aus finanziellen Gründen müssten die Hessen zwar weder Jovic noch Rebic oder Haller verkaufen. "Aber aus Vernunftsgründen kann alles passieren", sagte Bobic zuletzt der Bild-Zeitung. Alle drei hätten eine "Riesenfreude hier", äußerte Bobic: "Aber irgendwann kommen andere Kräfte ins Spiel."

Evan N'Dicka im Fokus von Paris Saint-Germain

Diese Kräfte haben vor allem etwas mit Euro-Scheinen zu tun. Laut transfermarkt.de liegt der Marktwert von Rebic bei 35 Millionen, der von Haller sogar bei 40. Und das französische Abwehrtalent Evan N'Dicka, das die Hessen im vergangenen Jahr für sechs Millionen von AJ Auxerre geholt haben, soll in den Fokus von Paris St. Germain geraten sein. Der 19-Jährige wird auf 22 Millionen taxiert.

Zumindest einen teil des Geldes würde die Eintracht sofort wieder investieren - in drei Leihspieler, die fest verpflichtet werden sollen. Für Nationaltorwart Trapp müssten wohl zehn Millionen nach Paris überwiesen werden. Noch mehr will der Frankfurter Ligarivale FC Augsburg für Verteidiger Martin Hinteregger. Das Geld spielt im Fall Rodes (Borussia Dortmund) vorerst eine untergeordnete Rolle. Der 28-Jährige kämpft wegen eines Knorpelschadens im Knie gegen das Karriere-Ende.