Wechsel zu Hoffenheim? Serge Gnabry verlässt Werder Bremen

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Bereits nach einer starken Saison verlässt Gnabry Werder Bremen wieder. Er zieht die Ausstiegsklausel und steht wohl vor einem Wechsel zur TSG.

Ein Hochbegabter im Anflug auf 1899 Hoffenheim? Shootingstar Serge Gnabry hat sich gegen eine Zukunft bei Werder Bremen entschieden und könnte schon bald beim Team von Trainer Julian Nagelsmann unterschreiben. Doch plötzlich machen erneut Gerüchte über einen möglichen Wechsel zu Bayern München die Runde. Die Champions League winkt bei beiden Klubs, ein Stammplatz aber wohl nur im Kraichgau.

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Gnabry, der am Donnerstag seinen Abschied von der Weser nach nur einem Jahr verkündete, wollte über seinen neuen Arbeitgeber noch nichts verraten. Werder sei ein "wirklich besonderer Verein", der seine "Vorstellungen und Erwartungen übertroffen" habe, schrieb der Jung-Nationalspieler bei Facebook: "Mein Weg geht aber woanders weiter. Dazu sage ich zu einem anderen Zeitpunkt mehr." 

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Der 21-Jährige, der mit der deutschen U21 vom 16. bis 30. Juni die EM in Polen spielen wird, machte Gebrauch von seiner Ausstiegsklausel und könnte den Bremern laut Medieninformationen rund acht Millionen Euro Ablöse einbringen. "Serge hat uns mitgeteilt, dass er nach seinem ersten Jahr bei Werder, das für ihn sehr gut gelaufen ist, gerne den nächsten Schritt in seiner Karriere machen möchte", sagte Werders Sportchef Frank Baumann.

Gnabrys "außerordentlich positive Entwicklung"

Auch SVW-Trainer Alexander Nouri bedauert den Wechsel: "Natürlich ist es schade, dass uns mit Serge ein absoluter Leistungsträger verlässt, der eine außerordentlich positive Entwicklung genommen und der Mannschaft mit starken Leistungen enorm geholfen hat." Am Ende war wohl auch Werders verpasste Europacup-Qualifikation ausschlaggebend für Gnabrys Entscheidung.

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Der schnelle Rechtsfuß Gnabry hatte nach einem starken Olympia-Turnier mit der Silbermedaille in Rio auch in der Bundesliga schnell auf sich aufmerksam gemacht. Er erzielte in der vergangenen Saison in 27 Spielen für die Grün-Weißen elf Tore und durfte sich auch bei Bundestrainer Joachim Löw vorstellen. Bei seinem ersten A-Länderspiel konnte Gnabry in der WM-Qualifikation im November beim 8:0 gegen San Marino voll überzeugen. Er erzielte drei Treffer bei der Premiere - das war zuletzt Dieter Müller 40 Jahren zuvor gelungen.

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Während über das große Talent des gebürtigen Stuttgarters in der Bundesliga-Szene keinerlei Zweifel bestehen, sorgte dessen vertragliche Situation seit Monaten für Diskussionen und Gerüchte. Mehrfach dementierte Baumann, dass die Bayern im vergangenen Sommer am Fünf-Millionen-Deal mit dem FC Arsenal beteiligt gewesen seien und eine Kaufoption besitzen würden. Am Donnerstag berichtete das Portal Werderstube, dass ein Wechsel zum Rekordmeister weiter möglich sei. Auch das Interesse von Borussia Dortmund stand zeitweise im Raum.

Am Mittwoch hatte die Sport Bild von einer unmittelbar bevorstehenden Einigung Gnabrys mit Hoffenheim berichtet. Dort würde der Hochbegabte nicht nur auf den angesehenen Coach Nagelsmann sondern auch auf Hansi Flick treffen. Der neue Geschäftsführer der TSG war als damaliger DFB-Sportdirektor an der Kadernominierung für Olympia 2016 beteiligt - und schätzt Gnabrys Qualitäten außerordentlich.

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