Dietmar Hamann keilt gegen Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß: "Hat ein Kind keine Argumente mehr, kommt es mit Schimpfwörtern"

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Neue Runde in der Auseinandersetzung zwischen Didi Hamann und dem FC Bayern. Nun nimmt sich der TV-Experte Präsident Uli Hoeneß vor.

Der Zwist zwischen Dietmar Hamann und dem FC Bayern München geht in die nächste Runde. Nun knöpfte sich der TV-Experte FCB-Präsident Uli Hoeneß vor.

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"Es ist wie auf dem Spielplatz. Hat ein Kind keine Argumente mehr, kommt es mit Schimpfwörtern oder einem Kraftausdruck", sagte Hamann dem Schweizer Blick.

Der 46-Jährige reagierte damit auf die Attacke von Hoeneß ("Hamann spielt sich so auf, als wäre er der Messias der Fußball-Kommentatoren - der Allesbesserwisser"), nachdem Hamann Kritik an Bayern-Stürmer Robert Lewandowski geübt hatte.

"Für mich ist das nicht professionell und seriös, wenn man persönlich wird", sagte Hamann nun in Richtung Hoeneß: "Mir scheint, dass die Bayern Kritik persönlich nehmen und nicht auf der fachlichen Ebene diskutieren wollen. Ich will mich nicht auf dieses Level begeben."

Hamann: Abneigung der Bayern begann vor knapp drei Jahren

Hamann, der von 1989 bis 1998 selbst das FCB-Trikot trug, erklärte, dass die Abneigung der Bayern-Bosse gegen seine Person vor knapp drei Jahren begonnen habe.

"Ich wusste aus einer vertraulichen Quelle in England, dass Pep Guardiola die Bayern verlassen und zu Manchester City wechseln wird. Ich erzählte es im TV, was den Bayern sauer aufstieß. Vielleicht, weil sie es selber noch nicht wussten. Der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge betitelte mich als den 'größten Märchenerzähler, gleich nach den Gebrüdern Grimm'. Aber ich hatte recht", so der 59-malige Nationalspieler.

Hamann kritisiert Bayern wegen Umgang mit Ribery

Hamann kritisierte die Bayern-Verantwortlichen außerdem für den Umgang mit Franck Ribery. Die Münchner hätten es mehrfach versäumt, den Franzosen für seine zahlreichen Eskapaden zu sanktionieren.

"Es ist unglaublich, was er in den letzten zwölf Monaten für Faxen gemacht hat. Der Knackpunkt war für mich aber, als er 2017 Trainer Ancelotti das Trikot vor die Füße warf. Das ist das Schlimmste, was du einem Fan oder einem Verein gegenüber machen kannst. Dass man da nicht einschritt, ist nicht nachvollziehbar", meinte Hamann und ergänzte mit Blick auf die Ohrfeige von Ribery gegen einen Journalisten: "Auch da hat man es versäumt, ihn öffentlich zu sanktionieren."

 

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