DFB-Team: Neuer in der Spur, Wackelkandidaten zittern

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Nach dem Länderspiel in Österreich muss Bundestrainer Joachim Löw knifflige Personalentscheidungen treffen. Für vier Spieler platzt der WM-Traum.

Ultimativer Härtetest für Manuel Neuer, letzte Chance für die Wackelkandidaten: Im Endspurt um die heiß begehrten Plätze im Kader des Weltmeisters naht die Entscheidung. Bundestrainer Joachim Löw muss nach dem Länderspiel in Österreich am Samstag (18.00 Uhr im LIVE-TICKER) knifflige Personalfragen beantworten, Kapitän Neuer dürfte bei der WM in Russland aber an Bord sein.

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"Manuel Neuer ist in der Spur. Da ist keine Blockade mehr. Er ist hochmotiviert, er tut uns gut", sagte Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff am Donnerstag im Trainingslager in Eppan. Sollte Neuer in seinem ersten Pflichtspiel seit September die Eindrücke aus dem Training und internen Tests bestätigen, wird er als Nummer eins in die historische Mission Titelverteidigung starten. "Er ist der beste Keeper, den es gibt. Er ist ganz wichtig für uns", schwärmte Teamkollege Niklas Süle.

Während Neuers WM-Teilnahme immer wahrscheinlicher wird, muss Löw in seiner Lotterie "4 aus 27" am Montag vier Nieten verteilen. Für einen Torhüter und drei Feldspieler lässt der Bundestrainer den WM-Traum platzen. "Es wird eine schwere Entscheidung für die Trainer werden", sagte Bierhoff und Löw-Assistent Thomas Schneider bekannte, dass er davor "ein bisschen Angst" habe.

Matthias Ginter: "Natürlich sind wir alle neugierig"

Ein Poster sorgte in diesem Zusammenhang für Verwirrung und Unmut bei Bierhoff. Auf der Homepage des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) war eine Fotoserie mit einem 23-köpfigen WM-Kader in Gebärdensprache aufgetaucht. Darauf fehlen aus dem vorläufigen Aufgebot Torwart Kevin Trapp, Jonathan Tah, Nils Petersen und Sebastian Rudy. Die vier Profis gelten als Streichkandidaten. "Es muss eine Panne sein. Ich weiß auch nicht, wie das zustande gekommen ist, dem gehe ich aber hinterher. Das darf nicht passieren. Das macht mich richtig sauer, ist aber kein Hinweis auf die finale Nominierung", sagte Bierhoff.

Die Spieler gehen derweil gelassen mit der Situation um. "Wir sind relativ entspannt. Natürlich sind wir alle neugierig. Noch spürt man keine größere Nervosität oder Anspannung", versicherte Matthias Ginter.

Angela Merkel besucht das DFB-Team am Sonntag

Für den Gladbacher kam es in der Sportzone Rungg am Donnerstag zu einem Treffen der besonderen Art. Gemeinsam mit Thomas Müller bekam er eine lehrreiche Einführung in den Blindenfußball. "Ich muss zugeben, ich habe nicht soviel auf die Reihe bekommen. Allerhöchsten Respekt vor den Jungs. Das ist außergewöhnlich", sagte Ginter nach der Demonstration mit Alexander Fangmann, dem Kapitän der deutschen Blindenfußball-Nationalmannschaft, und Alican Pektas.

Zuvor absolvierte die DFB-Auswahl vor der Bergwelt Südtirols eine Trainingseinheit. Mario Gomez kehrte nach leichten muskulären Problemen wieder zurück, Jerome Boateng steigerte nach seiner Muskelverletzung im Adduktorenbereich das Pensum. Während Torjäger Gomez damit eine Option für das Spiel gegen die nicht für die WM qualifizierten Österreicher ist, könnte Innenverteidiger Boateng in der kommenden Woche ins Teamtraining einsteigen.

Zuvor wird im Fünf-Sterne-Hotel Weinegg hoher Besuch erwartet. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat für Sonntag ihr Kommen angekündigt. "Sie möchte der Mannschaft hallo sagen. Sie möchte das ohne große Inszenierung. Das hat mittlerweile Tradition und wird von den Spielern gut aufgenommen", sagte Bierhoff. Für vier Spieler wird es der vorerst letzte offizielle Termin mit der Nationalmannschaft sein. Sie müssen am Montag die bittere Heimreise antreten.

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