Rassismus im DFB-Team? Antonio Rüdiger: "Hat Özil selbst nie behauptet"

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Antonio Rüdiger hat betont, dass Mesut Özil nie über Rassismus innerhalb des DFB-Teams gesprochen hat, sondern es dabei um den Verband ging.

Nationalspieler Antonio Rüdiger hat sich zum Rücktritt von Mesut Özil aus der Nationalmannschaft geäußert und dabei betont, dass er die ganze Entwicklung als „sehr traurig“ empfindet. Die öffentliche Debatte wird seiner Meinung nach aber mitunter die falsche Richtung geführt.

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"Ich finde das alles extrem traurig, wie sich das entwickelt hat", sagte Rüdiger im Interview mit der dpa. "Mesut war im DFB-Team immer ein Spieler, zu dem ich aufgeschaut habe. Schade, dass er jetzt dann nicht mehr dabei sein wird."

Rüdiger: Alle sind schuld am Ausscheiden

Dass sich die öffentliche Diskussion mit der Frage nach Rassismus innerhalb der Mannschaft selbst beschäftigt hat, ist für den Chelsea-Verteidiger jedoch nicht nachvollziehbar. "Was ich in dieser ganzen Diskussion nicht verstehe, ist, warum teilweise darüber diskutiert wird, ob es innerhalb der Nationalmannschaft Rassismus gebe", fuhr der 25-Jährige fort. "Das hat doch auch Mesut selbst nie in einem Satz behauptet."

Wegen des verkorksten WM-Auftritts nahm Rüdiger zudem die gesamte Mannschaft in die Pflicht. "Schuld am Ausscheiden waren wir auf jeden Fall alle gemeinsam und keine Einzelpersonen", sagte er. Nun müsse man den Blick nach vorn richten, "statt uns immer und immer wieder diese extrem enttäuschende WM vor Augen zu halten".

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