Paul Breitner kritisiert Manuel Neuers Ausflug gegen Südkorea als exemplarisch: "In dieser Truppe geht alles drunter und drüber"

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Paul Breitner ist nach Deutschlands WM-Aus bedient. Er kritisiert nach dem 0:2 gegen Südkorea auch Manuel Neuer und Toni Kroos.

Der 1974er-Weltmeister Paul Breitner befürchtet nach dem deutschen WM-Desaster auch für die Bundesliga "tiefgehende Folgen - und zwar bereits für die nächste Saison". Im Interview mit der tz prophezeite der 66-Jährige: "Das lässt sich der Fan nicht bieten. Die Diskussion über satte Profis, die es nicht mehr nötig haben, wird jetzt gnadenlos aufgetischt."

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Die Leistungen der Nationalmannschaft beim Turnier in Russland seien "eine Katastrophe" gewesen, wetterte Breitner: "Das war Altherrenfußball, was wir in den drei Spielen gesehen haben. Es war ja kein Plan da. Es plätschert dahin. Ich habe niemanden gesehen, der versucht hat, die Mannschaft aus ihrer Lethargie zu führen."

Nach WM-Aus: Breitner kritisiert Toni Kroos und Joachim Löw

Kritik übte er nach dem peinlichen 0:2 gegen Südkorea deshalb auch an Toni Kroos von Real Madrid. "Wissen sie, ich verzichte gerne auf den 15.000. Pass von Toni Kroos, wenn er nicht ein einziges Mal den Raum ausnutzt, den er sich schafft. Nicht einmal ist er durch das Mittelfeld marschiert oder hat mal versucht, die Abwehr vielleicht mit einem Dribbling auseinanderzureißen. Da verzichte ich gerne auf die 99 Prozent Passgenauigkeit", moserte der frühere Münchner.

Bundestrainer Joachim Löw müsse er "den Vorwurf machen", so Breitner, "dass er keine feste Mannschaft und keinen Plan hatte. Er hat gewechselt, umgestellt - und das in einer Art und Weise, die ich nicht verstehe."

Jedes Verständnis fehle ihm auch "für Manuel Neuers Ausflug gegen Südkorea in den gegnerischen Strafraum", führte Breitner weiter aus: "Er weiß genau, was in sechs Minuten noch alles passieren kann. In dieser Truppe geht alles drunter und drüber."

 

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