Trotz Verletzungssorgen: DFB-Frauen fahren zum nächsten Spiel - Angst um Dzsenifer Marozsan

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Nach dem halbwegs erfolgreichen Spiel gegen China hat sich das DFB-Team auf den Weg zur Partie gegen Spanien gemacht. Mit dabei: Verletzungssorgen.

Gezeichnet vom knüppelharten WM-Auftakt stiegen die deutschen Fußballerinnen übersät mit blauen Flecken in den Schnellzug nach Lille. Neben drei wichtigen Punkten hatte der zweimalige Weltmeister auf der nächsten Etappe seiner "Tour de France" aber auch Sorgen um Spielmacherin Dzsenifer Marozsan im Gepäck.

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Bundestrainerin vor Spanien: "Erwarten, dass das besser funktioniert"

"Sie hat schon ordentlich einen auf den Fuß gekriegt. Hoffentlich geht die Schwellung schnell weg", sagte Torhüterin Almuth Schult, bevor das Team am Sonntagvormittag nach dem 1:0 (0:0) gegen China am Bahnhof von Rennes in den TGV 5272 stieg. Ob "Maro" für das zweite WM-Gruppenspiel am Mittwoch (18 Uhr im LIVE-TICKER) in Valenciennes gegen Spanien fit wird, liegt nun auch in den Händen der medizinischen Abteilung.

Auf der dreieinhalbstündigen Fahrt von der Bretagne in den Nordosten Frankreichs hatte auch Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg einiges an Arbeit zu erledigen. Dem Stotterstart mit erheblichen Problemen im Spielaufbau konnte sie aber auch Positives abgewinnen. 

"Man sieht, dass Widerstände zu überwinden sind", sagte die 51-Jährige, betonte mit Blick auf die spielerischen Mängel aber auch mit sorgenvoller Miene: "Wir erwarten, dass das im nächsten Spiel besser funktioniert." Außerdem sei es "wichtig, dass diese jungen Spielerinnen ein schwieriges Spiel bestritten haben und merken, was es bedeutet, ein WM-Spiel zu spielen."

Deutschland hofft auf Heimspiel gegen Spanien

Am Nachmittag bezog der DFB-Tross sein neues Quartier im Hotel Mercure Lille Metropole, 60 km vom Spielort nahe der belgischen Grenze entfernt. Nach dem Arbeitssieg dank Youngster Giulia Gwinn (66.) bereitete sich der Olympiasieger auf eine vermeintlich körperlich weniger schmerzhafte Begegnung vor.

"Es wird uns besser liegen, dass die Spanierinnen auch das Spiel machen wollen", sagte Kapitänin Alexandra Popp, die es im Duell mit den ruppigen "Stahlrosen" am Sprunggelenk erwischt hatte. Was im Kampf um den Sieg in Gruppe B Mut machte: Auch die Ibererinnen konnten bei ihrem Turnierstart gegen den WM-Neuling Südafrika (3:1) über weite Strecken nicht überzeugen.

Nachdem der Roazhan Park in Rennes mit 15.283 Zuschauern nur halb gefüllten war, hofft die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zudem auf mehr WM-Stimmung. "Valenciennes ist dichter an Deutschland, wir hoffen auf ein Heimspiel gegen Spanien. Deswegen haben wir große Vorfreude im Gepäck", äußerte Schult.

Deutschland: Lob nach "dreckigem Sieg" für Team- und Kampfgeist

Nach sechs Tagen in Rennes freuen sich die Spielerinnen auch auf eine neue Umgebung. "Ein Tapetenwechsel ist immer schön", sagte die erst 19-jährige Gwinn, die ihr WM-Traumdebüt am Morgen danach noch immer nicht ganz realisiert hatte. "Es gibt mir aber auf jeden Fall Selbstvertrauen für die nächsten Spiele", sagte die Sportmanagement-Studentin, die zur kommenden Saison vom SC Freiburg zu Bayern München wechselt.

Alemanha Gwinn

Joti Chatzialexiou, der sportlicher Leiter der Nationalmannschaften, lobte die verjüngte Auswahl nach ihrem "dreckigen Sieg" vor allem für ihren Kampf- und Teamgeist. "Die Mannschaft hat einen Riesen-Spirit, es ist eine gute Mischung von Jung und Alt, die leben das", sagte er dem SID.

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