Rivale Ronaldo nur noch Zuschauer: "Magischer" Messi greift nach der Krone

Kommentare()
Während sein Widersacher Cristiano Ronaldo nur noch Zuschauer ist, greift der überragende Lionel Messi nach dem Titel in der Königsklasse.

Lionel Messi strich sich über seinen Zehn-Tage-Bart, wuschelte sich durch die Haare und fing dann tatsächlich an herumzumäkeln. Nach seiner Gala. Nach dem souveränen 3:0 gegen Manchester United. Nach dem ersten UCL-Halbfinaleinzug seines FC Barcelona seit vier Jahren. "So können wir in einem Champions-League-Spiel nicht starten", sagte Messi über den "komischen" Beginn des Rückspiels im Viertelfinale im heimischen Camp Nou, "in den ersten fünf Minuten sahen wir nervös aus. Fünf schlechte Minuten können das Aus bedeuten."

Erlebe die Champions League live auf DAZN. Jetzt Gratismonat sichern!

Abgesehen von diesen fünf müden Minuten hatte aber auch der wieder einmal herausragende Messi nichts zu meckern, die restlichen 85 Minuten zerlegten der Künstler und seine Kollegen die Red Devils nach allen Regeln der Kunst. "Wir haben gezeigt, wer wir sind, wir haben ein Spektakel abgeliefert und ein tolles Spiel gemacht", sagte Messi, der mit seinem Doppelpack schon früh für die Entscheidung sorgte. Philippe Coutinho traf noch zum Endstand. Nach Hin- und Rückspiel hieß es insgesamt 4:0 für Barca. Im Kampf um das Finale in Madrid kommt es zum Duell mit Jürgen Klopps FC Liverpool oder dem FC Porto.

Cristiano Ronaldo muss seinem Widersacher nun zuschauen

Während sein ewiger Rivale Cristiano Ronaldo in Europa seit gestern nur noch Zuschauer ist, wirbelt Messi also weiter durch die Champions League. Niemand hat in der laufenden Saison mehr Treffer erzielt als Messi. Der 31-Jährige kommt jetzt wettbewerbsübergreifend auf 45 Tore in 41 Pflichtspielen - einsame Spitze in Europa.

Kein Wunder, dass Messi, dieses Fußball-Phänomen, nach seinem beeindruckenden Auftritt wieder mit Lob zugeschüttet wurde. "God save the King", schrieb Sport aus Barcelona und der englische Guardian sah einen "magischen" Messi. Sein Trainer Ernesto Valverde meinte nur: "Wir werden uns nicht dafür entschuldigen, dass wir Messi haben."

Mit einem Messi in dieser Verfassung wachsen bei den Katalanen die Hoffnungen, dass der Klub erstmals seit 2015 wieder Europas Fußball-Thron besteigen kann. Messi wurde hinterher sogar schon nach den Chancen auf das Triple aus Meisterschaft, Pokalsieg und Triumph in der Champions League befragt. "Wir haben einen kleinen Schritt gemacht", sagte der Argentinier, der zudem einen Fluch besiegt und erstmals seit sechs Jahren wieder in einem Viertelfinale getroffen hat, zurückhaltend.

Auch wenn Barcelona in dieser Champions-League-Spielzeit noch ohne Niederlage ist, stimmte Valverde wie Messi in das selbstauferlegte katalanische Understatement mit ein. "Wir werden sehen, ob das Glück uns anlächelt", sagte der 55-Jährige. "Das wird schwierig", sagte sein Anführer über das kommende Halbfinale. Egal wie der Gegner heißt, es wartet eine der "besten Mannschaften" in Europa, die es auch "verdient" hat, um das große Finale zu spielen, betonte Messi.

Schließen