Clement Lenglet: Zwangsabstieg für Ex-Klub AS Nancy, weil FC Sevilla nicht zahlt?

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Im Januar 2017 wechselte Lenglet von Nancy zu Sevilla. Nun musste der französische Klub zwangsabsteigen - weil die Spanier eine Zahlung verweigern?

Die AS Nancy belegte in der abgelaufenen Ligue-2-Saison Platz 14, muss wie der FC Sochaux aber in die drittklassige National zwangsabsteigen. Damit reagierte die französische Fußball-Finanzbehörde DNCG auf die desolate wirtschaftliche Situation der bisherigen Zweitligisten.

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Wie die französische Zeitung L'Est Republicain nun berichtet, könnten die finanziellen Probleme von Nancy und damit wohl auch der Zwangsabstieg allerdings überwunden werden - und das hat mit dem FC Sevilla zu tun.

Nach Barca-Wechsel: Nancy stünden 3,7 Millionen Euro zu

Hintergrund: Nancy-Spieler Clement Lenglet, seit 2018 in Diensten des FC Barcelona, wechselte im Januar 2017 nach Sevilla in die Primera Division. Im Sommer 2018 ging es für ihn weiter zu Barca, für eine Ablösesumme von 35,9 Millionen Euro.

Clement Lenglet Barcelona

Vertraglich geregelt war, dass Nancy an einem Weiterverkauf von Lenglet zu zwölf Prozent profitiert. Das entspräche einer Summe von 3,7 Millionen Euro, die den Franzosen zustünde. Das Problem: Sevilla hat das Geld bis heute nicht an Nancy überwiesen.

FC Sevilla über Lenglet-Wechsel: "Es gab keinen Transfer"

Laut Informationen der Zeitung deshalb nicht, weil Barca beim Kauf Lenglets eine Ausstiegsklausel aktivierte. Nach Interpretation der Andalusier handelte es sich somit nicht um einen "echten" Transfer, bei dem zwischen Sevilla und Barcelona eine Ablösesumme verhandelt wurde - und deshalb sieht Sevilla offenbar nicht ein, die Vereinbarung mit Nancy anzuerkennen.

"Es gibt keinen Transfer. Der Spieler hat seinen Vertrag aufgelöst und das Verständnis von Sevilla ist, dass sie keinen Anteil bezahlen müssen. Darüber haben sie Nancy in Kenntnis gesetzt," wird eine Sevilla-nahe Quelle bei ESPN zitiert.

Die Verantwortlichen in Nancy seien dagegen der Überzeugung, dass der Zwangsabstieg vermieden worden wäre, hätte Sevilla den ausstehenden Betrag beglichen. Diese vertragliche Nuance und Interpretation muss nun die FIFA bewerten, um die Angelegenheit zu entscheiden.

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