Christoph Daum kritisiert Personalentscheidungen von Joachim Löw: "Ein Schlag ins Gesicht der jungen Spieler"

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Christoph daum übt heftige Kritik an den Personalentscheidungen von Bundestrainer Löw. Diese seien "ein Schlag ins Gesicht der jungen Spieler".

Christoph Daum hat nach der Niederlage gegen die Niederlande (0:3) die personellen Entscheidungen von Bundestrainer Joachim Löw hinterfragt und ihm zu einer "Blutauffrischung" der deutschen Nationalmannschaft geraten.

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"Er hat viele Dankbarkeitsentscheidungen getroffen, die nicht durch aktuelle Leistungen unterlegt worden sind", erklärte der 64-Jährige im 'Doppelpass' von Sport1 und begründete seine Aussage mit der Personalie Manuel Neuer, der nach seiner langen Verletzung trotzdem für die WM nominiert wurde, obwohl sein Konkurrent Marc-Andre ter Stegen beim FC Barcelona eine herausragende Saison vorzuweisen hatte.

Christoph Daum sieht Achse aus Spielern des FC Bayern kritisch

"Die Diskussion um Manuel Neuer hat alles dominiert, das war ein Schlag ins Gesicht der jungen Spieler“, sieht Daum einen der Gründe für das desaströse Abschneiden bei der WM auch in den Aufstellungen des Trainers: "Warum wurde das Bewährte nicht hinterfragt? Weil Löw zu lange daran festhält."

Stattdessen sollten die Erfolge aus der Vergangenheit für den 58-Jährigen keine Rolle spielen: "Am War-Zustand wird niemand bewertet, sondern am Ist-Zustand. Eine Blutauffrischung hätte nicht nur der Mannschaft gutgetan, sondern dem Image des Nationaltrainers. Die aktuellen Fehler würde man einer jungen Mannschaft eher verzeihen als den erfahrenen Spielern", glaubt Daum.

Um zurück in die Spur zu finden, müsse das DFB-Team wieder geschlossen auftreten: "Wenn ich mir die Mannschaft anschaue, mit der Achse des FC Bayern, die aufgrund der aktuellen Situation eigene Probleme mit in die Nationalelf trägt – da sehe ich eher ein Nebeneinander statt ein Miteinander auf dem Platz." Daum fordert daher: "Wir wollen eine Mannschaft sehen, die alles auf dem Platz gibt – und das kommt aktuell nicht rüber."

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