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Cardiff-Trainer Neil Warnock: Emotionale Worte zu Emiliano Sala

08:53 MEZ 29.01.19
Neil Warnock Cardiff City 18082018
Sala sollte die große Verstärkung für Cardiff werden. Trainer Warnock sprach nun erstmals über die schwerste Woche seiner Karriere.

Neil Warnock von Cardiff City hat zum ersten Mal seit dem Verschwinden von Emiliano Sala über die Situation beim walisischen Erstligisten gesprochen und bekannt, dass er auch über seinen eigenen Rücktritt nachgedacht habe. 

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"Ich bin seit mehr als 40 Jahren im Fußball tätig und trotzdem war das mit Abstand die schwerste Woche meiner Karriere", sagte Warnock im Gespräch mit der BBC. Cardiff wollte Sala als Rekord-Neuzugang präsentieren, bangt nun allerdings um das Leben des Argentiniers.

Während privat organsierte Einsatzkräfte die von der Polizei eingestellte Suche im Ärmelkanal fortsetzen, musste das Leben beim Premier-League-Klub weitergehen: "Ich habe so etwas nie erlebt. Das ist komplett neues Territorium. Solche Dinge passieren eigentlich nicht. Oder man redet es sich zumindest ein", meinte Warnock.

Cardiff-Trainer Warnock dachte an Rücktritt

Warnock selbst dachte über seinen Rücktritt nach: "Darüber habe ich 24 Stunden an jedem Tag der letzten Woche nachgedacht. Es gibt wichtigere Dinge, wissen Sie? Dafür braucht es erst so etwas, um das zu realisieren." Inzwischen aber wolle er die "massiv schwere" Aufgabe annehmen.

Der Trainer sei aktuell im ständigen Dialog mit den Spielern. Einige von ihnen würden professionelle Hilfe erhalten: "Ich denke, das war richtig. Man kann nicht einschätzen, was für ein Trauma das auch für die Familien ist. Bei manchen kamen Erinnerungen an alte Verluste wieder hoch", berichtete der Coach.

Cardiff bangt mit Familie von Emiliano Sala

Aktuell seien Trainerteam und Spieler durchweg orientierungslos. "Ich weiß nicht, wie es in den nächsten 24 Stunden weitergeht", sagte Warnock, der das Team auf das Spiel gegen den FC Arsenal (Di., 20.45 Uhr) vorbereiten muss: "Es fühlt sich nicht so an, als ob wir spielen könnten."

Der 70-Jährige bekäme "die Situation nicht aus dem Kopf" und würde sich wünschen, dass die private Suche Früchte trage: "Ich sehe meine Kinder und frage mich, was ich tun würde. Ich würde wollen, dass für immer gesucht wird. Wir hoffen alle mit der Familie."