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Burnic, Larsen, Amenyido & Co: Fünf Top-Talente von Borussia Dortmund

13:00 MESZ 29.03.17
THOMAS TUCHEL BORUSSIA DORTMUND UEFA CHAMPIONS LEAGUE 08032017
Borussia Dortmund hat bereits eine hochtalentierte Mannschaft in der Bundesliga. Die nächsten Talente klopfen an. Goal stellt die BVB-Top-Talente vor.

Ousmane Dembele, Christian Pulisic, Emre Mor, Felix Passlack, Alexander Isak. Die Liste der Top-Talente bei Borussia Dortmund ist lang. Denn die Jugendabteilung des BVB hat in den vergangenen Jahren einen großen Sprung nach vorne gemacht, bildet immer mehr Talente aus und hat daher eine noch größere Chance, das nächste Supertalent hervor zu bringen.

Nach zwei Meisterschaften in der U17 und einer in der U19, stehen die nächsten Spieler aus dem Jahrgang von Pulisic und Passlack vor dem Sprung. Doch welche Spieler haben das Potenzial, es bis zu den ganz Großen zu schaffen? Goal stellt fünf mögliche Kandidaten vor.


JACOB BRUUN LARSEN


Der Däne erlebt gerade die schwerste Zeit seiner jungen Karriere. Nach einem kometenhaften Aufstieg in dieser Saison laboriert er derzeit an einem Mittelfußbruch, wurde vor wenigen Wochen operiert. Aber der BVB setzt auf ihn, verlängerte im Krankenhaus den Vertrag mit dem 18-Jährigen, der im DFB-Pokal gegen Union Berlin in dieser Saison sein Profidebüt gab.

"Wir trauen ihm in den kommenden Jahren eine ähnliche Entwicklung zu, die bereits andere A-Jugendliche wie Christian Pulisic oder Felix Passlack genommen haben", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc nach der Vertragsverlängerung. Larsen selbst fühlt sich ohnehin pudelwohl in Dortmund. "Es hat sich wie zuhause angefühlt und man will ja an einen Ort gehen, wo man sich so wohlfühlt. Es muss alles passen. Es muss der richtige Ort sei", sagte Jacob Bruun Larsen 2015 bei seinem Wechsel von Lyngby BK zum BVB.

Bis zu seiner Verletzung war Larsen in der U19-Bundesliga West der beste Spieler der bisherigen Spielzeit. In 17 Spielen gelangen ihm unfassbare 33 Scorerpunkte (20 Tore, 13 Assists) - und das obwohl der schnelle und technisch starke Youngster meist außen spielt. Auf ihn setzten sie nicht zu Unrecht große Hoffnungen beim BVB.


DZENIS BURNIC


Egal ob auf der Acht oder der Sechs; Burnic dirigiert das Spiel in der U19 des BVB - und er will mehr. "Ich finde meine Entwicklung super. Ich bin aber nicht zufrieden, das wäre falsch. Ich will immer mehr erreichen. Ich kann mich nicht ausruhen, wenn ich ganz oben ankommen will", sagt er selbst. Zumindest reinschnuppern durfte er dort inzwischen.

Auch wenn sein Bundesligadebüt gegen Darmstadt 98 vor einigen Wochen in die Hose ging und ein desolater BVB mit Burnic in der Startelf verlor, sind sich bei den Schwarz-Gelben alle einig, dass der 18-Jährige es nicht nur schaffen kann, sondern schaffen wird. Nach dem Aufstieg von Felix Passlack in die Profimannschaft ist er Kapitän der U19 - und dort absoluter Schlüsselspieler.

Burnic ist extrem lernwillig und fleißig. Der Bundesligaeinsatz in Darmstadt dürfte daher nicht der letzte gewesen sein. Zumal das Passspiel, das Tuchel so liebt, bei ihm sehr gut ausgebildet ist. Dazu ist Burnic einer, der auch mal dahin geht, wo es wehtut.


ETIENNE AMENYIDO


Der Mittelstürmer ist ein echtes Eigengewächs des BVB, spielt seit Jahren in Schwarz-Gelb. Und in dieser Saison gelingt ihm fast alles. Er profitiert von der Verletzung von Janni Serra und kommt als Stürmer daher fast in jedem Spiel zum Einsatz. So gelangen ihm in der U19-Bundesliga West in 21 Spielen zehn Tore und drei Vorlagen. In der Uefa-Youth-League kommt er zudem auf drei weitere Tore.

Der Lohn: Im November 2016 debütierte er unter Frank Kramer in der deutschen U19 und war auch in dieser Länderspielpause beim DFB aktiv. Und er war es, der das deutsche Team in der letzten EM-Qualifikationsrunde gegen Zypern mit einem Doppelpack vor einem Dämpfer bewahrte.

Der Stürmer überzeugt mit einem enormen Antritt, einem guten Abschluss und weist zudem einen Riecher für Räume auf. Auch wenn er lange nicht so weit ist wie etwa Burnic oder Larsen, ist ihm einiges zuzutrauen. 


JANNI SERRA


Bitterer hätte das letzte Junioren-Jahr für die ganz große deutsche Sturmhoffnung nicht beginnen können. Bei der U19-EM hat sich der 19-Jährige im Spiel gegen die Niederlande das Kreuzband gerissen und fehlt seitdem. Der damalige Dortmunder U19-Trainer Hannes Wolf hatte nur eine Hoffnung: "Unser Ziel ist es, ihn im nächsten Jahr gesund und fit dem Seniorenbereich zu übergeben."

Dabei war Serra auf dem besten Wege sich zu auch bei den Profis zu empfehlen. Denn echte Stoßstürmer wie ihn gibt es im deutschen Fußball nur noch selten. Kein Wunder, dass er sich von den ganz Großen was abgucken will. "Von Cristiano Ronaldo und Zlatan Ibrahimovic versuche ich mir vieles abzuschauen. Aber mein absoluter Lieblingsspieler ist Fernando Torres", sagte er einmal der SportBild.

Von ihnen hat er scheinbar viel gelernt. Denn mit seinen 1,93 Metern ist er extrem schwer vom Ball zu trennen und ist vor dem Tor eiskalt. In 59 Jugendspielen für den BVB schoss er 40 Tore - und bereitete 26 weitere Treffer vor. Unglaublich! Technisch hat er allerdings noch Nachholbedarf. Wenn er sich aber nach seiner Verletzungspause schnell wieder eingewöhnt, dürfte sein steiler Aufstieg ungebremst vorangehen.


OREL MANGALA


Borussia Dortmund lieh den Belgier im vergangenen Sommer vom RSC Anderlecht für ein Jahr aus. Nach inzwischen 21 Spielen, drei Toren und vier Vorbereitungen für die BVB-U19 steht die Entscheidung an, ob man die Kaufoption für den zentralen Mittelfeldspieler ziehen möchte. Bisher deutet einiges daraufhin, dass dies der Fall sein wird. ""Ich würde gerne bleiben", sagte er selbst.

Denn bereits in der Sommervorbereitung durfte Mangala bei den Profis reinschnuppern und hinterließ einen guten Eindruck. Und er scheint zufrieden zu sein mit der Wahl, nach Dortmund zu gehen. "Ich möchte ein Topspieler werden. Als ich hörte, dass mich dieser Klub will, habe ich nicht gezögert. Sie haben mich zwei Jahre beobachtet", sagte er einmal La Dernière Heure.

Bleibt er, dürfte er beim BVB gute Chancen haben, sich auch bei den Profis noch einmal zeigen zu dürfen. Denn zumindest in der U19 ist er derzeit aus der Mannschaft nicht wegzudenken. Ein Signal für die Zukunft.