Nico Schulz trifft bei DFB-Debüt, aber Probleme auf Außen bleiben für Jogi Löw bestehen: "Müssen ein bisschen variieren"

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Nico Schulz erzielte bei seinem Debüt zwar den Siegtreffer - doch auf beiden defensiven Außenbahnen ist Löw weiter auf der Suche nach der Ideallösung.


HINTERGRUND

Nico Schulz verließ sein "Wohnzimmer" mit einem zufriedenen Lächeln. Länderspieldebüt gefeiert, Siegtreffer erzielt, "das fühlt sich sehr gut an", sagte der 25-Jährige von der TSG Hoffenheim nach dem 2:1 (1:1) der deutschen Nationalmannschaft gegen Peru und fügte mit einem Schmunzeln an: "Der geht nur hier in unserem Stadion rein."

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So ein Schuss geht normalerweise gar nicht rein. Doch Perus Torwart Pedro Gallese hatte das harmlose Schüsschen von Schulz (85.) durch die Arme rutschen lassen und dem Außenverteidiger doch noch einen gelungenen Abend beschert.

Bundestrainer Jogi Löw grundsätzlich zufrieden mit DFB-Debüt von Nico Schulz

Bis zu seinem Glückstreffer war der erste Einsatz des Hoffenheimers nicht gerade nach Wunsch verlaufen. Er sei bis dahin "nicht so zufrieden" gewesen, meinte Schulz selbstkritisch. Vor allem am 0:1 durch Luis Advincula (22.) sei er "beteiligt gewesen". 

Da könne er "den Ball wegschlagen", monierte Bundestrainer Joachim Löw, dem die defensiven Probleme seines Debütanten nicht verborgen geblieben waren. Dennoch sei er mit dessen "Leistung insgesamt, seinem Engagement zufrieden, er strahlt Dynamik aus. Ich glaube, dass er sich bei uns gut einfinden kann die nächsten Spiele."

Joshua Kimmich im DFB-Team künftig weiterhin auf der "Sechs"

Das heißt, dass Schulz auch für die wichtigen Nations-League-Spiele am 13. Oktober in den Niederlanden und drei Tage später in Frankreich wieder mit einer Einladung rechnen darf. Allzu viele Alternativen auf den defensiven Außenbahnen, ob links oder rechts, hat Löw eben nicht.

Rechts verteidigte gegen Peru wie gegen Frankreich Matthias Ginter, da Joshua Kimmich ab sofort in der Zentrale vor der Abwehr bessere Verwendung findet. Ginter spielt in Gladbach normalerweise Innenverteidiger. Gegen Weltmeister Frankreich kam links zudem Antonio Rüdiger zum Einsatz, eigentlich auch im Abwehrzentrum zu Hause. Alles Lösungen aus der Not heraus, Weltklasseverteidiger auf Außen wie einst Philipp Lahm hat Deutschland nicht.

Nico Schulz Germany Peru

Jogi Löw sucht Ideallösung für Linksverteidiger-Position: Schulz, Hector, Max oder Halstenberg?

Wie er die Viererkette künftig besetzen wird, weiß Löw selbst noch nicht. Sicher sei nur, dass Mats Hummels und Jerome Boateng in den wichtigen Spielen die Positionen im Zentrum "wieder bekleiden, weil sie von ihrer Klasse her unglaubliche Präsenz und Zweikampfstärke ausstrahlen und große Routine haben". Auf den Außen müsse man dagegen "ein bisschen variieren, das hängt vom Gegner ab".

Als Kandidaten nannte Löw Ginter und Schulz. Dazu führte er noch Zweitligaprofi Jonas Hector vom 1. FC Köln, auf den Löw in beiden Spielen wegen der hohen Belastung verzichtet hatte, den lange verletzten Marcel Halstenberg von RB Leipzig und Philipp Max vom FC Augsburg, "der ein gutes letztes Jahr hatte", an. Die Suche nach der Ideallösung geht weiter.

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