Bremen trotz Rückschlag im Kampf um Europa positiv

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Das Ende der Serie soll nicht das Ende der Europapokal-Hoffnungen sein: Bei Werder Bremen gibt man sich nach der Niederlage in Köln kämpferisch.

Genervt und kopfschüttelnd stapfte Fin Bartels in die Katakomben des Kölner Stadions. Nicht nur der Angreifer von Werder Bremen hatte das Gefühl, dass an diesem Freitagabend mehr möglich gewesen wäre als das dramatische 3:4 (2:3) beim direkten Konkurrenten 1. FC Köln, das nicht nur das Ende der Bremer Erfolgsserie von elf Spielen ohne Niederlage bedeutete, sondern zudem ein herber Dämpfer im Kampf um die Europa League war.

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"Natürlich sind wir enttäuscht und auch ein Stück weit frustriert, weil wir einfach die ersten 30 Minuten nicht gut gespielt haben", sagte Bartels: "Aber wie wir zurückgekommen sind, war sehr beachtlich. Das hat gezeigt, was für ein Teamspirit in der Truppe ist - und dann muss man sich ärgern, dass man nicht doch noch einen Punkt mitnimmt."

 

Ein Unentschieden wäre tatsächlich möglich, aber nicht unbedingt verdient gewesen. Die Bremer Treffer durch Bartels (34.), Theodor Gebre Selassie (40.) und Serge Gnabry (62.) genügten eben nicht, weil die zuletzt so starke Defensive Schwächen offenbarte, die der FC durch Torjäger Anthony Modeste (13./47.), Leonardo Bittencourt (28.) und Simon Zoller (44.) eiskalt nutzte. Deshalb, so Bartels, "müssen wir die Fehler nun analysieren. Vier Gegentore auswärts sind zu viel, und auch die erste halbe Stunde war nicht vernünftig. Aber dann müssen wir uns schütteln und die nächsten Spiele mit Leidenschaft angehen."

SVW selbstbewusst: "Haben ein Ziel vor Augen"

Daher wollten Manager Frank Baumann und Trainer Alexander Nouri der Niederlage keine zu große Bedeutung beimessen. "Wir haben ein Ziel vor Augen, und wir glauben, dass wir es wir schaffen können", sagte der 41-jährige Baumann: "Ich glaube nicht, dass es nun einen Spannungsabfall gibt oder die Enttäuschung zu groß ist."

Trainer Nouri sprach von einer "unheimlichen Energieleistung" und meinte: "Man kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. So eine Niederlage schmerzt natürlich, aber man muss auch akzeptieren, dass Köln heute ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht hat. Unser Spiel war zu fehlerhaft - aber das lag auch an der sehr guten Kölner Mannschaft."

Mit Blick auf die schweren Aufgaben gegen die Überflieger von 1899 Hoffenheim und beim Vizemeister Borussia Dortmund am letzten Spieltag muss Werder die Fehler dringend abstellen, wenn es mit dem Traum von der Europa League noch etwas werden soll. Daher forderte Bartels, "den Fokus auf die kommenden Spiele zu legen. Im Heimspiel gegen Hoffenheim wird eine Bomben-Atmosphäre herrschen, und dann haben wir mit Dortmund vielleicht ein kleines Finale. Das sind doch geile Spiele!"
 

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