Borussia Dortmunds neuer Kapitän Marco Reus: "Es ist eine Ehre"

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Marco Reus Borussia Dortmund 05052018
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Nach seiner misslungenen WM-Premiere übernimmt Marco Reus bei Borussia Dortmund eine neue Rolle. Als Kapitän trägt er künftig viel Verantwortung.


HINTERGRUND
Seine erste Amtshandlung als Kapitän war für Marco Reus nicht von Erfolg gekrönt. Beim Testspiel von Borussia Dortmund gegen Stade Rennes (1:1) verlor Reus die Seitenwahl. Doch die Freude über seine neue Rolle konnte dieses kleine "Missgeschick" nicht trüben. "Es ist eine Ehre und es macht mich stolz, diesen Klub zu vertreten", sagte der Offensivspieler.

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Für den neuen BVB-Trainer Lucien Favre war die Festlegung auf Reus als Nachfolger von Marcel Schmelzer "eine logische Entscheidung." Er habe viel Erfahrung und sei schon lange in Dortmund, so Favre: "Ich erwarte, dass er immer ein Vorbild ist und auf dem Platz zeigt, wie wir spielen müssen."

Borussia Dortmund: Marco Reus schwärmt von Lucien Favre

Dass die Wahl des Schweizers auf Reus fiel, ist kein Zufall. Beide kennen und schätzen sich aus gemeinsamen Zeiten beim Ligakonkurrenten Borussia Mönchengladbach. Favre rettete die Gladbacher erst vor dem Abstieg und führte sie dann bis in die Champions League. Reus war einer seiner Leistungsträger. Favre sei "fachlich und menschlich der beste Trainer, den ich je hatte", sagte der 29-Jährige.

Zusammen will das Duo auch in Dortmund Erfolg haben und sich einen Traum erfüllen: Den Gewinn der deutschen Meisterschaft. Nach seiner misslungenen WM-Premiere mit dem blamablen Vorrunden-Aus der deutschen Nationalmannschaft in Russland ist Reus wieder voller Tatendrang. Im Trainingslager im Schweizer Bad Ragaz legt er den Grundstein für eine hoffentlich erfolgreiche Saison, in der er in seiner neuen Rolle mehr denn je als Anführer gefragt ist. Der gebürtige Dortmunder bezeichnet die Situation als "spannende Aufgabe".

Vollkommen neu ist die Rolle für ihn aber nicht. Wenn der von vielen Verletzungen geplagte Reus in den vergangenen Jahren nicht gerade in der Reha an einem seiner zahlreichen Comebacks arbeitete, war er ein Führungsspieler. Verlockenden Angeboten aus dem Ausland widerstand er regelmäßig, im März verlängerte er seinen Vertrag vorzeitig bis Juni 2023. "Dieser Spieler zeigt ein Höchstmaß an Identifikation, auf das wir sehr stolz sind", sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

Um Reus herum wollen die Schwarz-Gelben eine Mannschaft entwickeln, die wieder deutlich näher an den enteilten Branchenprimus Bayern München heranrücken kann. "Er macht sportlich und von seiner Persönlichkeit her den Unterschied aus", sagte Sebastian Kehl, der neue Leiter der Lizenzspielerabteilung, über Reus. Jetzt muss es nur noch mit der Seitenwahl besser klappen.

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