Belgiens Thomas Meunier exklusiv: "Halbfinale bei der Weltmeisterschaft ist machbar"

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Belgiens Rechtsverteidiger Thomas Meunier ist guter Dinge, dass die Roten Teufel bei der WM weiter kommen als bei den letzten beiden großen Turnieren.


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Der belgische Nationalspieler Thomas Meunier traut den Roten Teufeln bei der Weltmeisterschaft in Russland den Einzug in die Runde der letzten vier Mannschaften zu. Das sagte der Rechtsverteidiger von Ligue-1-Champion Paris Saint-Germain bei Goal. Gehörigen Respekt hat er derweil vor den Mannschaften aus Brasilien und Spanien.

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Über seine Erwartungen an die Endrunde sagte Meunier: "Ganz objektiv – das Halbfinale. Wir verfügen über starke Einzelspieler, eine gute Mentalität, die Physis, Zahlen und auch über ein funktionierendes Kollektiv. Wir haben alles. Zur Perfektion fehlen vielleicht zwei oder drei Prozent. Ich halte das Halbfinale für ein logisches Ziel."

Letzte Chance für Belgiens "Goldene Generation"

Die Belgier gehen als einer der Mitfavoriten in das Turnier. Bei der WM 2014 und der EM 2016 galten sie ebenfalls als Titelanwärter, wurden den hohen Erwartungen aber nicht gerecht. "Vielleicht hat uns da die Erfahrung gefehlt", mutmaßte Meunier: "Zwölf Jahre lang war Belgien nicht bei einem großen Turnier. 2014 war also alles neu und wir trafen in Brasilien auf Argentinien mit Messi, Di Maria und anderen Spielern, die das gewohnt sind."

Er führte mit Blick auf die "Goldene Generation" der Belgier um Marouane Fellaini, Mousa Dembele, Jan Vertonghen und Vincent Kompany weiter aus: "Die letzten vier Jahre haben uns viel Stabilität gebracht. (…) Diese WM soll uns jetzt die Vollendung bringen. Wir haben einige Spieler, die älter als 30 Jahre sind und in den kommenden Jahren wird es einige Veränderungen geben."

 

Meunier, in der vergangenen Saison bei PSG auf der rechten defensiven Außenbahn hinter Dani Alves nur die Nummer zwei, kennt einige Stars von Rekordweltmeister Brasilien aus seinem Klub. Nicht nur deshalb schätzt er die Selecao bärenstark ein.

"Brasiliens Angriff ist bombig"

"Wenn man sich den brasilianischen Angriff mit Neymar, Coutinho und Gabriel Jesus anschaut – das ist schon bombig. Wenn man gegen eine solche Mannschaft ein gutes Ergebnis holen kann, dann ist es der Beweis dafür, dass man zu den Besten gehört."

Noch etwas stärker schätzt Meunier die Spanier ein. Sie sind für ihn die Mannschaft, auf die er in Russland ungern treffen möchte: "Spanien hat den Fußball revolutioniert und dieser Prozess läuft immer noch. Für mich spielen sie exzellenten Fußball. (...) Falls es möglich ist, möchte ich ihnen aus dem Weg gehen."

Auf Brasilien und Spanien kann Belgien zunächst nicht treffen. Meunier und Co. spielen dafür in der Vorrundengruppe G gegen England, Tunesien und Panama. Das Auftaktspiel gegen den krassen Außenseiter Panama bestreiten die Schützlinge von Trainer Roberto Martinez am Montag um 17 Uhr in Sotschi.

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