Bayern-Trainer Niko Kovac verrät: Martinez-Krampf nur "gespielt"

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In der Schlussphase der Partie Liverpool vs. FC Bayern nahmen die Gäste bewusst etwas Zeit von der Uhr. Kovac gab rückwirkend dazu Details preis.

Bayern Münchens Cheftrainer Niko Kovac hat zugegeben, dass in der Champions League mit allen Mitteln gekämpft und mitunter auch Zeitspiel-Tricks angewendet werden, um wie beim 0:0 in Liverpool ein Ergebnis zu halten. Als Beispiel nannte er den "Krampf" von Javi Martinez.

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"Wir wissen alle, wie es ist: Es ist kurz vor Ultimo, da versucht man ein bisschen Zeit zu schinden. Javi (Martinez, Anm. d. Red.) hat gute Laufleistungswerte, das heißt, er kann gar keinen Krampf gehabt haben. Das ist alles ein bisschen gespielt. In Berlin hatten wir auch den King (Kingsley Coman), der sich dann urplötzlich einen Krampf reingezogen hat, aber es war keiner. Man muss Ruhe reinbringen. Das machen sie gut, dafür haben sie die Erfahrung", sagte Kovac nach der Partie im Sky-Interview.

Durch das 0:0 sicherte sich der deutsche Rekordmeister in Liverpool eine aussichtsreiche Ausgangsposition für das Rückspiel in München, bei dem noch alles offen ist. Die zweite Partie findet am 13. März.

Kovac über Motivation der Spieler: "Werfen in der CL noch mehr rein"

Mit der Defensivleistung seiner in den letzten Wochen doch so anfälligen Bayern-Verteidigung zeigte sich Kovac sehr zufrieden: "Wir waren taktisch gut eingestellt und die Jungs haben es sehr gut auf dem Feld umgesetzt. Jeder war für den anderen da und man sieht, dass wenn wir eine Struktur in unserem Spiel haben, es schwierig ist, ein Tor gegen uns zu erzielen."

Desweiteren sieht der Ex-Frankfurt-Coach einen Unterschied zwischen der Motivation der Spieler in der nationalen Konkurrenz und der europäischen Bühne. "Die Bundesliga ist wichtig, aber viele Spieler sehen die Champions League noch etwas größer und werfen dann hier mehr rein. Ich würde mir wünschen, dass die Jungs das auch in der Bundesliga wieder machen", sagte der 47-Jährige, der gegen Liverpool zum ersten Mal in seiner Trainerkarriere bei einem CL-Achtelfinale an der Seitenlinie stand.

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