Ex-Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld: "Hamanns Kritik hat Robert Lewandowski offenbar angestachelt"

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Robert Lewandowski trifft gegen Augsburg auf seinen Lieblingsgegner. Ex-Coach Ottmar Hitzfeld erklärt, warum der Pole so wichtig für Bayern ist.

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Es könnte ein Meilenstein für Robert Lewandowski werden: Im Bundesligaspiel beim FC Augsburg kann der Stürmer des FC Bayern mit zwei Treffern Claudio Pizarro (194 Tore) als erfolgreichsten Bundesliga-Torschützen aller Zeiten ablösen.

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Zuletzt überzeugte Lewandowski mit einem Tor und einer Vorlage beim 3:1 gegen Schalke 04 und reagierte damit sportlich auf die harte Kritik von Dietmar Hamann ("Lewandowski wird zum Problem für Bayern München“).

Ottmar Hitzfeld glaubt sogar, dass sich Hamanns Attacken positiv auf Leistung und Motivation des Polen ausgewirkt haben.

"Wenn man einen Spieler reizt, kann es sein, dass dieser dann die Antwort auf dem Platz gibt. Das hat Lewandowski im letzten Spiel ja auch gemacht. Die Kritik hat ihn offenbar angestachelt", sagte der einstige Meistertrainer des FC Bayern im Gespräch mit Goal und SPOX.

Hitzfeld: Lewandowski "unheimlich wichtiger Baustein“

Ohnehin seien Hamanns Aussagen überzogen gewesen, schließlich sei Lewandowski für die Münchner eine Art Lebensversicherung, so Hitzfeld: "Es ist normal, dass es Phasen gibt, in denen man weniger erfolgreich ist. Aber Lewandowski ist ein unheimlich wichtiger Baustein im Gefüge des FC Bayern.“

Das wissen auch die FCB-Bosse, zumal es nach dem Wechsel von Sandro Wagner nach China keinen weiteren echten Stürmer mehr im Kader gibt. Deshalb nutzte Hasan Salihamidzic die Chance, Lewandowski gegen Hamann vehement zu verteidigen – was auch ein Zeichen in Richtung des 30-Jährigen war, der sich vor rund einem Jahr von den FCB-Bossen zu wenig unterstützt gefühlt hatte.

"Wie ich finde, hat Hasan seinen Spieler verteidigt. Und das ist seine oberste Aufgabe. Das hat mir - um ehrlich zu sein - sehr gut gefallen“, lobte Präsident Uli Hoeneß seinen Sportchef am Donnerstag.

Robert Lewandowski FC Bayern

Hitzfeld: "Uli Hoeneß hätte es genauso gemacht“

Nicht nur Hitzfeld erinnerte Salihamidzics Konter Richtung Hamann, dem er sogar eine Kampagne unterstellte, an die einstige Abteilung Attacke der Bayern: "Uli Hoeneß hätte es genauso gemacht“, sagte Hitzfeld Goal und SPOX. "Hasan hat sich vor seinen Spieler gestellt und ihn geschützt. Das ist sein Job", meinte er.

Und Salihamidzics Aussagen, Lewandowski spiele seine beste Saison in München, sind statistisch nicht falsch. So kommt er momentan bei 25 Treffern in 29 Pflichtspielen auf eine Torquote von 0,86 pro Spiel. Am Ende der vergangenen Spielzeit, seiner bisher erfolgreichsten beim deutschen Rekordmeister, lag seine Quote bei 0,83 (41 Tore in 48 Pflichtspielen).

Gegen seinen Lieblingsgegner Augsburg ist die Wahrscheinlichkeit extrem hoch, dass Lewandowski die Bilanz ausbaut: In 13 Partien gegen den FCA traf er bisher 18mal und gab fünf Torvorlagen.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Allein im Bayern-Trikot waren es elf Tore, wobei er in den vergangenen vier Duellen immer doppelt traf. Entsprechend schmerzlich vermisst wurde Lewandowski beim 1:1 im Hinspiel.

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