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Aussagen zum Steuerprozess: Minister Kutschaty droht Hoeneß mit Gefängnis-Rückkehr

10:11 MESZ 12.05.17
Uli Hoeneß 11252016
Justizminister Kutschaty haben die Aussagen des Bayern-Boss überhaupt nicht gefallen. Nun droht er Hoeneß mit einer Gefängnis-Rückkehr.

NRWs SPD-Justizminister Thomas Kutschaty hat wenig Verständnis für die Äußerungen von Uli Hoeneß in dieser Woche. Der Präsident des FC Bayern München solle beachten, dass er noch auf Bewährung sei, warnte der Politiker.

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"Offensichtlich haben 21 Monate in einem bayrischen Luxusknast mit Wochenendurlauben und Aufenthalten in der Schön-Klinik am Starnberger See nicht die gewünschte Wirkung gezeigt", stellte Kutschaty in der Bild seine Sicht der Dinge dar.

Hoeneß hatte zuvor bei einem Vortrag angegeben, mit einem Freispruch in seinem Steuerprozess gerechnet zu haben. "Ich bin der einzige Deutsche, der Selbstanzeige gemacht hat und trotzdem im Gefängnis war", sagte Hoeneß, der laut eigenen Aussagen mehr als 40 Millionen Euro Strafe bezahlte.

Für Kutschaty sind das nicht nachvollziehbare Äußerungen. "Im Steuerparadies Liechtenstein macht er sich über die ehrlichen Steuerzahler lustig", fügte er an und drohte: "Er sollte sehr vorsichtig sein. Denn er steht unter Bewährung. Und bei solchen Äußerungen kann man schon den Widerruf der Bewährung prüfen."

Im März 2014 war Hoeneß zu 3,5 Jahren Haft verurteilt worden. Er kam nach der Hälfte der Zeit im Februar 2016 auf Bewährung frei und wurde im Herbst erneut zum Präsidenten des FC Bayern gewählt.