Atleticos Saul Niguez im Goal-Interview: "Natürlich hat das wehgetan"

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Der 22-Jährige spricht über die Landesauswahl, seine Entwicklung und das verlorene CL-Finale 2016. Außerdem: Wie er die Gerüchte um Griezmann sieht.

Bei Atletico Madrid ist Saul Niguez längst eine feste Größe, mit der spanischen U21-Nationalelf hat er die EM in Polen im Visier. Im Interview mit Goal spricht der 22-Jährige über seine Perspektive in der Landesauswahl, Ziele mit Atletico, das verlorene Champions-League-Finale vergangenes Jahr - und die Zukunft von Superstar Antoine Griezmann.

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Im September 2016 sind Sie bereits für Spaniens A-Nationalmannschaft aufgelaufen, nun stehen Sie aktuell wieder im Kader der U21. Wie schätzen Sie Ihre derzeitige Situation in der Landesauswahl ein?

Saul Niguez: Ich konzentriere mich ausschließlich auf die U21. Alles, was das A-Team anbelangt, ist aktuell Bonus. Es war nicht einfach, die U21-EM in Polen zu erreichen, also müssen wir diesen wichtigen Moment genießen. Für viele von uns ist es vielleicht das letzte Mal, dass wir das spanische Nationaltrikot tragen dürfen, wir müssen kämpfen.

A-Nationalcoach Julen Lopetegui hat die U21-Spieler stets im Blick, hat Ihnen zum Debüt verholfen. Hat er mit Ihnen über seine Pläne für Sie gesprochen?

Niguez: Er weiß, dass er immer auf mich zählen kann, U21-Trainer Celades weiß, dass ich im erweiterten Kader von Lopetegui stehe. Wenn sie mich im A-Team brauchen, werde ich dort mit voller Entschlossenheit spielen und das Maximum geben.

Ihr Debüt für Atletico haben Sie bereits vor gut fünf Jahren gegeben. Wie haben Sie sich seitdem verändert?

Niguez: Ich bin in diesen Jahren enorm gewachsen. Während meiner Leihe zu Rayo Vallecano habe ich mich gut entwickelt, dafür werde ich dem Klub immer dankbar sein. Bei Atletico habe ich mir dann mit viel Hingabe einen Platz in der Startformation erarbeitet.

Sind Sie mit Atletico aus Ihrer Sicht in dieser Saison hinter den Erwartungen zurückgeblieben? Und hat das verlorene Champions-League-Finale 2016 in Mailand gegen Real noch lange nachgewirkt?

Niguez: Natürlich hat das wehgetan. Jeden schmerzt es, ein Champions-League-Finale zu verlieren. Vor allem, weil viele Spieler auch das Finale zwei Jahre zuvor schon verloren haben. Das zehrt enorm. Und, wie es Diego Simeone gesagt hat, jedes Team hätte daran zu knabbern gehabt. Aber wir sind voll da, kommen nun in die schönste Phase der Saison. Am Anfang waren wir inkonstant, ja. Aber nun kommen wir zu den entscheidenden Spielen, mit guten Aussichten, eine gute Saison zu spielen.

Im Champions-League-Viertelfinale treffen Sie auf Leicester City. Sehen Sie sich als Favorit auf den Einzug ins Halbfinale?

Niguez: Nein, das tun wir nicht. Leicester ist englischer Meister, wir wissen, wie sie spielen und dass sie mit ihrem Konterfußball große Gefahr erzeugen können. Es wird für beide Teams ein schwieriges Duell, es wird sehr hart.

Ihr Mitspieler Antoine Griezmann ist seit Monaten Gegenstand von Wechselgerüchten. Denken Sie, dass er Atletico im Sommer verlässt?

Niguez: Wir wissen es nicht. Weder Sie noch ich. Aber immer, wenn er etwas sagt, zeigt er dabei seine Wertschätzung für den Klub. Er ist glücklich mit seinen Mitspielern und seinem schönen Leben in Madrid.

Wenn Sie es entscheiden könnten, hätten Sie Griezmann gerne auch nächste Saison in ihrem Team?

Niguez: Ja! Hätte ich es in der Hand, würde Griezmann nächstes Jahr weiter mit mir zusammen spielen.

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