Ancelotti-Biograph: "Carlo wusste, dass er nächste Saison nicht mehr da ist"

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Carlo Ancelotti soll von der Vereinspolitik des FC Bayern enttäuscht gewesen sein und mit seinem vorzeitigen Abschied im Vorfeld gerechnet haben.

Carlo Ancelotti war offenbar schon vor seiner Entlassung bewusst, dass er seinen ursprünglich bis 2019 datierten Vertrag beim FC Bayern München nicht erfüllen würde. Das verriet sein Biograph Chris Brady.

FC Bayern: Nur noch ein fragiles Gebilde

Zwar habe der Italiener nicht damit gerechnet, dass seine Zeit beim deutschen Rekordmeister so schnell zu Ende gehen würde, sagte Brady der SportBild, er stellte aber klar, dass "Carlo immer wusste: Nach der Saison wird er nicht mehr da sein."

Aktuell sei Ancelotti "ausgelaugt" und "leer". Bei den Münchnern sollen dem 58-Jährigen Entscheidungen der Klubbosse missfallen haben. "Carlo würde das nie selbst sagen, aber er ist von der Vereinspolitik sehr enttäuscht. Die Verantwortlichen haben ihm eine Mannschaft gebaut, welche die großen Ziele nicht erreichen konnte", so Brady. Ancelotti sei "pragmatisch, er versucht immer, mit den Gegebenheiten so gut wie möglich umzugehen. Aber Franck Ribery ist seit zwei Jahren nicht mehr gut genug für internationales Top-Niveau. Auch Robben hat immer größere Schwierigkeiten."

Den Bayern würden daher schwere Zeiten bevorstehen, "wenn sie nicht verstehen, dass sie mehr Geld ausgeben müssen, um wieder eine gewichtige Rolle in der Champions League zu spielen", prophezeite Brady abschließend. 

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