Affäre um WM-Vergabe: Früherer DFB-Präsident Zwanziger wirft Ermittlern "Hinterlist" vor

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Theo Zwanziger hat in der Affäre um die Vergabe der WM 2006 Vorwürfe gegen die Ermittler erhoben. Diese seien voreingenommen gewesen.

Der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger hat in der Affäre um die Vergabe der WM 2006 schwere Vorwürfe gegen die Ermittler erhoben. "Ich hätte der Steuerfahndung und Staatsanwaltschaft Frankfurt ein solches Maß an Respektlosigkeit und Hinterlist bei ihren Ermittlungen nie zugetraut", sagte der 73-Jährige der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ): "Man braucht eine funktionierende Dienstaufsicht, damit sich solche Vorfälle nicht verstetigen und die Glaubwürdigkeit für sachgerechte Ermittlungen im Rechtsstaat nicht verloren geht."

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Zwanziger bezieht sich bei seiner Kritik in erster Linie auf eine angeblich unwahre Aktennotiz der Steuerfahndung, wonach er sich mit einer Aussage selbst belastet hätte. Ein weiterer Vorwurf Zwanzigers lautet, dass die Ermittler schon zu Beginn der Untersuchungen voreingenommen gewesen wären. Die zuständigen Stellen weisen das zurück.

Zwanziger, Niersbach und Schmidt der schweren Steuerhinterziehung bezichtigt

Das Landgericht Frankfurt/Main hatte Mitte Oktober die Eröffnung des Hauptverfahrens gegen drei ehemalige Spitzenfunktionäre des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) abgelehnt. Dieser Beschluss gilt für die Ex-Präsidenten Wolfgang Niersbach (67) und Zwanziger sowie den langjährigen Generalsekretär Horst R. Schmidt (76). Auch der ehemalige Generalsekretär des Weltverbandes FIFA, der Schweizer Urs Linsi (69), wird vorerst nicht weiter belangt. Die Staatsanwaltschaft legte allerdings Beschwerde gegen die Entscheidung beim Oberlandesgericht ein.

Die Staatsanwaltschaft wirft Zwanziger, Niersbach und Schmidt schwere Steuerhinterziehung vor. Die drei besaßen führende Posten im Organisationskomitee der WM 2006. Linsi wird bezichtigt, Beihilfe zu der Straftat geleistet zu haben. Insgesamt sollen die Beschuldigten rund 13,7 Millionen Euro an Steuern hinterzogen haben.

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