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Premier League

  • 2. September 2012
  • • 17:00
  • • St. Mary's Stadium, Southampton, Hampshire
  • Schiedsrichter: M. Dean
  • • Zuschauer: 31609
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ENDE
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3:2 in letzter Minute: Robin van Persie schießt Southampton im Alleingang ab

3:2 in letzter Minute: Robin van Persie schießt Southampton im Alleingang ab

Getty Images

Und wieder war es van Persie, der bei einem Team den Unterschied macht. Gegen aufopferungsvoll kämpfende Saints sicherte der Holländer den Last-Minute-Erfolg.

Southampton. Rekordmeister Manchester United gastierte beim Aufsteiger FC Southamton am dritten Spieltag der Premier League und ging mit der Parole ins Spiel, dass alles außer drei Pflichtspielpunkten ein Misserfolg wäre. Die bisherige Punktausbeute, drei Punkte aus zwei Spielen, kann und wird Manchester United nicht befriedigen können, zumal der FC Chelsea mit einer weißen Weste aus drei Spielen schon zu Saisonbeginn zu enteilen droht. Aber das ließ Robin van Persie nicht zu, dank dem Holländer gewannen die Red Devils mit 3:2.

Kalte Dusche für Manchester United

Obwohl die Jungs von Sir Alex Ferguson loslegten wie die Feuerwehr, wollte ihnen anfänglich kein Treffer gelingen. Mit geschicktem Kurzpassspiel versuchte Manchester, die Heimmannschaft in Gefahr zu bringen. In der 7. Minute zeigte van Persie dann seine individuelle Klasse: Nach einem hohen Ball aus der eigenen Spielhälfte nahm der Niederländer das Spielgerät mit der Brust mit und schoss, noch bedrängt von einem Verteidiger, den Ball direkt im Fallen mit links. Aber das Geschoss zischte am Gehäuse von Southampton vorbei. Nur rund fünf Minuten später hätte Lallana für die Saints einnetzen können, aber wieder ging die Kugel neben den Kasten.

Doch in Minute 16 war es soweit, dass es im Kasten von Manchester klingelte. Nach einer hohen Flanke von rechts schraubte sich Lambert im Strafraum hoch und nickte das Leder ins Tor der Red Devils – 1:0 und das Stadion kochte. Es folgten wütende Angriffe von ManUnited, aber das Spielgerät wollte nicht in den Kasten von Southampton. Das Heimteam stand aber auch gut gestaffelt und spielte im eigenen Stadion geschickt auf Konter.

Manchesters Welt wieder in Ordnung

In der 23. Minute zahlten sich die Angriffe des Favoriten dann endlich aus: Welbeck nahm Valencia mit. Der schaute schön, sah van Persie am langen Pfosten und brachte die Kugel punktgenau zum Holländer. Robin van Persie stoppte den Ball mit der Brust und ließ eine Flamme folgen, dass es nur so schepperte – 1:1 und wieder alles offen durch den Oranje-Star. Doch wer nun mit dem Einbruch der Saints rechnete, sah sich getäuscht. Sie lieferten sich mit Manchester einen offenen Fight. Doch sechs Minuten nach seinem Treffer zum Ausgleich wäre es fast wieder van Persie gewesen, der erneut geknipst hätte. Gefühlvoll wollte er das Leder ins Netz zirkeln, doch am Tor vorbei – das war bösartig knapp. Es ging noch einige Male hin und her, aber weder der Favorit noch das Heimteam konnte bis zur Halbzeit den Führungstreffer setzen und so ging es mit 1:1 in die Kabinen.

Southampton „on fire“

Die Saints starteten so durch, wie sie die erste Hälfte beendet hatten – mit Vollgas. Nichts war davon zu spüren, dass sie der Ausgleich von van Persie schockiert hatte. Im Gegenteil, denn sie übernahmen mehr und mehr das Spiel. Ricky Lambert und Lallana waren es, die wieder und wieder die Hintermannschaft der Reds düpierten. Und doch wäre es beinahe van Persie gewesen, die die Gäste in der 55. Minute in Front geschossen hätte. Wieder war es Valencia, der den Niederländer in Szene setzte, doch van Persie vergab leichtfertig die Möglichkeit. Dafür brach nur eine Minute ein Jubelorkan St. Mary's Stadium los, denn die Hausherren konnten erneut in Führung gehen: Der agile und stets gefährliche Lambert brachte Schneiderlin mit seiner Flanke in Position und der machte mit dem Kopf das 2:1 für Southampton. Und auch nach dem Tor drückten die Saints weiter.



Manchester musste sich etwas einfallen lassen – und verschoss einen Elfer, um dann doppelt zu knipsen

Nachdem Sir Alex Ferguson die Wechselmaschine anlaufen ließ, versuchte Manchester, aktiver zu werden. In der 69. Minute hätte dann eigentlich der Ausgleich fallen müssen – per Elfmeter. Robin van Persie wurde gefoult und wollte den Treffer selbst markieren. Doch viel zu lässig war er getreten, der Elfer. So konnte Keeper Davis zur Ecke lenken. In der Folgzeit zeigten sich die Reds zwar bemüht, aber erst einmal ohne das rechte Rezept, wie man die Saints hinten knacken kann. In der 80. Minute wurden dann die Saints ihrer Hauptakteure – Lambert und Lallana – durch Auswechslung „beraubt“. Es sollte wohl auf sicher gespielt werden. Und in der 88. Minute sollte sich exakt das Auswechselverhalten dann auch bitterböse rächen: Nachdem die Mannschaftsmotoren der Saints raus waren, konnte dann doch noch Robin van Persie den Ausgleich erzielen.

Als sich die Fans der Saints schon freuten, dem Rekordmeister vors Bein getreten zu haben, zeigte der Holländer, wieso er so gefragt ist. Und in der Nachspielzeit war es wieder der Stürmer, der Sir Alex strahlen ließ. Nach Vorarbeit von Nani ballerte die holländische Tormaschine die Kugel ins Netz und holte damit alleine das 2:3 gegen Southampton – Southampton 2 – van Persie United 3. Damit holte sich ManUnited am Ende die drei Punkte und das sehr glücklich, dank des hervorragenden van Persie.

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