1. FC Union Berlin v SV Werder Bremen - BundesligaGetty Images Sport

"Wir werden nächste Woche die Leidtragenden sein": Bundesliga-Manager äußert wegen des FC Bayern München brisanten Verdacht

Die heftige Kritik des FC Bayern München an Schiedsrichter Christian Dingert nach dem 1:1 gegen Bayer Leverkusen sorgt weiterhin für Diskussionen. Vor dem anstehenden Duell in München warnte Horst Heldt von Union Berlin vor möglichen Folgen.

  • "Das ist einfach gegenüber den anderen Wettbewerbern auch nicht in Ordnung. So ein Ausmaß. Und wir sind die Leidtragenden. Wir werden nächste Woche die Leidtragenden sein. Und das ist nicht in Ordnung", sagte Heldt bei Sky und betonte: "Das hat einfach einen anderen Aufschlag, wenn Bayern sich öffentlich zu solchen Themen äußert. Es gibt immer Situationen, in denen sich Vereine über Entscheidungen ein Stück weit aufregen. Da kann ich mich auch nicht rausnehmen. Aber das, was da gerade stattfindet, ist kein Vergleich. Das nächste Schiedsrichtergespann beim nächsten Spiel, Prost Mahlzeit."

    Auch Lothar Matthäus ordnete die Debatte ein und verwies auf eine gewisse Regelmäßigkeit solcher Diskussionen: "Ich muss eins sagen: Wir diskutieren jede Woche. Dieses Mal waren es die Bayern, eine Woche zuvor waren es die Kölner. Es sind meistens die, die mit dem Ergebnis nicht ganz zufrieden sind", sagte er und ergänzte: "Andererseits habe ich bei dem Spiel in Leverkusen nicht so viele grobe Fehlentscheidungen gesehen wie zum Beispiel die oberste Riege des FC Bayern."

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  • Horst Heldt Union Berlin 2025Getty Images

    "Nicht in Ordnung": Heldt regt sich über die Bayern auf

    Eine ähnliche Richtung schlug Augsburgs ehemaliger Manager Stefan Reuter ein: "Man sieht es oft aus seiner eigenen Sicht. Man relativiert im Nachgang vielleicht das ein oder andere. Sie haben eine komfortable Situation in der Liga und wenn sie so reagieren, dann zeigt es nur, dass sie voll dabei sind. Du lebst es und siehst auch nicht alles ganz objektiv."

    Heldt stellte zudem klar, dass sich die Münchner insgesamt kaum benachteiligt fühlen könnten, und verwies auf die Diskussion um die Gelb-Rote Karte gegen Luis Díaz, die später überprüft wurde. Seine Haltung dazu ist eindeutig: "Ich kann nur sagen, dass ich das nicht in Ordnung finde, eine Gelb-Rote Karte infrage zu stellen. Jeder weiß, dass es eine Tatsachenentscheidung ist. Das ist nicht in Ordnung."

  • Heldt will verantwortungsvollere Bayern

    Mit Blick auf eine ähnliche Szene bei Union beim 1:4 gegen Werder Bremen (Rote Karte gegen Andras Schäfer) ergänzte er: "Da waren wir anderer Ansicht. Das habt ihr wahrscheinlich gar nicht mitbekommen, dass wir eine Rote Karte bekommen haben. Das will ich damit sagen."

    Abschließend mahnte Heldt, dass die öffentliche Kritik auch Auswirkungen auf kommende Spiele haben könnte und appellierte an den Rekordmeister, verantwortungsvoller mit seiner Rolle umzugehen: "Und das muss Bayern eigentlich wissen. Sie haben in den letzten Jahren so viel richtig gemacht, deswegen stehen sie da, wo sie stehen. Aber sie müssen hin und wieder auch ihrer Verantwortung gerecht werden."

  • Bayer 04 Leverkusen v FC Bayern München - BundesligaGetty Images Sport

    FC Bayern München, Spielplan: Die nächsten Spiele des FCB

    • Mittwoch, 18. März, 21 Uhr: FC Bayern - Atalanta (Champions League)
    • Samstag, 21. März, 15.30 Uhr: FC Bayern - Union Berlin (Bundesliga)
    • Samstag, 4. April, 15.30 Uhr: SC Freiburg - FC Bayern (Bundesliga)
    • Samstag, 11. April, 18.30 Uhr: FC St. Pauli - FC Bayern (Bundesliga)

Häufig gestellte Fragen

Der FC Bayern München wurde am 27. Februar 1900 im Schwabinger Café Gisela gegründet. Gründungsmitglieder waren elf junge Männer, angeführt vom späteren ersten Präsidenten Franz John. Die Gründung bedeutete die Abspaltung vom MTV München.

An der FC Bayern München AG, die sich insbesondere um die Fußballabteilung kümmert, hält der eigetragene Verein (eV) des FC Bayern München, also die rund 400.000 Mitglieder, mit 75 Prozent den Hauptanteil. Die restlichen 25 Prozent halten die Adidas AG, die Allianz SE und die Audi AG zu gleichen Anteilen (je 8,33 Prozent).

Das Stadion des FC Bayern München befindet sich im Norden der bayerischen Landeshauptstadt (Schwabing-Freimann) und trägt den Namen Allianz Arena.

Das Stadion des FC Bayern München, die Allianz Arena, bietet bei nationalen Spielen 75.024 Plätze, bei internationalen Ansetzungen 70.000.

Der FC Bayern München hat in seiner langen Historie eine Vielzahl von nationalen und internationalen Titeln gewonnen. Darunter zählen:

  • 33-mal deutscher Meister (22/23, 21/22, 20/21, 19/20, 18/19, 17/18, 16/17, 15/16, 14/15, 13/14, 12/13, 09/10, 07/08, 05/06, 04/05, 02/03, 00/01, 99/00, 98/99, 96/97, 93/94, 89/90, 88/89, 86/87, 85/86, 84/85, 80/81, 79/80, 73/74, 72/73, 71/72, 68/69, 31/32)
  • 20-mal DFB-Pokal Sieger (19/20, 18/19, 15/16, 13/14, 12/13 , 09/10, 07/08, 05/06, 04/05, 02/03, 99/00, 97/98, 85/86, 83/84, 81/82, 70/71, 68/69, 66/67, 65/66, 56/57)
  • 3-mal Champions League Sieger (19/20, 12/13, 00/01)
  • 3-mal Europapokal der Landesmeister Sieger (75/76, 74/75, 73/74)
  • 2-mal FIFA Klub-WM Sieger (20/21, 13/14)
  • 2-mal Weltpokal Sieger (2001 , 1976)
  • 2-mal UEFA Supercup Sieger (20/21, 13/14)
  • 1-mal UEFA Cup Sieger (95/96)
  • 1-mal Europapokal der Pokalsieger Sieger (66/67)
  • 10-mal deutscher Superpokalsieger (22/23, 21/22, 20/21, 18/19, 17/18, 16/17, 12/13, 10/11, 90/91, 87/88)
  • 6-mal deutscher Ligapokalsieger (07/08, 04/05, 00/01, 99/00, 98/99, 97/98)
  • 1-mal süddeutscher Pokalsieger (56/57)

Der FC Bayern München hat 33-mal die deutsche Meisterschaft gewonnen.

Aktuell hält Thomas Müller den Rekord für die meisten Einsätze für den FC Bayern München. Müller absolvierte bislang 746 Pflichtspiele für den FCB.

Die meisten Tore für den FC Bayern München hat Gerd Müller geschossen. Die mittlerweile verstorbene Vereinslegende traf 570-mal im Dress des deutschen Rekordmeisters. Dafür brauchte er 613 Spiele.

Für den FC Bayern München spielten eine Vielzahl an legendären Fußballern. Folgende Spieler trugen allesamt das Trikot des FCB:

Oliver Kahn, Sepp Maier, Manuel Neuer, Franz Beckenbauer, Paul Breitner, Klaus Augenthaler, Philipp Lahm, David Alaba, Bixente Lizarazu, Lúcio, Georg "Katsche" Schwarzenbeck, Stefan Effenberg, Michael Ballack, Bastian Schweinsteiger, Lothar Matthäus, Franz "Bulle" Roth, Joshua Kimmich, Xabi Alonso, Franck Ribéry, Arjen Robben, Jamal Musiala, Mehmet Scholl, Uli Hoeneß, Gerd Müller, Karl-Heinz Rummenigge, Giovane Élber, Robert Lewandowski, Thomas Müller und Claudio Pizarro.

Beim FC Bayern München standen in der Geschichte viele berühmte und erfolgreiche Trainer an der Seitenlinie. Dazu gehören:

Zlatko "Tschik" Cajkovski, Udo Lattek, Dettmar Cramer, Jupp Heynckes, Erich Ribbeck, Franz Beckenbauer, Giovanni Trapattoni, Otto Rehhagel, Ottmar Hitzfeld, Felix Magath, Jürgen Klinsmann, Louis van Gaal, Pep Guardiola, Carlo Ancelotti, Hansi Flick und Thomas Tuchel.

Der Spitzname des FC Bayern München nimmt Bezug auf die Vereinsfarben. So werden die Spieler des deutschen Rekordmeisters meist nur "die Roten" genannt.

Darüber hinaus ist auch der Begriff "FC Hollywood" gebräuchlich, welchen der ehemalige Trainer Giovanni Trapattoni prägte. Der Spitzname bezieht sich auf eine turbulente Zeit des Vereins während der 90er-Jahre, als es zwischen einigen hochrangigen Spielern und Funktionären des Klubs zu Auseinandersetzungen kam - ähnlich wie in einer täglichen Seifenoper.