Anthony Gordon wäre ein sehr kostspieliger und eigentlich nicht wirklich passender Transfer. Denkt der FC Bayern trotzdem über ihn nach?
Der FC Bayern München beschäftigt sich angeblich mit einer möglichen Verpflichtung von Newcastle Uniteds Angreifer Anthony Gordon.
Wie der renommierte Transferexperte Sacha Tavolieri berichtet, soll der FCB bereits Kontakt zu Gordons Beratern aufgenommen haben. Beim deutschen Rekordmeister schließe man derzeit zumindest nicht aus, sich im Sommer um den 25-Jährigen zu bemühen, heißt es.
FC Bayern München: Anthony Gordon Thema als Backup für Luis Diaz?
Gordons Profil als schneller, dribbelstarker und torgefährlicher Offensivspieler ist für Bayern grundsätzlich interessant. Zudem kann der Engländer in der Offensive praktisch alle Positionen spielen, kommt bei Newcastle diese Saison vornehmlich als Linksaußen oder Mittelstürmer zum Einsatz.
In der ersten Reihe seiner Offensive hat der FCB angesichts der herausragenden Saison der momentanen Stammbesetzung Michael Olise, Serge Gnabry, Luis Diaz und Harry Kane keinerlei Bedarf für Neuverpflichtungen. Zudem stehen mit Supertalent Lennart Karl und dem seit Jahresbeginn wieder genesenen Jamal Musiala zwei hochkarätige Alternativen bereit, Letzterer dürfe bei Rückkehr zu seiner Topform vermehrt in die Startelf drängen.
Dennoch soll es bei Bayern Gedankenspiele geben, im Sommer einen neuen Linksaußen zu verpflichten, der als Backup von Diaz für Entlastung bei dem Kolumbianer sorgen könnte. Auch über eine Alternative zu Kane für das Sturmzentrum wird immer wieder spekuliert, hier ist Dusan Vlahovic von Juventus Turin angeblich Thema.
Gordon soll indes zwar grundsätzlich nicht abgeneigt sein, einen Wechsel nach München anzustreben - allerdings denkt Newcastle laut Tavolieri derzeit überhaupt nicht daran, den englischen Nationalspieler abzugeben.
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Arsenal soll 92 Millionen Euro für Anthony Gordon zahlen wollen
Zudem wäre es fraglich, ob Gordon bereit wäre, die Rolle als Ergänzungsspieler anzunehmen. Und Bayern dürfte kaum bereit sein, für einen Backup derart viel Geld in die Hand zu nehmen. Schließlich steht Gordon in Newcastle noch bis 2030 unter Vertrag und die Magpies sollen sich bei einem Verkauf eine Ablöse in Höhe von knapp 110 Millionen Euro vorstellen.
Anthony Gordon hat gute Chancen auf Englands WM-Kader
Gordon war derweil Anfang 2023 für 45,6 Millionen Euro Ablöse vom FC Everton nach Newcastle gewechselt. Der gebürtige Liverpooler machte diese Saison vor allem international auf sich aufmerksam, erzielte in zwölf Champions-League-Einsätzen zehn Tore. Dabei wirbelte er unter anderem gemeinsam mit Nick Woltemade, zuletzt luchste Gordon dem deutschen Nationalspieler aber vermehrt auch den Platz in Newcastles Sturmzentrum ab.
Für die englische Nationalmannschaft hat Gordon bisher 17 Länderspiele absolviert (zwei Tore). In der WM-Qualifikation brachte Nationaltrainer Thomas Tuchel ihn vereinzelt von Beginn an, insgesamt kam er auf dem Weg zur Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada auf fünf Einsätze und erzielte im Oktober beim 5:0 in Lettland einen Treffer. Gordons Chancen auf einen Platz in Englands WM-Kader stehen gut, die Three Lions bekommen es in der Gruppenphase mit Kroatien, Ghana und Panama zu tun.
Der FC Bayern München wurde am 27. Februar 1900 im Schwabinger Café Gisela gegründet. Gründungsmitglieder waren elf junge Männer, angeführt vom späteren ersten Präsidenten Franz John. Die Gründung bedeutete die Abspaltung vom MTV München.
An der FC Bayern München AG, die sich insbesondere um die Fußballabteilung kümmert, hält der eigetragene Verein (eV) des FC Bayern München, also die rund 400.000 Mitglieder, mit 75 Prozent den Hauptanteil. Die restlichen 25 Prozent halten die Adidas AG, die Allianz SE und die Audi AG zu gleichen Anteilen (je 8,33 Prozent).
Das Stadion des FC Bayern München befindet sich im Norden der bayerischen Landeshauptstadt (Schwabing-Freimann) und trägt den Namen Allianz Arena.
Das Stadion des FC Bayern München, die Allianz Arena, bietet bei nationalen Spielen 75.024 Plätze, bei internationalen Ansetzungen 70.000.
Der FC Bayern München hat in seiner langen Historie eine Vielzahl von nationalen und internationalen Titeln gewonnen. Darunter zählen:
6-mal deutscher Ligapokalsieger (07/08, 04/05, 00/01, 99/00, 98/99, 97/98)
1-mal süddeutscher Pokalsieger (56/57)
Der FC Bayern München hat 33-mal die deutsche Meisterschaft gewonnen.
Aktuell hält Thomas Müller den Rekord für die meisten Einsätze für den FC Bayern München. Müller absolvierte bislang 746 Pflichtspiele für den FCB.
Die meisten Tore für den FC Bayern München hat Gerd Müller geschossen. Die mittlerweile verstorbene Vereinslegende traf 570-mal im Dress des deutschen Rekordmeisters. Dafür brauchte er 613 Spiele.
Für den FC Bayern München spielten eine Vielzahl an legendären Fußballern. Folgende Spieler trugen allesamt das Trikot des FCB:
Oliver Kahn, Sepp Maier, Manuel Neuer, Franz Beckenbauer, Paul Breitner, Klaus Augenthaler, Philipp Lahm, David Alaba, Bixente Lizarazu, Lúcio, Georg "Katsche" Schwarzenbeck, Stefan Effenberg, Michael Ballack, Bastian Schweinsteiger, Lothar Matthäus, Franz "Bulle" Roth, Joshua Kimmich, Xabi Alonso, Franck Ribéry, Arjen Robben, Jamal Musiala, Mehmet Scholl, Uli Hoeneß, Gerd Müller, Karl-Heinz Rummenigge, Giovane Élber, Robert Lewandowski, Thomas Müller und Claudio Pizarro.
Beim FC Bayern München standen in der Geschichte viele berühmte und erfolgreiche Trainer an der Seitenlinie. Dazu gehören:
Zlatko "Tschik" Cajkovski, Udo Lattek, Dettmar Cramer, Jupp Heynckes, Erich Ribbeck, Franz Beckenbauer, Giovanni Trapattoni, Otto Rehhagel, Ottmar Hitzfeld, Felix Magath, Jürgen Klinsmann, Louis van Gaal, Pep Guardiola, Carlo Ancelotti, Hansi Flick und Thomas Tuchel.
Der Spitzname des FC Bayern München nimmt Bezug auf die Vereinsfarben. So werden die Spieler des deutschen Rekordmeisters meist nur "die Roten" genannt.
Darüber hinaus ist auch der Begriff "FC Hollywood" gebräuchlich, welchen der ehemalige Trainer Giovanni Trapattoni prägte. Der Spitzname bezieht sich auf eine turbulente Zeit des Vereins während der 90er-Jahre, als es zwischen einigen hochrangigen Spielern und Funktionären des Klubs zu Auseinandersetzungen kam - ähnlich wie in einer täglichen Seifenoper.