Es war ein Protest der besonderen Art: Einige Anhänger des FC Torino haben ihrem Unmut über Präsident Urbano Cairo zuletzt Luft gemacht, indem sie vor dem Trainingszentrum des Klubs einen Haufen Mist hinterließen. Dazu hängten sie ein Banner mit dem unmissverständlichen Plakat auf: "Scheiße wie Cairo".
Das war allerdings bei weitem nicht die erste Protestaktion der Fans. Schon seit Jahren ist Cairo für viele Anhänger der Granatroten ein rotes Tuch. In Turin fanden bereits zahlreiche Protestmärsche gegen ihn statt. Zuletzt hatten die Ultras zudem mehrfach die Fankurve verwaist gelassen und Tickets auf der Haupttribüne in der Nähe des VIP-Bereichs erworben. Von dort aus richteten sie sich direkt in Richtung des Klub-Präsidenten, der wie bei vielen italienischen Klubs auch gleichzeitig der Haupteigentümer ist, und forderten ihn mit nicht jugendfreien Worten zum Verkauf des Vereins auf. Vor dem Heimspiel gegen Lazio vor wenigen Wochen war ein Bild des 68-Jährigen vor dem Stadio Olimpico Grande Torino zu sehen, versehen mit der Aufschrift: "Zutritt verboten", und für das Duell mit Parma am Freitagabend ist ein weiterer Fanstreik angekündigt.







