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"Prüfen, ob sie uns besser machen können": BVB-Sportvorstand Lars Ricken spricht über Transfergerüchte um Nick Woltemade, Fisnik Asllani und Jadon Sancho

Die Berichte über angebliche Gedankenspiele in Dortmund bezüglich Woltemade und auch Fisnik Asllani seien eine "kalte Spur", sagte der Sportgeschäftsführer der Schwarzgelben in einem Interview mit der Sport Bild und verwies darauf, dass der BVB in der Sturmspitze mit Serhou Guirassy und Fabio Silva "hervorragend aufgestellt" sei.

  • Die Bild hatte berichtet, dass die Dortmunder im Falle eines Abgangs von Guirassy an eine Rückholaktion von Woltemade in die Bundesliga denken würden. Auslöser war ein ebenfalls von der Bild lanciertes Gerücht, dass Guirassy die Schwarzgelben im kommenden Sommer trotz laufenden Vertrags bis 2028 verlassen wolle. 

    Woltemade war im vergangenen Sommer für 95 Millionen Euro vom VfB Stuttgart zu Newcastle United gewechselt, erlebt dort aber zumindest in puncto Torerzielung nach einem starken Start eine handfeste Krise, weil er von Trainer Eddie Howe schlichtweg kaum noch auf seiner Paradeposition eingesetzt wird.

    "Ich weiß, dass man mich mit Toren verbindet, aber man kann die Torquote eines Stürmers ja nicht mit der eines Mittelfeldspielers vergleichen, der 50, 60, 70 Meter vom gegnerischen Tor entfernt spielt", sagte Woltemade zuletzt gegenüber der Süddeutschen Zeitung und stellte fest: "Ich bin im Moment ein komplett anderer Nick Woltemade, als ich das zu Saisonbeginn war!"

    Die Magpies nach nur einem Jahr wieder verlassen, das wolle Woltemade auch laut Bild nicht. Und Interesse gibt es laut Ricken auch nicht, weil nach Meinung des BVB-Bosses kein Handlungsbedarf bestehe - das gilt auch für die brodelnde Gerüchteküche rund um Fisnik Asllani, der spätestens seit der Ankunft von Ole Book als neuer Sportdirektor in Dortmund mit einem Wechsel zum BVB in Verbindung gebracht wird. 

    Book hatte Asllani einst auf Leihbasis zur SV Elversberg geholt und dem kosovarischen Nationalspieler somit den Weg zu seinem endgültigen Durchbruch im deutschen Profifußball geebnet. Doch auch für einen Asllani-Wechsel gilt laut Ricken: "Dieses Profil haben wir in zweifacher Ausführung!"

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    Kommt Jadon Sancho im Sommer zurück zum BVB?

    Konkreter stellte Ricken indes das BVB-Interesse an eine abermalige Rückkehr von Jadon Sancho dar, schließlich gehe es in den Transferplanungen in der Offensive insbesondere darum "die Kreativität und Scorerpunkte von Julian Brandt" aufzufangen. Der 29-Jährige wird den BVB zum Saisonende wie Niklas Süle und ablösefrei verlassen.

    Ein Kandidat soll diesbezüglich Sancho sein, auch weil er zumindest finanziell in das Suchprofil der Dortmunder passen könnte, schließlich wäre er im kommenden Sommer ablösefrei zu haben. "Natürlich suchen wir nach einem Offensivspieler, der Qualität mitbringt, uns direkt weiterhelfen kann und keine utopische Ablösesumme erfordert", sagte Ricken dazu und stellte auf konkrete Nachfrage zu Sancho klar: "Wir prüfen, ob sie uns besser machen können. Das machen wir auch bei Jadon."

    Der 26-Jährige spielte von 2017 bis 2021 in Dortmund und schaffte dort den Durchbruch. Sein 85 Millionen Euro schwerer Wechsel zu Manchester United stand jedoch nie unter einem guten Stern. Nach einem Zerwürfnis mit dem damaligen Trainer Erik ten Hag kehrte Sancho im Januar 2024 für eine Halbserie zum BVB zurück und war ein wichtiger Eckpfeiler auf dem Weg ins Champions-League-Finale.

Häufig gestellte Fragen

Der Ballspielverein Borussia 09 e. V. Dortmund wurde am 19. Dezember 1909 in Dortmund gegründet. 

Die Lizenzfußballabteilung des BVB ist seit 1999 als Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA aus dem Ballspielverein Borussia 09 e.V. ausgegliedert und börsennotiert. Aktionäre mit höheren Anteilen sind beispielsweise die Sponsoren Evonic, Signal Iduna und Puma. Die Kontrolle über den Verein behält allerdings die Komplementär-GmbH Borussia Dortmund Geschäftsführungs-GmbH, die dem Verein weiterhin zu 100 Prozent gehört.

Das Stadion heißt seit Dezember 2005 offiziell Signal-Iduna-Park, wird allerdings häufig noch Westfalenstadion genannt - der frühere Name.

Der Signal-Iduna-Park ist mit einer Kapazität von 81.365 Fans bei nationalen Spielen eines der größten Fußballstadien Europas. Bei internationalen Partien, wenn Steh- zu Sitzplätzen umgewandelt werden müssen, passen rund 66.000 Menschen in das Stadion. 

Borussia Dortmund hat in der Vereinsgeschichte insgesamt 22 Titel gewonnen, darunter auch einmal die Königsklasse: Im Jahr 1997 schlug der BVB im Finale Juventus Turin mit 3:1.

Die Dortmunder haben neben fünf DFB-Pokalsiegen auch die nationale Meisterschaft häufig gewonnen. Mit acht Titeln sind sie der dritterfolgreichste Klub nach dem 1. FC Nürnberg (9 Meisterschaften) und dem FC Bayern München (34 Meisterschaften).

Die meisten Pflichtspiele im BVB-Trikot hat Michael Zorc absolviert (562 Partien von 1981 bis 1998), gefolgt von Mats Hummels (508 Einsätze zwischen 2008 und 2024).

Toptorschütze der Borussia ist Adi Preißler mit 177 Toren in 278 Einsätzen in den 40er- und 50er-Jahren. Knapp hinter ihm liegt Marco Reus mit 170 Buden.

Der BVB hatte zahlreiche prominente Spieler in seinen Reihen, beispielsweise Matthias Sammer, Michael Zorc, Lars Ricken, Karl-Heinz Riedle, Jürgen Kohler, Stefan Reuter, Dede, Robert Lewandowski, Marco Reus, Jude Bellingham, Erling Haaland oder Mats Hummels.

Auch an der Seitenlinie standen einige prominente Namen. Unter Ottmar Hitzfeld gewann der Klub neben Meisterschaften in 1997 die Champions League, auch unter Jürgen Klopp (u.a. 2x Meisterschaft, 2x DFB-Pokal), Thomas Tuchel (DFB-Pokal) und Matthias Sammer (Meisterschaft) sammelte Dortmund einige Trophäen.

Spitznamen hat Borussia Dortmund einige. Die Abkürzung "BVB" ist die gängigste Bezeichnung, auch "die Schwarz-Gelben" und "die Borussen" fallen oft.