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"Nicht nur mit Taktik, sondern da ist viel Emotion dabei": Vincent Kompany brachte Bayern München in Mainz mit deutlicher Ansage zurück in die Spur

Leon Goretzka hat verraten, dass eine gepfefferte Kabinenansprache von Trainer Vincent Kompany den Grundstein für Bayern Münchens spektakuläre Wende in Mainz legte.

  • Bayern-Star Leon Goretzka verrät: "In der Halbzeit ordentlich den Kopf gewaschen bekommen"

    "In der Halbzeit haben wir ordentlich den Kopf gewaschen bekommen und uns dann wieder auf das berufen, was uns stark gemacht hat", sagte Goretzka nach dem 4:3-Auswärtssieg im Bundesligaspiel beim FSV Mainz 05 am Samstagnachmittag bei DAZN. Zur Pause hatten die personell ordentlich durchrotierten Bayern mit 0:3 zurück gelegen.

    "Man kann mal Rückschläge haben, aber es kommt immer darauf an, wie man darauf reagiert", so Goretzka weiter. Der Mittelfeldspieler hatte den FCB zum ersten Mal überhaupt als Kapitän auf den Platz geführt, die erste Halbzeit war aus Sicht des bereits feststehenden deutschen Meisters aber eine zum Vergessen.

    Trainer Vincent Kompany hatte mit Blick auf den ersten Akt des Champions-League-Halbfinalkrachers bei Paris Saint-Germain am Dienstag kräftig rotiert. Dayot Upamecano und Joshua Kimmich reisten erst gar nicht mit nach Mainz, zudem saßen aus Schonungszwecken mit Michael Olise, Harry Kane, Jamal Musiala, Manuel Neuer, Jonathan Tah und Josip Stanisic sechs weitere Stammspieler zunächst auf der Bank. Ein Nebeneffekt der XXL-Rotation war das Startelfdebüt von Mittelfeldtalent Bara Sapoko Ndiaye, der 18-Jährige erwischte allerdings keinen guten Tag.

    Mainz legte hingegen eine furiose erste Halbzeit hin und führte bei Seitenwechsel nach den Toren von Dominik Kohr (15. Minute), Paul Nebel (29.) und Sheraldo Becker (45.+2) mit 3:0.

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  • FC Bayern MünchenGetty Images

    FC Bayern München biegt 0:3 in Mainz noch um

    Bei Sky auf seine Kabinenansprache angesprochen, antwortete Kompany zunächst schmunzelnd und natürlich mit viel Ironie: "Es war sehr viel Lob dabei." Dann führte der 40-jährige Belgier aber noch ernsthaft aus: "Ich habe in meiner Karriere auch schon als Kapitän und Führungsspieler solche Momente erlebt. Ich weiß, wie es sich dann anfühlt in der Kabine: Es steht 3:0 für den Gegner, du denkst das Spiel ist vorbei. Aber dann muss man diese Wut haben, es innerlich nicht zu akzeptieren. Und einfach Vollgas geben, den Gegner unter Druck setzen bis zur letzten Minute. Das haben die Jungs dann gemacht."

    Eine derartige Reaktion provoziere man "nicht nur mit Taktik, sondern da ist viel Emotion dabei", betonte Kompany, der zur zweiten Halbzeit mit den Einwechslungen von Kane und Olise auf den schwachen ersten Durchgang reagierte. Schon in der 53. Minute sorgte Nicolas Jackson für das 1:3 aus Münchener Sicht, in den letzten 20 Minuten drehte Bayern schließlich die Partie. Dabei wirkten seit der 57. Minute auch Musiala und Stanisic mit.

    Olise stellte in der 73. Minute mit einem traumhaften Schlenzer den Anschluss her, ehe Musiala wenige Minuten später auf 3:3 stellte. Kurz darauf war es letztlich Kane vorbehalten, mit seinem Tor zum 4:3-Endstand doch noch für einen Münchener Sieg zu sorgen. "Am Ende war es so sogar ein bisschen geiler, als wenn wir das Spiel 3:0 gewonnen hätten", konnte Goretzka dem Spielverlauf etwas Positives abgewinnen.

  • Sieg war für Bayern drei Tage vor Hinspiel bei PSG enorm wichtig

    Für die Liga war das Spiel aus FCB-Sicht rein sportlich gesehen bedeutungslos, da der 35. Meistertitel schon seit dem 4:2-Erfolg über den VfB Stuttgart am vergangenen Wochenende feststeht. Allerdings war die Aufholjagd für Bayern wichtig, um mit einem guten Gefühl ins das Hinspiel gegen PSG zu gehen.

    Bereits am Dienstag steht auswärts das erste Halbfinalduell mit den Franzosen an. Acht Tage später gastiert PSG dann zum Rückspiel in München, wo die Entscheidung darüber fällt, wer ins Champions-League-Finale einzieht. Dort würde auf Bayern entweder der FC Arsenal oder Atletico Madrid warten.

  • FC Bayern München: Die nächsten Spiele des FCB

    Datum

    Spiel

    Wettbewerb

    Dienstag, 28. April

    Paris Saint-Germain vs. FC Bayern München

    Champions League

    Samstag, 2. Mai

    FC Bayern München vs. 1. FC Heidenheim

    Bundesliga

    Mittwoch, 6. Mai

    FC Bayern München vs. Paris Saint-Germain

    Champions League

    Samstag, 9. Mai

    VfL Wolfsburg vs. FC Bayern München

    Bundesliga

Häufig gestellte Fragen

Der FC Bayern München wurde am 27. Februar 1900 im Schwabinger Café Gisela gegründet. Gründungsmitglieder waren elf junge Männer, angeführt vom späteren ersten Präsidenten Franz John. Die Gründung bedeutete die Abspaltung vom MTV München.

An der FC Bayern München AG, die sich insbesondere um die Fußballabteilung kümmert, hält der eigetragene Verein (eV) des FC Bayern München, also die rund 400.000 Mitglieder, mit 75 Prozent den Hauptanteil. Die restlichen 25 Prozent halten die Adidas AG, die Allianz SE und die Audi AG zu gleichen Anteilen (je 8,33 Prozent).

Das Stadion des FC Bayern München befindet sich im Norden der bayerischen Landeshauptstadt (Schwabing-Freimann) und trägt den Namen Allianz Arena.

Das Stadion des FC Bayern München, die Allianz Arena, bietet bei nationalen Spielen 75.024 Plätze, bei internationalen Ansetzungen 70.000.

Der FC Bayern München hat in seiner langen Historie eine Vielzahl von nationalen und internationalen Titeln gewonnen. Darunter zählen:

  • 33-mal deutscher Meister (22/23, 21/22, 20/21, 19/20, 18/19, 17/18, 16/17, 15/16, 14/15, 13/14, 12/13, 09/10, 07/08, 05/06, 04/05, 02/03, 00/01, 99/00, 98/99, 96/97, 93/94, 89/90, 88/89, 86/87, 85/86, 84/85, 80/81, 79/80, 73/74, 72/73, 71/72, 68/69, 31/32)
  • 20-mal DFB-Pokal Sieger (19/20, 18/19, 15/16, 13/14, 12/13 , 09/10, 07/08, 05/06, 04/05, 02/03, 99/00, 97/98, 85/86, 83/84, 81/82, 70/71, 68/69, 66/67, 65/66, 56/57)
  • 3-mal Champions League Sieger (19/20, 12/13, 00/01)
  • 3-mal Europapokal der Landesmeister Sieger (75/76, 74/75, 73/74)
  • 2-mal FIFA Klub-WM Sieger (20/21, 13/14)
  • 2-mal Weltpokal Sieger (2001 , 1976)
  • 2-mal UEFA Supercup Sieger (20/21, 13/14)
  • 1-mal UEFA Cup Sieger (95/96)
  • 1-mal Europapokal der Pokalsieger Sieger (66/67)
  • 10-mal deutscher Superpokalsieger (22/23, 21/22, 20/21, 18/19, 17/18, 16/17, 12/13, 10/11, 90/91, 87/88)
  • 6-mal deutscher Ligapokalsieger (07/08, 04/05, 00/01, 99/00, 98/99, 97/98)
  • 1-mal süddeutscher Pokalsieger (56/57)

Der FC Bayern München hat 33-mal die deutsche Meisterschaft gewonnen.

Aktuell hält Thomas Müller den Rekord für die meisten Einsätze für den FC Bayern München. Müller absolvierte bislang 746 Pflichtspiele für den FCB.

Die meisten Tore für den FC Bayern München hat Gerd Müller geschossen. Die mittlerweile verstorbene Vereinslegende traf 570-mal im Dress des deutschen Rekordmeisters. Dafür brauchte er 613 Spiele.

Für den FC Bayern München spielten eine Vielzahl an legendären Fußballern. Folgende Spieler trugen allesamt das Trikot des FCB:

Oliver Kahn, Sepp Maier, Manuel Neuer, Franz Beckenbauer, Paul Breitner, Klaus Augenthaler, Philipp Lahm, David Alaba, Bixente Lizarazu, Lúcio, Georg "Katsche" Schwarzenbeck, Stefan Effenberg, Michael Ballack, Bastian Schweinsteiger, Lothar Matthäus, Franz "Bulle" Roth, Joshua Kimmich, Xabi Alonso, Franck Ribéry, Arjen Robben, Jamal Musiala, Mehmet Scholl, Uli Hoeneß, Gerd Müller, Karl-Heinz Rummenigge, Giovane Élber, Robert Lewandowski, Thomas Müller und Claudio Pizarro.

Beim FC Bayern München standen in der Geschichte viele berühmte und erfolgreiche Trainer an der Seitenlinie. Dazu gehören:

Zlatko "Tschik" Cajkovski, Udo Lattek, Dettmar Cramer, Jupp Heynckes, Erich Ribbeck, Franz Beckenbauer, Giovanni Trapattoni, Otto Rehhagel, Ottmar Hitzfeld, Felix Magath, Jürgen Klinsmann, Louis van Gaal, Pep Guardiola, Carlo Ancelotti, Hansi Flick und Thomas Tuchel.

Der Spitzname des FC Bayern München nimmt Bezug auf die Vereinsfarben. So werden die Spieler des deutschen Rekordmeisters meist nur "die Roten" genannt.

Darüber hinaus ist auch der Begriff "FC Hollywood" gebräuchlich, welchen der ehemalige Trainer Giovanni Trapattoni prägte. Der Spitzname bezieht sich auf eine turbulente Zeit des Vereins während der 90er-Jahre, als es zwischen einigen hochrangigen Spielern und Funktionären des Klubs zu Auseinandersetzungen kam - ähnlich wie in einer täglichen Seifenoper.