Germany v Ghana - International FriendlyGetty Images Sport

"Junge, 633 Tage zu spät dieser Pfiff!" Handspiel von Cucurella wird bei Deutschlands Länderspiel gegen Ghana plötzlich zum Thema

Als Stuart Attwell kurz vor Ende der ersten Halbzeit des deutschen Testspiels gegen Ghana erst an den Monitor des VAR trat und nur Sekunden später auf den Punkt zeigte, schloss sich endgültig auf bizarre Weise ein Kreis. 

  • Schiedsrichter Attwell war bei EM-Viertelfinale von Deutschland gegen Spanien als VAR im Einsatz

    Angelo Stiller hatte aus kurzer Distanz und spitzem Winkel abgezogen, war jedoch an Jonas Adjeteys Arm gescheitert. Der Ball wäre aufs Tor gegangen, womöglich sogar ins Tor. Es gab somit vollkommen zurecht Strafstoß für die deutsche Nationalmannschaft und ARD-Kommentator Phillip Sohmer konnte sich angesichts der Parallelität der Ereignisse einen Seitenhieb auf den Unparteiischen aus England nicht verkneifen.

    "Junge, 633 Tage zu spät dieser Pfiff!", entfuhr es Sohmer. Hintergrund: Beim dramatischen Ausscheiden des DFB-Teams im Viertelfinale der Heim-EM gegen Spanien war Attwell der Video Assistant Referee. Dem Gespann um Anthony Taylor und Attwell unterlief damals ein verhängnisvoller Fehler, als ein klares Handspiel von Marc Cucurella nach einem Abschluss von Jamal Musiala in der 106. Minute der Verlängerung nicht elfmeterwürdig geahndet wurde.

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  • Havertz DFBGetty Images

    DFB-Drama gegen Spanien bei der EM: Attwell bei Begrüßung ausgepfiffen

    Taylor entschied damals sofort auf "kein Handspiel", von Attwell kam keine Meldung über diese klare Fehlentscheidung, die damals auch die UEFA in einem Bericht sogar eingestand. Es hätte einen Elfmeter geben müssen, da Cucurellas Arm nicht dicht am Körper war und die Körperfläche unnatürlich vergrößert wurde. Der Spanier wurde bei seinen folgenden Einsätzen auf deutschem Boden massiv ausgepfiffen.

    Das Schicksal ereilte nun auch Attwell. Wie ntv berichtet, sei der Unparteiische auch bei seiner Begrüßung am Montagabend im Stuttgarter Stadion ausgepfiffen worden - übrigens exakt dem Stadion, in dem sich 633 Tage zuvor das deutsche "Drama dahoam" abgespielt hatte. "Herzlich willkommen, Stuart Attwell", soll der Stadionsprecher vor dem Testspiel gegen Ghana gerufen haben, anschließend seien etliche Pfiffe im Rund deutlich hörbar gewesen.

    Immerhin: Dank seiner diesmal richtigen Entscheidung ging die DFB-Elf kurz vor der Pause doch noch mit 1:0 gegen Ghana in Führung. Kai Havertz ließ Benjamin Asare nicht den Hauch einer Chance und schob souverän ein. 

    Attwell wurde 2008 zum jüngsten Unparteiischen der Premier League und pfeift seit 2009 auf FIFA-Ebene. 238 Spiele in der höchsten englischen Spielklasse hat er mittlerweile auf dem Buckel. In der Champions League durfte er bis dato jedoch erst drei Qualifikationsspiele pfeifen.

Häufig gestellte Fragen

Ihr Dachverband DFB wurde am 28. Januar 1900 gegründet. Achte Jahre und gut zwei Monate später, im April 1908, stieg das erste Länderspiel. Dieses verlor die deutsche Nationalmannschaft in der Schweiz mit 3:5.

Sie hat keinen Eigentümer im engsten Sinne, denn die Verwaltung erfolgt durch den DFB.

Anders als andere Nationalmannschaften hat die deutsche kein festes Heimstadion. Deutschland spielt im Berliner Olympiastadion, in der Allianz Arena, im Signal Iduna Park und aber auch in anderen Anlagen.

Das lässt sich aufgrund Deutschlands vieler Spielstätten nicht pauschal sagen.

Die deutsche Nationalmannschaft hat sich viermal zum Weltmeister, dreimal zum Europameistermeister und 2017 zum Konföderationen-Pokalsieger gekrönt.

Lothar Matthäus ist mit 150 Auftritten Deutschlands Rekordteamspieler. Ebenfalls auf dem Podest und dreistellig sind Miroslav Klose (137) sowie Thomas Müller (131). 

Mit 71 Treffern in 137 Länderspielen führt Miroslav Klose vor Gerd Müller, der in 62 Auftritten 68-mal eingenetzt hat.

Unter anderem Franz Beckenbauer, Gerd Müller, Lothar Matthäus, Miroslav Klose, Philipp Lahm, Manuel Neuer, Toni Kroos u.v.m.

In erster Linie "DFB Team", aber etwa auch "DFB Auswahl".