"Christos ist jemand, der sich Woche für Woche beweist", sagt der ehemalige Club-Trainer Nicky Hayen. "Nicht nur in Bezug auf Statistiken oder seine gefährlichen Tiefenläufe. Auch seine Mentalität macht ihn zu einem großen Gewinn für uns. Er passt sehr gut in den Kader. Ein Vorzeigeprofi, mit dem man jeden Tag zusammenarbeiten möchte."
Seine Eltern können dem nur zustimmen. "Er ist entschlossen und steht mit beiden Beinen fest auf dem Boden. Er ist ein ruhiger Junge, der hart arbeitet", sagt seine Mutter über ihren "Golden Boy". Sie fügt schnell hinzu: "Und er ist ein wählerischer Esser!" Tzolis kann das nicht abstreiten.
"Letzten Sommer, als ich gerade erst hier angekommen war, fuhren wir zu einem Trainingslager in die Niederlande. Jeden Abend stand Tzatziki auf dem Tisch. Ich glaube, ich war der Einzige, der es nicht gegessen hat. Und alle haben nur gelacht. Seitdem nennen sie mich 'Tzatziki'."
Auch die belgische Presse zeichnet ein recht treffendes Bild von "Tzatziki". "Er ist ein liebenswerter, netter Kerl, aber er steht gerne im Rampenlicht. Um auf dem Platz zu glänzen und abseits davon Anerkennung zu bekommen." Als Tzolis im Januar den Goldenen Schuh als Torschützenkönig verpasste, war er daher "absolut am Boden zerstört".
"Bin ich enttäuscht? Ja, das bin ich. Denn ehrlich gesagt hatte ich das überhaupt nicht erwartet", sagte der Grieche, nachdem Ardon Jashari den Preis gewonnen hatte. In Belgien sprechen Journalisten von einem "massiven Formtief". "Seit er den Goldenen Schuh nicht bekommen hat, kämpft er. Das sieht man nicht nur an seinen Leistungen, sondern auch an seinem Gesicht."
Doch nun stimmen die Statistiken bei Tzolis wieder. Mit drei Toren und zwei Vorlagen in den letzten vier Ligaspielen – und einem Tor im Champions-League-Spiel gegen Atletico Madrid – scheint die Formkrise vorbei zu sein.