Der Belgier, der die spektakuläre 4:5-Niederlage seines Teams wegen seiner Gelbsperre von der Pressetribüne beobachten musste, beschwerte sich über gleich zwei Pfiffe des Schweizer Unparteiischen Sandro Schärer zugunsten der Hausherren.
Getty Images SportGleich zwei Tore von PSG hätten laut Vincent Kompany nicht zählen dürfen: Trainer des FC Bayern München übt Kritik am Schiedsrichter - und wendet sich an die Fans
Ärger um Handelfmeter: Kimmich forderte sogar eine Regeländerung
"Zwei der Tore in der ersten Hälfte sind ein Elfmeter und eine Ecke", sagte Kompany bei CBS Sports, als nach nach einem Mittel gegen weitere Gegentreffer im Rückspiel gefragt wurde: "Der Elfmeter ist kein Elfmeter, meiner Meinung nach. Er (der Ball; Anm. d. Red.) geht vom Körper zur Hand, außer die Regeln sind anders ..." Dabei spielte der 40-Jährige auf den Handelfmeter an, den Schärer PSG kurz vor dem Pausenpfiff zugesprochen und Ousmane Dembele zum zwischenzeitlichen 3:2 verwandelt hatte.
In besagter Szene war eine Hereingabe von rechts von Alphonso Davies Hüfte an dessen Arm geprallt, nach Eingriff des VAR und Sichtung der Bilder am Spielfeldrand zeigte Schärer dennoch auf den Punkt. Die Szene sei "höchst diskutabel" gewesen, legte Kompany in der Mixed Zone nach: "Von den Bildern, die ich gesehen habe, sieht es so aus, als ob der Ball erst gegen den Körper geht und dann an den Arm. Wenn das der Fall ist, dann ist es kein Elfmeter." Auch Joshua Kimmich zweifelte die Entscheidung im Anschluss an und forderte eine Anpassung der Regel.
Schiedsrichterexperte Lutz Wagner von Prime Video hatte Schärer ob des Regelwerks hingegen Recht gegeben. "Der linke Arm geht raus und vergrößert die Abwehrfläche. Aus meiner Sicht ist es durchaus ein strafbares Handspiel, weil die Körperfläche verbreitert wird. Nach diesen Bildern eine korrekte Entscheidung", sagte er.
AFPPSG: Hätte auch der Treffer zum 2:1 nicht zählen dürfen?
Außerdem kritisierte Kompany den Eckball, der PSG erstmals in Führung gebracht hatte (2:1): "Der Ball geht durch die Beine. Natürlich muss man es besser verteidigen, aber niemand berührt den Ball, es ist also nicht einmal eine Ecke."
Gleichzeitig betonte Kompany aber, dass PSG davon abgesehen jede Menge Gefahr ausgestrahlt hatte. Die Entscheidungen des Schiedsrichters seien lediglich "der Anfang der Analyse".
Schließlich erzielten die Gastgeber drei weitere Tore und führten zwischenzeitlich sogar mit 5:2. Der Doppelschlag durch Dayot Upamecano und Luis Diaz sorgte letztlich für das torreichste Halbfinale der Champions-League-Geschichte.
"Das ist meine einzige Bitte": Kompany fordert Bayern-Fans auf
Im Rückspiel in einer Woche (6. Mai, 21 Uhr) brauchen die Bayern somit in jedem Fall einen Sieg, um ins Finale von Budapest einzuziehen. "Wir bekommen fünf Gegentore, da bist du eigentlich ausgeschieden. Aber wir haben in Paris vier Tore gemacht. Wir können Tore machen, das haben wir gezeigt. Und das werden wir zu Hause auch machen", sagte Kompany.
Obendrein richtete er sich auf der anschließenden Pressekonferenz direkt an die heimischen Fans. "Das ist meine einzige Bitte", erklärte er eingangs und führte aus: "Wenn einer eine Karte gekauft hat und er fühlt sich am Spieltag nicht wohl, soll er zu Hause bleiben und seine Karte denjenigen geben, die fit sind und diese Wucht in der Allianz Arena mitnehmen können. Es ist für uns wichtig, dass 75.000 Leute in der Allianz Arena sind und uns den Support geben, das Spiel zu gewinnen. Das brauchen wir."



