FC Bayern MünchenGetty Images

Die Bestia Negra meldet sich mit einem Update zurück: Doch der FC Bayern München macht Real Madrid dennoch Hoffnungen!

Nach 25 sieglosen Jahren im angsteinflößenden Bernabeu war es einer der vielen Themen vor dem ersten Duell zwischen dem FC Bayern München und Real Madrid binnen acht Tagen in der Champions League: Erwacht La Bestia Negra aus ihrem Tiefschlaf und feierte eine Rückkehr in der spanischen Hauptstadt?

  • 90 Minuten später beantworteten die Bayern die Frage durch ein eindrucksvolles 2:1-Sieg im Hinspiel mit einem kurz und knappen "Ja"! Der legendäre Spitzname, der einer Legende nach seinen Ursprung in einem Testspiel-Kantersieg des deutschen Rekordmeisters von 1980 hat, ist mit blankem Hohn für die Königlichen verbunden. Das 1:9 vor knapp 46 Jahren stellt bis heute die höchste Niederlage der Klubgeschichte dar, in Pflichtspielen war es ein 1:8 gegen Espanyol Barcelona 1930.

    Spott für Real ist nach dem Spektakel am Dienstag zwar nicht angebracht. Drastische Worte wählte die spanische Presse dennoch. Die Madrilenen seien den Bayern über "eine Stunde lang hilflos ausgeliefert" gewesen, schrieb die ortsansässige AS. Laut der Marca ist im Rückspiel in München sogar ein "Wunder nötig". 

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    FC Bayern München: Die Bestia Negra meldet sich mit einem Upgrade zurück

    In Teilen traf es die stets gegenüber ihrer heimischen Teams sehr kritisch eingestellte Medienlandschaft Spaniens, sofern sie nicht gewinnen, damit auf den Punkt. Die Bayern dominierten die Partie über weite Strecken tatsächlich, zeigten eine in allen Mannschafsteilen aufopfernde Leistung und hätten sogar noch höher gewinnen können. Wenn nicht sogar müssen. Allerdings hatte der FCB in einigen Situationen auch schlichtweg das Quäntchen Glück auf seiner Seite, das es auf diesem Niveau zweifellos braucht. 

    Die Bestia Negria hat sich also mit einem Upgrade zurückgemeldet und scheint nun auch wieder Fortuna auf ihrer Seite zu haben, was den Rivalen im Rennen um den Henkelpott durchaus Sorgenfalten bereiten dürfte. Eine Tatsache, die den Münchnern in der jüngeren Vergangenheit nicht unbedingt vergönnt war, sobald es in der Königsklasse ums Eingemachte ging - insbesondere gegen Real in den Zehner-Jahren

    Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Mannschaft von Trainer Alvaro Arbeloa sowohl in der ersten als auch in der zweiten Hälfte zu einigen Hochkarätern gegen "das aktuell vielleicht beste Team Europas" gekommen war. Der expected-Goals-Wert von 1,97 spricht dahingehend Bände. Manuel Neuer machte einem größeren Comeback mit einem Auftritt wie zu seinen besten Zeiten jedoch einen Strich durch die Rechnung und bekam nach Abpfiff berechtigterweise Lobesyhmnen von allen Seiten ab

    Gleichwohl durfte sich der Kapitän auch zweimal glücklich schätzen, dass seine beiden Aussetzer im ersten Spielabschnitt unbestraft blieben. Gewohnt risikofreudig in Umschaltmomenten bügelte der 40-Jährige zunächst einen missratenen Abschlag selbst aus, ehe er wenig später einen Abwurf auf einen gegnerischen Rücken schleuderte und der Ball von Reals Ausnahmekönnern anschließend nicht kontrolliert wurde. Kurz vor Schluss folgte einer seiner riskanten Ausflüge, der das Münchner Nervenkostüm nochmals belastete. Zudem verfiel Dayot Upamecano einmal in alte Muster und leistete sich einen haarsträubenden Timing-Fehler, woraufhin Vinicius Junior nur das Außennetz des leeren Kastens traf. 

  • Real Madird darf hoffen: Der FC Bayern München braucht eine weitere Glanzvorstellung

    Es lässt sich kaum vermeiden, Reals Weltklasse-Offensive - trotz der Defizite seit dem Abschied von Mittelfeld-Duo Toni Kroos und Luka Modric - über 90 Minuten den Garaus zu machen. Das merkte auch Vincent Kompany nach seinem 100. Spiel als FCB-Coach bei Prime Video an. "Ich weiß nicht, ob man bei diesen Spielern immer Kontrolle haben kann", sagte er und betonte: "Es gibt keine Erfolge auf diesem Level, ohne diese Momente von einem Torwart, Verteidiger oder einem Stürmer. Das werden wir nächste Woche wieder brauchen."

    Der Belgier sprach indes von einem offenen Schlagabtausch, hob aber die insgesamt besseren Chancen auf Bayern-Seite hervor. "Wenn wir diese wieder bekommen, glaube ich, dass wir sie dann auch machen." Wie kaltschnäuzig die Offensive sein kann, untermauerten Luis Diaz und Harry Kane bei ihren Treffern, die zuvor jeweils nicht wirklich Anteile am Spiel hatten. Blind vertrauen darf man dem wiedergefundenen Spielglück aber freilich nicht. 

    Das wissen nicht nur Kompany und seine Spielern, sondern auch die spanische Presse. Bei der AS war nämlich auch von einem "hoffnungslosen Ende eines schlechten Tages" zu lesen. Das Blatt erkannte richtigerweise an, dass Real "beinahe noch ein Unentschieden geholt" hätte und "vor dem Rückspiel in München weiterhin im Rennen" ist. 

    Die Mundo Deportivo, wohlgemerkt aus Barcelona, ging gar einen Schritt weiter und titelte: "Die Deutschen waren überlegen, konnten aber auch nicht ganz ihre Rolle als klarer Favorit auf den Titel unter Beweis stellen. Real Madrid hingegen tat, was es konnte und was es kann: laufen und Vinicius und Mbappe suchen. Allein damit nimmt es eine Niederlage mit nach München, die es ihm erlaubt, weiter zu träumen."

    Es benötigt eine weitere Glanzvorstellung der Bayern, um dies zu verhindern - und womöglich kommt die Bestia Negra vor heimischer Kulisse in einer Woche auch ganz ohne ihr "Upgrade" aus. 

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    Real Madrid vs. FC Bayern München: Die Spieldaten

    Tore0:1 Diaz (41.), 0:2 Kane (46.), 1:2 Mbappe (74.)
    Aufstellung Real MadridLunin - Alexander-Arnold, Rüdiger, Huijsen (63. Militao), Carreras - Fede Valverde, Tchouameni, Pitarch (63. Bellingham), Arda Güler (72. Brahim Diaz) - Mbappe, Vinicius Junior
    Aufstellung FC BayernNeuer - Stanisic, Upamecano, Tah, Laimer (69. Davies) - Kimmich, Pavlovic (90.+3. Goretzka) - Olise, Gnabry (69. Musiala), Luis Diaz (90.+3. Bischof) - Kane
    Gelbe Karten36. Tchouameni / 71. Tah, Luis Diaz (77.), Neuer (82.), Musiala (87.)

Häufig gestellte Fragen

Der FC Bayern München wurde am 27. Februar 1900 im Schwabinger Café Gisela gegründet. Gründungsmitglieder waren elf junge Männer, angeführt vom späteren ersten Präsidenten Franz John. Die Gründung bedeutete die Abspaltung vom MTV München.

An der FC Bayern München AG, die sich insbesondere um die Fußballabteilung kümmert, hält der eigetragene Verein (eV) des FC Bayern München, also die rund 400.000 Mitglieder, mit 75 Prozent den Hauptanteil. Die restlichen 25 Prozent halten die Adidas AG, die Allianz SE und die Audi AG zu gleichen Anteilen (je 8,33 Prozent).

Das Stadion des FC Bayern München befindet sich im Norden der bayerischen Landeshauptstadt (Schwabing-Freimann) und trägt den Namen Allianz Arena.

Das Stadion des FC Bayern München, die Allianz Arena, bietet bei nationalen Spielen 75.024 Plätze, bei internationalen Ansetzungen 70.000.

Der FC Bayern München hat in seiner langen Historie eine Vielzahl von nationalen und internationalen Titeln gewonnen. Darunter zählen:

  • 33-mal deutscher Meister (22/23, 21/22, 20/21, 19/20, 18/19, 17/18, 16/17, 15/16, 14/15, 13/14, 12/13, 09/10, 07/08, 05/06, 04/05, 02/03, 00/01, 99/00, 98/99, 96/97, 93/94, 89/90, 88/89, 86/87, 85/86, 84/85, 80/81, 79/80, 73/74, 72/73, 71/72, 68/69, 31/32)
  • 20-mal DFB-Pokal Sieger (19/20, 18/19, 15/16, 13/14, 12/13 , 09/10, 07/08, 05/06, 04/05, 02/03, 99/00, 97/98, 85/86, 83/84, 81/82, 70/71, 68/69, 66/67, 65/66, 56/57)
  • 3-mal Champions League Sieger (19/20, 12/13, 00/01)
  • 3-mal Europapokal der Landesmeister Sieger (75/76, 74/75, 73/74)
  • 2-mal FIFA Klub-WM Sieger (20/21, 13/14)
  • 2-mal Weltpokal Sieger (2001 , 1976)
  • 2-mal UEFA Supercup Sieger (20/21, 13/14)
  • 1-mal UEFA Cup Sieger (95/96)
  • 1-mal Europapokal der Pokalsieger Sieger (66/67)
  • 10-mal deutscher Superpokalsieger (22/23, 21/22, 20/21, 18/19, 17/18, 16/17, 12/13, 10/11, 90/91, 87/88)
  • 6-mal deutscher Ligapokalsieger (07/08, 04/05, 00/01, 99/00, 98/99, 97/98)
  • 1-mal süddeutscher Pokalsieger (56/57)

Der FC Bayern München hat 33-mal die deutsche Meisterschaft gewonnen.

Aktuell hält Thomas Müller den Rekord für die meisten Einsätze für den FC Bayern München. Müller absolvierte bislang 746 Pflichtspiele für den FCB.

Die meisten Tore für den FC Bayern München hat Gerd Müller geschossen. Die mittlerweile verstorbene Vereinslegende traf 570-mal im Dress des deutschen Rekordmeisters. Dafür brauchte er 613 Spiele.

Für den FC Bayern München spielten eine Vielzahl an legendären Fußballern. Folgende Spieler trugen allesamt das Trikot des FCB:

Oliver Kahn, Sepp Maier, Manuel Neuer, Franz Beckenbauer, Paul Breitner, Klaus Augenthaler, Philipp Lahm, David Alaba, Bixente Lizarazu, Lúcio, Georg "Katsche" Schwarzenbeck, Stefan Effenberg, Michael Ballack, Bastian Schweinsteiger, Lothar Matthäus, Franz "Bulle" Roth, Joshua Kimmich, Xabi Alonso, Franck Ribéry, Arjen Robben, Jamal Musiala, Mehmet Scholl, Uli Hoeneß, Gerd Müller, Karl-Heinz Rummenigge, Giovane Élber, Robert Lewandowski, Thomas Müller und Claudio Pizarro.

Beim FC Bayern München standen in der Geschichte viele berühmte und erfolgreiche Trainer an der Seitenlinie. Dazu gehören:

Zlatko "Tschik" Cajkovski, Udo Lattek, Dettmar Cramer, Jupp Heynckes, Erich Ribbeck, Franz Beckenbauer, Giovanni Trapattoni, Otto Rehhagel, Ottmar Hitzfeld, Felix Magath, Jürgen Klinsmann, Louis van Gaal, Pep Guardiola, Carlo Ancelotti, Hansi Flick und Thomas Tuchel.

Der Spitzname des FC Bayern München nimmt Bezug auf die Vereinsfarben. So werden die Spieler des deutschen Rekordmeisters meist nur "die Roten" genannt.

Darüber hinaus ist auch der Begriff "FC Hollywood" gebräuchlich, welchen der ehemalige Trainer Giovanni Trapattoni prägte. Der Spitzname bezieht sich auf eine turbulente Zeit des Vereins während der 90er-Jahre, als es zwischen einigen hochrangigen Spielern und Funktionären des Klubs zu Auseinandersetzungen kam - ähnlich wie in einer täglichen Seifenoper.