Antonio Rüdiger DFB Teamgetty

"Das ist respektlos, wie der auf dem Platz rumrennt!": Trainer-Legende würde Antonio Rüdiger nach doppeltem Eklat gegen FC Bayern nicht für die WM nominieren

Ewald Lienen hat nach dem spektakulären Viertelfinale zwischen dem FC Bayern München und Real Madrid kein gutes Haar an Vinicius Junior gelassen. Auch Antonio Rüdiger kritisierte er scharf und forderte sogar Konsequenzen für die anstehende Weltmeisterschaft.In seinem Podcast "Der Sechzehner" holte die Trainer-Legende zum Rundumschlag gegen die beiden polarisierenden Starspieler der Königlichen aus.

  • "Vinicius Junior hat sie für mich nicht mehr alle"

    "Ich hab mir hier so notiert, was mir bei Real Madrid auf die Nerven gegangen ist: Theatralik, Schwalben, Vinicius Junior", stieg Lienen in das Thema ein und betonte: "Für mich ist es langsam unerträglich, den Mann zu sehen. So gut wie er Fußball spielt, Vinicius Junior hat sie für mich nicht mehr alle."

    Bei der 3:4-Niederlage der Madrilenen im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League in München hatte es reichlich Nebenkriegsschauplätze gegeben. Auch Vinicius stand abseits seiner sportlichen Qualitäten mal wieder im Mittelpunkt. Als er beim Stand von 3:2 einen Ball gegen Dayot Upamecano verloren hatte und den mitgelaufenen Jude Bellingham ignorierte, stellte der englische Nationalspieler seinen Teamkollegen auf dem Platz zur Rede. 

    Wie die Kameras des spanischen Senders Movistar einfingen, reagierte der Brasilianer patzig auf die Zurechtweisung Bellinghams. "Was willst du, was willst du? Halt den Mund!", soll er gesagt haben. Gut möglich, dass besagte Szene einen entscheidenden Anteil an Lienens Urteil hatte.

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  • Vinicius, RüdigerGetty

    Scharmützel mit Stanisic und Davies: Lienen geht auf Rüdiger aus

    Doch damit nicht genug. Der ehemalige Coach von unter anderem 1860 München, Köln, Gladbach, Hannover, Bielefeld, Rostock und St. Pauli knöpfte sich gleich das halbe Starensemble der Madrilenen vor. Dann kommen fünf bis sechs Gesichtstreffer, die Arda Güler, Brahim Diaz und Eder Militao hingenommen haben wollen in irgendeinem Laufduell", sagte er und spannte den Bogen zu Rüdiger, der sich immer wieder eingemischt habe. "Das ist respektlos, wie der auf dem Platz rumrennt!"

    Auch Rüdiger hatte sich ein Scharmützel auf dem Platz geliefert. Unmittelbar vor dem 3:2 durch Kylian Mbappe hatte der Nationalspieler Bayerns Josip Stanisic mit einem durchaus strafwürdigen Check zu Boden gebracht und beugte sich inmitten des Jubels seiner Mannschaft über die erneute Führung zu dem kroatischen Verteidiger herunter. Hinterher deutete der 26-Jährige eine Beleidigung vonseiten Rüdigers an. "Meines Erachtens geht so was gar nicht. Es ist genau nur ein Wort gefallen - und das zweimal. Aber Sie können ihn ja selbst fragen, was er gesagt hat. Vielleicht ist er Manns genug, es zuzugeben."

    Auch deshalb kommt Lienen zu dem Entschluss, dass Bundestrainer Julian Nagelsmann den Innenverteidiger nicht zur WM in den USA, Kanada und Mexiko mitnehmen sollte. "Diese Szene hat eine derartige Respektlosigkeit ausgedrückt, die meinen Grundgedanken befeuert hat, diesen Mann nicht in die Gefahr zu bringen, diese transatlantische Reise mitzumachen. Das ist gefährlich da drüben", schimpfte der 72-Jährige. 

    Rüdiger legte sich zudem mit Alphonso Davies an. Als der Kanadier für den mit Gelb verwarnten Stanisic zur Halbzeit eingewechselt wurde und an der Seitenlinie auf die Freigabe des Schiedsrichters wartete, verpasste ihm Rüdiger mit links einen leichten Schlag und einen Rempler, sodass Davies einen Ausfallschritt zur Seite machen musste.

  • Nagelsmann setzte Rüdiger auf Bewährung

    Es war bei weitem nicht das erste Mal, dass der 33-Jährige in der jüngeren Vergangenheit negativ auffiel. Seit dem Copa-Finale 2025 zwischen Real und dem FC Barcelona steht er gar unter besonderer Beobachtung. Nachdem Rüdiger den Schiedsrichter heftig beleidigt und eine Tape-Rolle in dessen Richtung geworfen hatte, kassierte er eine Sechs-Spiele-Sperre. 

    In Deutschland wurden Stimmen laut, dass Nagelsmann in Folge dessen auf ihn verzichten solle, doch der lud den Defensivspieler weiterhin ein und beließ es bei einer Art Bewährung. "Das Limit ist erreicht. Mehr sollte er sich nicht erlauben, sonst hat es größere Konsequenzen", sagte er damals. 

    Einen Stammplatz im DFB-Team hat Rüdiger inzwischen zwar nicht mehr, dennoch gilt seine Nominierung als sehr wahrscheinlich. Er stellt die erste Alternative zu Nico Schlotterbeck und Jonathan Tah dar.

Häufig gestellte Fragen

Real Madrid wurde am 6. März 1902 gegründet. Der Verein trug zunächst den Namen Madrid Football Club. Den Zusatz "Real" erhielt der Verein erst 1920 durch König Alfons XIII.

Real Madrid hat keinen einzelnen Eigentümer, sondern gehört als eingetragener Verein seinen Mitgliedern, den sogenannten "Socios". Aktueller Präsident ist Florentino Perez.

Das Stadion von Real Madrid heißt offiziell nur noch "Bernabeu". Der frühere Name "Estadio Santiago Bernabeu" wird zwar weiterhin verwendet, ist jedoch nicht mehr die offizielle Bezeichnung.

In das "Bernabeu" passen rund 85.000 Zuschauer (je nach Veranstaltung). Bei einem Heimspiel von Real Madrid liegt die zugelassene Kapazität meist bei etwa 83.000 bis 84.000 Plätzen.

Real Madrid hat insgesamt 103 Titel gewonnen. Der Klub triumphierte neunmal in der Champions League sowie sechsmal im Europapokal der Landesmeister. Hinzu kommen 36 spanische Meisterschaften und 20 Siege im spanischen Pokal. Außerdem gewann Real Madrid 13-mal den spanischen Superpokal und sechsmal den UEFA Super Cup. Auf internationaler Ebene stehen zudem zwei UEFA-Cup-Siege, fünf FIFA-Klub-Weltmeistertitel, ein Titel im FIFA-Interkontinental-Pokal sowie drei Weltpokalsiege zu Buche. Abgerundet wird die Titelsammlung durch zwei Erfolge in der Copa Eva Duarte.

Real Madrid ist mit 36 spanischen Meisterschaften alleiniger Rekordhalter und damit der erfolgreichste Klub in La Liga.

Der Spieler mit den meisten Spielen für Real Madrid ist Raul Gonzalez. Er absolvierte 741 Pflichtspiele für die Königlichen.

Der beste Torschütze in der Geschichte von Real Madrid ist Cristiano Ronaldo. Er erzielte 450 Tore in 438 Pflichtspielen für die Königlichen.

Für Real Madrid haben im Laufe der Geschichte zahlreiche der größten Stars des Weltfußballs gespielt. Zu den bekanntesten zählen Cristiano Ronaldo, Zinedine Zidane, David Beckham, Ronaldo Nazario, Alfredo Di Stefano, Raul, Karim Benzema, Luka Modric, Sergio Ramos, Iker Casillas, Luis Figo, Gareth Bale, Toni Kroos, Roberto Carlos, Xabi Alonso, Michael Laudrup, Ferenc Puskas und Clarence Seedorf.

Real Madrid wurde im Laufe seiner Geschichte von zahlreichen berühmten und prägenden Trainern betreut. Zu den bekanntesten zählen Carlo Ancelotti, Zinedine Zidane, Vicente del Bosque, Jose Mourinho und Fabio Capello. 

"Los Blancos" ist der Spitzname von Real Madrid. In Deutschland nennt man sie auch "Die Königlichen".