thumbnail Hallo,

Im Verfolgerduell am Samstag kam der Hamburger SV zu einem 2:1-Heimsieg über Borussia Dortmund. Die Treffer beim fünften Heimerfolg der Hanseaten markierten die Kroaten Petric und Olic. Für den BVB war Regisseur Hajnal erfolgreich.

Von Johannes RUPPRECHTER

Hamburg. Die Vorzeichen sprachen für ein tolles Match. Der HSV holte vor dem Aufeinandertreffen 13 von 15 möglichen Zählern vor heimischer Kulisse. Der BVB seinerseits holte in fünf Gastspielen bemerkenswerte zehn Punkte und lag in dieser Wertung auf Rang drei der Liga.

Brodelnde Stimmung

Die Stimmung in der mit 57.000 Besuchern ausverkauften HSH-Nordbank-Arena kochte von Anpfiff an. Im Blickpunkt stand das Duell, der vor der Saison von den beiden Vereinen getauschten Angreifer Mladen Petric und Mohamed Zidan. Der BVB bekam für den Deal noch zusätliche 4,8 Millionen Euro als Zugabe drauf. Nach anfänglichem abtasten rückte Neo-Hamburger Petric auch gleich in den Mittelpunkt des Geschehens.

Auf alten Bekannten vergessen

Und wie: Nach einem Corner von DFB-Nationalspieler Trochowski ließen die „Gelb-Schwarzen“ ihren mit 13 Treffern besten Torschützen der Vorsaison, aus welchem Grund auch immer, ungedeckt. Der Kroate dankte es ihnen mit einem platzierten Kopfball ins lange Eck, wo kein Dortmund-Spieler positioniert war.

Danach kontrollierten die Elbe-Städer Ball und Gegner. Eher aus der Verzweiflung heraus fasste sich nach 23 Minuten BVB-Zentralverteidiger Subotic ein Herz. Den Links-Kracher des 19-Jährigen aus gut 25 Metern konnte Rost im HSV-Gehäuse aber gerade noch an die Latte lenken. Das Spiel nahm nun mehr Fahrt auf. Nach exakt einer halben Stunde setzte Trochowski einen schön angetragenen Freistoß an die Innenstange, von wo aus das Leder dem orientierungslosen Weidenfeller in die Arme trudelte.

Olic legt nach

Drei Minuten später schlug Mathijsen einen langen Ball aus der Abwehrzentrale heraus, Petric reagierte am schnellsten, verlängerte gedankenschnell auf Landsmann Olic, der hatte freie Bahn, umkurvte Weidenfeller und schob problemlos zum 2:0 für die Jol-Truppe ein. Eine überaus verdiente Pausenführung für den Tabellenfünften.

Hajnal mit dem Anschluss

Nach der Pausenansprache von Klopp agierten die Gäste im zweiten Abschnitt aber wesentlich engagierter. Owomoyela tankte sich auf rechts gegen Aogo durch, flankierte Klimowicz, dessen Kopfball konnte Rost nur vor die Beine des heraneilenden Hajnal fausten, welcher problemlos zum Anschlusstreffer abstaubte. Der BVB roch nun spürbar Lunte.

Top-Chancen konnten sie sich in der Folge aber nicht erspielen, die Hamburger blieben über Konter ihrerseits immer brandgefährlich. Nach Olic-Flanke von links setzte Landsmann Petric, der sich im Luftduell gegen Kovac durchsetzte, einen schulbuchhaften Kopfball nur hauchdünn neben den BVB-Kasten.

Klimowicz vergibt Ausgleichschance

Nur Sekunden später zirkelte, der in der zweiten Halbzeit bärenstark aufspielende Hajnal einen Schlenzer nur knapp am Ziel vorbei. Acht Minuten vor Schluss hatte der BVB, der in der Schlussphase alles nach vorne warf, durch den zur Pause eingewechselten Klimowicz noch die große Chance auf das Remis.

Rot für Kovac

Doch Rost war nach dem Kopfball des Argentiniers mit einem tollen Reflex zur Stelle und rettete den Hamburgern den knappen, aber verdienten Sieg. Nach dem Schlusspfiff sah Kovac auf Seiten der Gäste wegen Kritik am Schiedsrichter-Team noch den roten Karton. Das Jol-Team rutschte durch den Erfolg vorübergehend an die dritte Stelle, der BVB fiel nach der zweiten Auswärtsniederlage auf Rang acht zurück.


Eure Meinung: War der Sieg der Hamburger über den BVB verdient?


Dazugehörig