Portugal

Gründungsdatum: 1914

Anschrift: Rua Alexandre Herculano, Nº 58 Portugal

Telefon: +351 213252700

Fax: +351 213252780

E-Mail: info@fpf.pt

Offizielle Website: http://www.fpf.pt

Präsident: Dr. Gilberto Madail

Geschichte
Wie alles begann
1914 wurde der portugiesische Fußballverband unter dem Namen Uniao Portuguesa de Futebol gegründet. Das erste Spiel der Nationalmannschaft erfolgte aber erst am 18. Dezember 1921 gegen den Nachbar Spanien. Das Spiel verlor die Seleccao aber mit 1:3. Ihre erste Turnierluft schnupperten sie 1928 bei den Olympischen Spielen, die damals als elitärstes Fußballturnier galten, bevor 1930 die WM eingeführt wurde. Bis in das Viertelfinale schafften es die Portugiesen, wo aber gegen Ägypten Schluss war. Die Weltmeisterschaft hat Portugal nie gewonnen. Und zur ersten Edition 1930 wurden sie nicht eingeladen – es gab damals noch keine Qualifikation. Auch in den folgenden Jahren gelang die Teilnahme nicht. Erst 1966 folgte die erste WM-Teilnahme der Portugiesen.

Bestes Ergebnis
In der Gruppenphase wurden Gegner wie Ungarn, Bulgarien und Titelverteidiger Brasilien besiegt.  Zudem machte sich in diesem Turnier Eusebio unsterblich, als er nach einem 0:3 Rückstand gegen Nordkorea vier Tore schoss und eines vorbereitete. Sie schafften bis in das Halbfinale, wo sie aber an England scheiterten. Das Spiel um den dritten Platz gewannen sie aber gegen die Sowjetunion und erreichten ihren bis dato besten WM-Erfolg. Mit dieser Bürde gingen die Portugiesen also in die Qualifikationsrunden für die EM 1968 und der WM 1970. Beide Qualifikationen gelangen aber nicht und so musste Portugal wieder einige Zeit auf ihr nächstes Turnier warten. Wie lange? 14 Jahre.

Dramatik Pur
Die EURO 1984 war für Portugal ziemlich erfolgreich. Die Gruppenphase bestand man zwar nur knapp als Zweiter, aber Portugal schaffte bis in das Halbfinale, wo sie auf Frankreich trafen und eines der dramatischsten Spiele bei einer Europameisterschaft spielten. Nach 90 Minuten stand es 1:1 und Portugal schafft in der ersten Verlängerung es, mit 2:1 in Führung zu gehen, aber kurz vor dem großen Ziel des Finales, schlugen die Franzosen eiskalt zu. Innerhalb der letzten fünf Minuten bescherten Domergue und Platini den Franzosen eine 3:2 Führung, die reichen sollte und die Portugiesen in Scherben zerbersten ließ. Zwei Jahre bei der WM 1986 hatten sie eine Chance für Wiedergutmachung, aber schon in der Vorrunde war das Turnier für Portugal beendet.
Einziger Erfolg: SkyDome Cup 
Die einzige Trophäe auf internationaler Ebene hat Portugal sich 1995 in Kanada, genauer gesagt Toronto geholt. Mit einem späten Sieg gegen Dänemark holten sie sich damals ihren bis heute einzigen internationalen Titel: den SkyDome Cup. Ein Jahr später folgte dann der Anfang eines Laufes. Die Qualifikation für die EURO 1996 gelang mit einem beeindruckenden sechs-Punkte Vorsprung vor dem Tabellenzweiten. Im Turnier selber gelang es Portugal bis in das Viertelfinale zu kommen, wo sie gegen den späteren Zweiten Tschechien verloren. Dies wurde außerdem der Beginn der sogenannten „Goldenen Generation“. Eine Truppe aus jungen Spielern, die die U-20-WM 1989 und 1991 gewonnen hatten. Ihr Anführer: Luis Figo.

Relativ erfolgreiche Zeit
Die Qualifikation für die WM 1998 gelang zwar nicht, aber zwei Jahre später schaffte man es nach Belgien/Niederlande für die nächste EM. Zum zweiten Mal nach 1984 gelang den Portugiesen der Einzug in das Halbfinale, aber erneut ging der Traum des Finales verloren – und erneut gegen Frankreich. Zinedine Zidane erzielte das Golden Goal per Strafstoß. 2002 gelang nach 16 Jahren endlich wieder die Qualifikation für eine WM. Aber wer Großes erwartete, der wurde bitter enttäuscht. Portugal musste sich bereits in der Vorrunde im letzten Spiel gegen Südkorea verabschieden – eine bittere Pille nach der so erfolgreichen EM zwei Jahre zuvor. Der Trend, dass Portugal bei Europameisterschaften besser abschneidet, als bei Weltmeisterschaften sollte sich fortsetzen.

Endlich erlöst?
Diesmal trat Portugal im eigenen Land an. Als Trainer holte man sich Scolari, der zwei Jahre zuvor Brasilien zum WM-Titel geführt hatte und erhoffte sich Großes. In einer schweren Gruppe mit Spanien, Russland und Griechenland wurde man Gruppenerster und zog in die nächste Runde ein. Dort wartete mit England der nächste schwere Brocken, der erst im Elfmeterschießen, dank eines eiskalten Ricardo, der einen Elfmeter ohne Handschuhe hielt und genau danach den entscheidenden selber verwandelte, bezwungen werden konnte. Dann gelang das lang ersehnte: im Halbfinale bezwang man die Niederlande! Endlich war der Fluch des Halbfinales gebrochen und man stand zum ersten Mal in einem Finale. Es hätte so schön sein können, wenn da nicht Griechenland gewesen wäre, dass einer der größten Überraschungen der Fußballgeschichte vollbrachte und sich gegen die Portugiesen mit 1:0 durchsetzte, um sich die Krone Europas aufzusetzen. Portugal war am Boden zerstört.

Misserfolg adé
Der Misserfolg der Seleccao legte sich in den nächsten Jahren so langsam. Bei der WM 2006 gelang der respektable vierte Platz. Gegen die Niederlande stellte man zudem noch einen Rekord für die meisten gelben Karten bei einem WM-Spiel auf und auch bei der Euro 2008 gelang immerhin das Erreichen des Viertelfinales. Die Zeiten des Vorrundenaus oder der Nicht-Qualifikation scheinen sich gelegt zu haben und eine neue Ära hat begonnen. Angeführt von ihrem Kapitän und Superstar Cristiano Ronaldo soll nun endlich der ganz große Wurf gelingen und eine (richtige) Trophäe neben dem SkyDome Cup ins Museum gestellt werden. 
Trophäenschrank
Erfolge bei Weltmeisterschaften       
Dritter Platz: 1966
Vierter Platz: 2006
Erfolge bei Europameisterschaften

Zweiter: 2004
Halbfinale: 1984, 2000

Erfolge bei den Olympischen Spielen

1982: Viertelfinale


 
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