Cristiano Ronaldo - Portugal (Getty Images)
Getty Images
DIE QUALIFIKATION


GRUPPE H
SPIELE

U

TD
PUNKTE
1
Dänemark (Q)      
8
6
1
1
9
19
2
Portugal (Q)
8
5
1
2
9
16
3
Norwegen
8
5
1
2
3
16
4
Island
8
1
1
6
-8
4
5
Zypern
8
0
2
6
-13
2


RESULTATE TOP-TORJÄGER
3. September 2010: Portugal - Zypern 4:4
7. September 2010: Norwegen - Portugal 1:0
8. Oktober 2010: Portugal - Dänemark 3:1
12. Oktober 2010: Island - Portugal 1:3
4. Juni 2011: Portugal - Norwegen 1:0
2. September 2011: Zypern - Portugal 0:4
7. Oktober 2011: Portugal - Island 5:3
11. Oktober 2011: Dänemark - Portugal 2:1
11. November 2011: Bosnien - Portugal 0:0
15. November 2011: Portugal - Bosnien 6:2
7 - Cristiano Ronaldo
5 - Nani,
Helder Postiga
2 - Danny,
Raul Meireles,
Hugo Almeida
1 - Manuel Fernandes, Joao Moutinho,
Eliseu,
Miguel Veloso

Portugal erwischte einen düsteren Start in die EM-Qualifikation, gab in den ersten beiden Spielen nicht weniger als fünf Punkte ab, woraufhin Trainer Carlos Queiroz entlassen und durch Paulo Bento ersetzt wurde. Dieser brachte die dringend benötigte Stabilität zurück.

Die fünf darauffolgenden Partien konnte die „Seleccao“ allesamt für sich entscheiden. Anschließend kehrte durch die Suspendierung von Abwehrass Ricardo Carvalho neuerlich Unruhe ein, was auch mit dazu führte, dass das letzte Qualifikationsspiel in Dänemark verloren ging.

Durch die Niederlage landeten die Iberer im Playoff, wo es gegen Bosnien zu einer Neuauflage der Barrage-Spiele für die WM 2010 kam. Nach einem torlosen Remis in Zenica, sicherte sich Portugal mit einem überzeugenden 6:2-Sieg im Rückspiel in Lissabon einen Platz beim Kontinentalturnier in Polen und der Ukraine.

DIE BILANZ BEI VERGANGENEN EUROS


1960
Viertelfinale
1988
nicht qualifiziert
1964
nicht qualifiziert 1992
nicht qualifiziert
1968
nicht qualifiziert 1996
Viertelfinale
1972
nicht qualifiziert 2000
Halbfinale
1976
nicht qualifiziert 2004
2. Platz
1980
nicht qualifiziert 2008
Viertelfinale
1984
Halbfinale
2012
Qualifiziert als Playoff-Sieger

Die Portugiesen nahmen erstmals 1960 in Frankreich an einer Europameisterschaft teil, wo sie nach einem Sieg über die DDR ins Viertelfinale einzogen. 24 Jahre später, abermals in Frankreich, musste man sich dem Gastgeber erst in der Vorschlussrunde geschlagen geben.

Doch erst Mitte der 90er Jahre konnte sich Portugal als Stamm-Teilnehmer bei kontinentalen Turnieren etablieren. Nach dem Erreichen des Viertelfinals 1996 und dem Halbfinale 2000 erlitt die „Seleccao“ bei der Heim-EM 2004 eine dramatische Finalniederlage gegen Underdog Griechenland. Vier Jahre darauf  bei der EURO in Österreich und der Schweiz musste man sich in der Runde der letzten acht dem späteren Endspielteilnehmer Deutschland mit 3:2 geschlagen geben.

DER TRAINER | PAULO BENTO
 
Die Führung der „Seleccao“ ist nach dem Coachen von Benfica Lissabon von 2005 bis 2009 erst die zweite Trainer-Station von Paulo Bento. Der 42-Jährige, der als Spieler sowohl in der Abwehr als auch im Mittelfeld beheimatet war und 35 Mal für sein Land auflief, fuhr nach Amtsantritt prompt fünf Siege in Serie ein.

Anschließend brachte ihm seine starke Persönlichkeit jedoch Konflikte mit den Routiniers Ricardo Carvalho und Jose Bosingwa ein, welche beide mittlerweile aus der Nationalmannschaft zurückgetreten sind. Dies erweckte Zweifel an seiner Fähigkeit, mit Stars umgehen zu können.

Doch der 6:2-Kantersieg im Playoff-Rückspiel über Bosnien und die damit verbundene Qualifikation für die EURO in Polen und der Ukraine lässt die Fans wieder hoffen, dass Bento der richtige Mann für diese Aufgabe ist.

DER KAPITÄN | CRISTIANO RONALDO


Der Real-Madrid-Star übernahm die Kapitänsbinde als Carlos Queiroz die „Seleccao“ übernahm und machte vor allem in den schwierigen Momenten des Teams einen guten Job. Ronaldo ist wohl der populärste Spieler dieser Endrunde. Seine Geschwindigkeit, Technik und sein bärenstarker rechter Fuß bringen ihm eine Schlüsselrolle auf Portugals linkem Flügel ein.

Doch während er bei seinem Klub sensationelle Performances abliefert, ruft er mit seinen Auftritten beim Nationalteam oft viele Kritiker auf den Plan. Diese werfen ihm immer wieder vor, dass er für sein Land nicht alles gebe.

Beim Playoff-Rückspiel gegen Bosnien bewies er jedoch, dass er auch in der Auswahl dazu bereit ist, seine riesigen Qualitäten abzurufen und einer der Akteure ist, auf die es bei der EURO zu achten gilt.

DER STELLVERTRETER | NANI


Der Flügelspieler benötigte länger als Ronaldo, um seinen Platz in Portugals Stammformation einzuzementieren. Dies gelang ihm jedoch schließlich aufgrund seiner jüngsten beiden Spielzeiten bei Manchester United. Nani avancierte in der Qualifikation mit fünf Treffern zu Portugals zweiterfolgreichstem Torschützen.

Sein Einfluss für sein Heimatland wird oft von Ronaldos Status überschattet. Doch der United-Star hat bereits mehrfach bewiesen, welch wichtiger Akteur er sowohl in Angriffs- als auch Defensivsituationen für die Iberer sein kann.

Nach dem verletzungsbedingten Fehlen bei der WM 2010 brennt Nani darauf, sein Qualitäten auf der größten europäischen Bühne unter Beweis stellen zu dürfen. Und die EM-Endrunde bietet ihm genau jene Gelegenheit.

DAS AUFSTREBENDE TALENT | FABIO COENTRAO


Bereits zu Benfcia-Zeiten bewies der Linksverteidiger regelmäßig seine offensiven Qualitäten und machte mit seinem nunmehrigen Real-Madrid-Mitspieler Angel Di Maria ordentlich Dampf über die Flügel.

Coentrao bringt alles mit, was einen modernen linken Abwehrspieler auszeichnet: Defensive Stabilität, Schnelligkeit, präzises Passspiel und eine starke Technik. Nach einer beeindruckenden Saison bei Benfica verbesserte seine gute WM in Südafrika seine interationalen Referenzen. Beim Weltturnier am Kap unterstrich er, dass er über Weltklasse-Format verfügt.

Auf ihn kann sich Portugal auf dieser Position vollends verlassen. Dies will er in Polen und der Ukraine einmal mehr bestätigen und seine zahlreichen Stärken für die Iberer auf ganzer Linie einbringen.


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Spieler Tore Elfmeter
Cristiano Ronaldo Cristiano Ronaldo
Angriff
Portugal
1 0
Raúl Meireles Raúl Meireles
Mittelfeld
Portugal
1 0
Hugo Almeida Hugo Almeida
Angriff
Portugal
1 0
Nani Nani
Mittelfeld
Portugal
1 0