1. FC Köln

Gründungsdatum: 1948

Anschrift: Franz-Kremer-Allee 1-3, 50937 Köln Germany

Telefon: +49 (0) 221 7161 6300

Fax: +49 (0) 221 7161 6399

E-Mail: info@fc-koeln.de

Offizielle Website: http://www.fc-koeln.de/

Präsident: Wolfgang Overath

Sportdirektor/Manager: Volker Finke

Stadion: RheinEnergieStadion

Geschichte
Fusion für Kremers Vision
Bis zum 2. Weltkrieg belebt die Bandbreite der rheinischen Club-Landschaft nicht das Geschäft, sondern blockiert sie. Um sowohl sportlich als auch wirtschaftlich durchzustarten, beschließen am 13.02. 1948 der Kölner BC 01 und die SpVgg Sülz 07 zu fusionieren. Der „1.Fußball-Club Köln 01/07 e.V.“ war geboren, und obwohl es sich um einen Zusammenschluss eines zweit- und drittklassigen Vereins handelt, sollte sich der legendäre Wahlspruch „Wollen Sie mit mir Deutscher Meister werden?“ des ersten Vereinspräsidenten Franz Kremer nicht bloß als leere Luft entpuppen. Der einstige Direktor des KBC führt die Domstädter bereits 1949 in die Oberliga West, der damals höchstmöglichen Spielklasse, die erste Legionäre wie den Torwart Frans de Munck anziehen und wo Kremers Traum Gestalt annimmt: der 1. FC wird fortan nicht nur der beste Club Kölns, sondern auch die national führende Fußballinstitution. Ein 1950 von einer Zirkusdirektorin mitgebrachter Glücksbringer, ein Geißbock namens Hennes (benannt nach Hennes Weisweiler), wird prompt zur Identifikationsfigur und ziert fortan das Wappen. Kremers professionelle Strukturen greifen früh in der bis heute fortschrittlichen Vereinszentrale, dem Geißbockheim, wo Mitte der 60er mit Speerwurf-Olympia-Teilnehmer Rolf Herings bundesweit zum ersten Mal ein eigener Torwarttrainer beschäftigt wird. Bis zur Gründung der Bundesliga wird die Mannschaft um Helmut Rahn und Hans Schäfer fünfmal Oberliga-Meister und dreimal Vizemeister, 1962 sogar Deutscher Meister nach einem 4:0 im Endrunden-Finale gegen den 1. FC Nürnberg.
Hennes Weisweiler: Alle guten Dinge sind drei
Obwohl Franz Kremer zu den Skeptikern der neu eingeführten Spielklasse zählt, kann der Verein 1964 dank Leistungsträger wie Wolfgang Overath und Christian Müller erster deutscher Meister der Bundesliga werden. Kölns folgende Saison im Europapokal wird legendär: Nachdem ein dritte, in Rotterdam ausgetragene, Viertelfinal-Entscheidung wieder keinen Sieger hervorbringt, muss der Halbfinalist per Münzwurf ermittelt werden (Elfmeterentscheidungen existierten damals noch nicht). Die Plastikscheibe bleibt beim ersten Versucht jedoch senkrecht im matschigen Boden stecken. Beim zweiten Wurf ist das Glücks dann allerdings auf den Seiten der Briten. Wie 1968 seine Spieler zum ersten Mal den DFB-Pokal als Sieger in die Höhe halten, erlebt Franz Kremer jedoch nicht mehr. Ein Jahr zuvor stirbt der Präsident unerwartet. Auch wenn man 1968/69 erst am letzten Spieltag den Abstieg bewahren kann, spielen die Kölner kommende Saison wieder um die Meisterschaft mit, werden jedoch am Ende von zwei Clubs eingeholt, die in den Siebzigern bekanntlich ihr goldenes Zeitalter erleben: Borussia Mönchengladbach und Bayern München; ein Bild, welches sich beständig wiederholt während dieser Dekade. Trotz der zwischenzeitlichen Rückkehr von „Tschik“ Cajkovski, ganz oben auf dem Treppchen landen die Domstädter erst wieder, als Hennes Weisweiler zum dritten Mal das Traineramt bekleidet: 1978 holt der 1. FC Köln mit Dieter Müller und dem ersten Millionentransfer der Bundesliga, Roger van Gool, das Double, wird zum dritten und bis dato letztem Mal Deutscher Meister und verteidigt gegen den Nachbarschaftsrivalen Fortuna Düsseldorf den DFB-Pokal. Danach endet die Glückssträhne. Stammspieler wie Hannes Löhr beenden ihre Karriere oder verlassen wie Bernd Schuster den Verein. Auch Hennes Weisweiler nimmt seinen Hut nach einem Streit mit der Führungsetage.
Die 80er: Der FC schreibt Schlagzeilen – auch außerhalb des Platzes

Der FC um Leader Pierre Littbarski schafft es Ende 1980 als erste Deutsche Mannschaft den FC Barcelona im Camp Nou zu besiegen. Trotz der Vizemeisterschaft 1981/82, dem Pokalsieg 1983 nach einem bisher einzigartigen Stadtderby im Endspiel gegen Fortuna Köln  (welches aus besonderem Anlass sogar nach Köln verlegt wird) und dem Einzug 1986 ins UEFA-Cup-Endspiels, in dem man gegen Real Madrid unterlag, schaffen es sowohl Stars wie Morten Olsen, Tony Woodcock und Jürgen Kohler, „der General“ Rinus Michels, als auch Chefcoach Hannes Löhr nicht, die Schlagzeilen in der Medienstadt auf das Sportliche zu beschränken. Pierre Littbarski flüchtet nach einem Streit für ein Jahr nach Paris und 1987 wird der Vertrag mit Weltklasse-Torhüter Toni Schumacher aufgelöst nach der Veröffentlichung seines Skandalbuches „Anpfiff“. Die Unruhe spitzt sich so sehr zu, dass man zunächst keinen Nachfolger auf Trainer Georg Keßler findet und notgedrungen seinem Assistenten Christoph Daum das Zepter schwingen lässt, was sich jedoch als absoluten Glücksgriff erweist, denn der FC wird einmal Dritter und zweimal Vize-Meister.
Stetiger Abstieg in den 90ern
Ruhe kehrt trotzdem nicht ein am Geißbockheim ein: Während der WM 1990 wird Daum überraschend und aus bis heute ungeklärten Gründen entlassen. Obwohl man Thomas Häßler für die damalige Rekordablöse von 14 Millionen DM an Juventus Turin abgibt, gefährden finanzielle Probleme die Lizenz des FC. Trotz Leistungsträger wie Jürgen Kohler, Horst Heldt und Bodo Illgner, beginnt ein stetiger sportlicher Abstieg, auch wenn die Weiß-Roten es 1991 zum bisher letzten Mal ins DFB-Pokalfinale schaffen, im Elfmeterschießen jedoch an Werder Bremen scheitern. Der neue Präsident und Ford-Vorsitzender Albert Caspers bringt mit seinem Sparkurs den 1. FC Köln zwar wirtschaftlich zurück auf die Spur, doch Jahr um Jahr rutscht die Elf um Kultstürmer Toni Polster weiter in der Tabelle ab. Kremers Albtraum „Abstieg“ des Bundesliga-Gründungsmitglieds schien nur noch eine Frage der Zeit und wird in der Jubiläumssaison 1997/98 Wirklichkeit.

Zehn Jahre Fahrstuhl
Der 1. FC Köln liegt am Boden, als Trainer-Neuling Bernd Schuster nicht über einen Mittelfeld-Platz in der zweiten Liga hinauskommt. Ewald Lienen rappelt den Verein 2000 durch Strenge und Disziplin zwar wieder ins Oberhaus, doch trotz Umbaus des Müngersdorfer Stadions in eine moderne WM-Arena und boomenden Mitgliederzahlen, halten Aufstiegshelden wie Dirk Lottner den Verein nur ein Jahr in der Bundesliga. Die folgende Spielzeit beendet man auf einem Abstiegsplatz, der FC wird endgültig zur Fahrstuhlmannschaft. Clublegende Wolfgang Overath nimmt als Präsident das Heft in die Hand und stellt bei seiner Präsentation den ehemaligen Schalke-Erfolgstrainer Huub Stevens vor, der 2004/2005 die „Geißböcke“ mit Ergebnisfußball zwar ein weiteres Mal in die höchste deutsche Spielklasse führt, aber wegen der Krankheit seiner Frau zum Saisonende zurücktritt. Auch wenn mit Lukas Podolski, Patrick Helmes und Lukas Sinkiewicz regelmäßig Talente aus der eigenen Jugend im Rhein-Energie-Stadion zu Nationalspielern heranreifen, scheint erst mit der Risikobereitschaft des früheren Dortmunder Managers Michael Meier weiter reichende Hebel in Gang gesetzt worden zu sein, wie die Rückkehr von Christoph Daum.

Der „Messias“ führt den FC allerdings erst im zweiten Zweitligajahr zum Aufstieg, sieht seine Mission jedoch nach dem sicheren Platz 12 2008/2009 als erfüllt an und nimmt ein finanziell wie sportlich reizvolleres Angebot von Fenerbahce Istanbul an. Sein Nachfolger wird der Ex-Stuttgarter Spieler Zvonimir Soldo, der zusammen mit Ottmar Hitzfelds langjährigem Co Michael Henke und dem zurückgekehrten Lukas Podolski den 1. FC Köln nun endgültig wieder in der ersten Liga etablieren wollen.
Trophäenschrank
Deutscher Meister:
1962, 1964, 1978
Deutscher Pokalsieger:
1968, 1977, 1978, 1983
UEFA-Pokal-Finalist: 1986
Meister 2. Liga: 2000, 2005
Deutscher Hallenmeister: 1993
Bundesliga-Zugehörigkeit: 1963-1998; 2000-2002, 2003-2004; 2005-2006; seit 2008

Die meisten Spiele:
Toni Schumacher (422), Wolfgang Overath (409), Pierre Littbarski (406)
Die meisten Tore:
Johannes Löhr (166), Dieter Müller (159), Pierre Littbarski (116)
Der höchste Heimsieg:
8:0 gegen Schalke 04 (1969/1970), 8:0 gegen Eintracht Braunschweig (1979/1980)
Der höchste Auswärtssieg:
0:6 gegen Tasmania Berlin (1965/1966)
Höchste Heimniederlage:
1:6
gegen VfB Stuttgart (1990/1991), 1:6 gegen Borussia Dortmund (1994/1995), 0:5 gegen Karlsruher SC (1989/1990)
Höchste Auswärtsniederlage:
7:0
gegen FC Bayern München (1970/1971).
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Top-Torjäger
Spieler Tore Elfmeter
Lukas Podolski Lukas Podolski
Angriff
1. FC Köln
18 3
Milivoje Novakovic Milivoje Novakovic
Angriff
1. FC Köln
7 0
Mato Jajalo Mato Jajalo
Mittelfeld
1. FC Köln
5 0
Christian Clemens Christian Clemens
Mittelfeld
1. FC Köln
5 0
Adil Chihi Adil Chihi
Angriff
1. FC Köln
2 0