Deniz Naki, FC St. Pauli (Bongarts/Getty Images)
Hamburg. Der FC St. Pauli marschierte in der vergangenen Saison mit tollem Kombinations- und Offensivfußball durch die 2. Bundesliga und feierte am Sasionende absolut verdient den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Die Klasse gilt es zu halten.

TEST & WAHRHEIT

Der FC St. Pauli ist ohne Niederlage durch die Saison-Vorbereitung marschiert, was bei Gegnern wie SV Schwarz-Weiss Westerrade (13:0) oder TuS Aumühle (6:2) nun auch kein Kunststück ist. Aber immerhin wurde Bayer Leverkusen ein 1:1-Remis abgetrotzt und der spanische Erstligist Racing Santander eindrucksvoll mit 3:0 aus dem Millerntor gefegt. Wobei vor allem die zweite Halbzeit darauf hoffen ließ, dass das Abenteuer Bundesliga mit dem Klassneerhalt abgeschlossen werden kann.

FC St. Pauli: Alle Infos


Bitter allerdings für die Kiezkicker, dass sich ausgerechnet Neuzugang und Hoffnungsträger Gerald Asamoah in der Vorbereitung verletzt hat und die ersten Spiele noch fehlen wird. Das Gleiche trifft auch auf Torwart Thomas Kessler. Die vermeintlich neue Nummer Eins fällt zum Saisonstart wegen eines Muskelfaserrisses aus. Carlos Zambrano, der vom FC Schalke in die Hansestadt gewechselt war, hat sich prima eingefügt.


Das Millerntor-Stadion: die Heimstätte des FC St. Pauli

KOMMEN & GEHEN

Das Gesicht der Aufstiegs-Mannschaft hat sich kaum verändert. Thomas Meggle hat seine Karriere beendet, spielte aber verletzungsbedingt in der vergangenen Saison sowieso keine Rolle mehr. Das trifft leistungsmäßig auch auf Sako oder Patrick Borger zu, die den Verein verlassen haben.

Der Transfermarkt: Alle Wechsel


Das Team wurde punktuell glänzend mit Neuzugängen wie Gerald Asamoah, Moritz Volz und Carlos Zambrano (Schalke-Ausleihe) verstärkt. Fürs Tor wurde das hoffnungsvolle Talent Thomas Kessler vom 1. FC Köln für zwei Jahre ausgeliehen. Das Tolle: Bis auf die Leihgebühr für Kessler und Zambrano wurde kaum Geld ausgegeben und Asamoah, Volz aber Hansa Rostocks Fin Bartels kamen ablösefrei ans Millerntor.

STÄRKEN & SCHWÄCHEN


Der FC St. Pauli wird überzeugte in der 2. Bundesliga durch mannschaftliche Geschlossenheit, aber auch tollen Offensivfußball. Den will Trainer Holger Stanislawski auch in der 1. Bundesliga zeigen und sich nicht wie die Maus vor der Schlange verstecken und nicht mit „Knüppel“-Fußball das Saisonziel Klassenerhalt erreichen. Die in der Breite fehlende Erfahrung von Bundesligaspielen könnte sich im Saisonverlauf auswirken. Dann sind Spieler wie Matthias Hain und vor allem Gerald Asamoah gefragt.

FC St. Pauli: Die Erfolge

TRAINER & TAKTIK


Kaum einer lebt St. Pauli so wie das Trainergespann Holger Stanislawski und Andre Trulsen. Beide standen beim letzten Bundesliga-Abenteuer des FC St. Pauli noch auf dem Platz und „Truller“ hält mit 177 Bundesligaspielen für die Paulianer auch den Vereinsrekord, dem ihm so schnell keiner streitig machen wird. Holger Stanislawski wird mit großer Sicherheit auf sein bewährtes 4-2-3-1 setzen, mit dem St. Pauli in der vergangenen Saison in die 1. Liga stürmte. Aber je nach Gegner ist auch ein Wechsel zum klassischen 4-4-2 möglich.


Die Fans sind Kult

GOAL.COM-PROGNOSE


Der FC St. Pauli wird bis zum Schluss um den Klassenerhalt kämpfen, den dann aber vor allem auch dank der Unterstützung der tollen Fans perfekt machen. Die Mannschaft wird gestärkt aus einer schwierigen Saison hervorgehen.

Eure Meinung: Wo landet der FC St. Pauli am Ende der Saison 2010/11?


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