Gründungsdatum: 1900
Anschrift: Otto-Fleck-Schneise 6 Germany
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Offizielle Website: http://www.dfb.de/
Präsident: Dr. Theo Zwanziger
Sportdirektor/Manager: Matthias Sammer
Eine Erfolgsgeschichte auf Umwegen
„´54,´74,´90, 2010 – darauf stimmen wir alle ein...“, Deutschland freut sich auf die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika und möchte dann den vierten WM-Titel der Geschichte feiern. Schon jetzt zählt die Nation mit dem Adler auf der Brust zu einer der besten Auswahlen. Keine Nation stand etwa so oft in einer Endrunde, keine Nation erreichte so oft das Halbfinale. Diese Erfolgsgeschichte soll nun trotz erschwerter Vorzeichen auch am „Kap der guten Hoffnung“ fortgesetzt werden. Titel, Triumphe und große Emotionen – Dabei sah es in den Anfängen nicht nach der ganz großen Erfolgsgeschichte aus!
Politisch und sportlich isoliert
Denn vor allem zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es noch mitunter auch schwere politische Probleme rund um Deutschland. Zur Zeit etwa der Weimarer Republik war die Nation ebenso politisch, wie auch sportlich gespalten. Aus Freundschaften zu anderen Nationen wurden immer mehr kritische Beziehungen und auch die Umstände erlaubten noch keine großen Sprünge. So war es etwa 1930 der deutschen Mannschaft nicht möglich gewesen, an der Endrunde der Weltmeisterschaft in Uruguay teilzunehmen. Die Anreise wäre zeitlich und finanziell zu aufwendig gewesen. Deshalb wurde eine Teilnahme abgesagt und die DFB-Mannschaft konnte sich international noch nicht zeigen.
Der Sport als Täuschung für politische Missstände
Noch schlimmer sollte es aber ab dem Jahre 1933 werden. Adolf Hitler schaffte seinen politischen Durchbruch in Deutschland, mobilisierte ein ganzes Volk. 1934 nahm das Team erstmals an einer Endrunde teil, wurde in Italien dabei Dritter. 1938 folgte dann aber schon das frühe aus im Achtelfinale gegen die Schweiz in Frankreich. In den folgenden Jahren instrumentalisierte das Regime von Reichsführer Hitler den Sport immer mehr, um im Land eine Geschlossenheit auch nach außen zu demonstrieren. Immer wieder wurden zahlreiche Länderspiele auch gegen politische Gegner ausgetragen, um zu suggerieren, dass man außenpolitisch keinerlei Verlust an Harmonie zu befürchten hätte. Nicht zuletzt auch die Macht Deutschlands sollte auf den Fußballfeldern demonstriert werden.
Wiedergründung des DFB
Dass aber eben nicht alles in geregelten Bahnen verlief, zeigte der zweite Weltkrieg deutlich auf. Anschließend wurde Deutschland bis 1950 nach acht Jahren Abstinenz wieder vom Weltverband FIFA aufgenommen. Vor allem der Nachbar aus der Schweiz hatte sich dafür stark gemacht. Noch im selben Jahr wurde nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland auch der DFB wieder aktiv. Der Verband sollte aber erst nach der WM 1950 aufgenommen werden in die Listen der FIFA und so war erst wieder im Jahr 1954 eine Teilnahme an einer Weltmeisterschaft möglich gewesen. Diese sollte es dann aber gleich in sich haben.
Das Wunder von Bern
Denn obwohl Deutschland noch einige internationale Titel folgen ließ, so war doch vor allem der Gewinn der Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz legendär. Bis heute wurde über alle Generationen das „Wunder von Bern“ weitergegeben, als Deutschland im Endspiel sensationell gegen Ungarn siegte und damit ein neues „Wir-Gefühl“ entfachte. „Wir sind wieder wer“, war damals in den deutschen Tageszeitungen zu lesen. Auch im Ausland nahm man die Nation wieder mit freundlicheren Augen war. Das gescholtene Image erfuhr zum ersten Mal wieder einen Aufstieg. Deutschland wurde nicht mehr zwangsläufig mit den grausamen Taten Adolf Hitlers in Verbindung gebracht, sondern erhielt nun durch Helmut Rahn, Fritz Walter und weitere Fußballer eine neue Identität. Womöglich war dies die Geburtsstunde des neuen Deutschlands! 
Bis 1970 in der Welt etabliert
Auf dem Fundament des Erfolges von 1954 baute sich auch sportlich wieder mehr Qualität im „Land der Dichter und Denker“ auf. Bis zum Jahr 1970 nahm Deutschland an allen Weltmeisterschaften teil. 1966 gab es dabei den nächsten sehr großen Erfolg, als erst im Endspiel eine Niederlage eingefahren wurde. Diese war nicht minder historisch als der Triumph 12 Jahre zuvor. Durch das „Wembley-Tor“ verlor die Mannschaft das Finale und wurde am Ende Zweiter, blieb aber in den Fußball-Geschichtsbüchern verewigt und hat dort bis heute seinen Platz gesichert. Denn bis in die Gegenwart hinweg werden Tore, die keine waren immer mit 1966 verglichen und dann mit dem Titel „Wembley-Tor“ belegt. Der Treffer wurde zu einer echten Marke in der ganzen Welt.
1974 folgt der nächste Titel
Rein sportlich sollte Deutschland aber erst acht Jahre später wieder zu einem großen Erfolg gelangen. Die Weltmeisterschaft kam ins eigene Land, was 20 Jahre zuvor noch undenkbar gewesen wäre. In den Jahren bis 1970 hatte sich Deutschland in der Welt wieder etabliert und das war vor allem dem Sport zu verdanken. Als das Turnier dann 1974 in der Bundesrepublik ausgetragen wurde, war klar, dass nur allzu gerne der Titel gewonnen wurde. Und dieses Vorhaben glückte! Im Endspiel setzte sich das Team gegen die Niederlande durch. Mit „Oranje“ war man noch während der Weimarer Republik etwa sehr gut befreundet gewesen, mittlerweile aber gab es eine große sportliche Konkurrenz zwischen den Nationen. Zum zweiten Mal war Deutschland Weltmeister und kaum eine Nation wollte es der Mannschaft verübeln. 
Der „Kaiser“ triumphiert
Nachdem 1978 das frühe Aus hingenommen werden musste, wurde die deutsche Nationalmannschaft 1982 und 1986 jeweils „nur“ Zweiter. So demokratisch Deutschland bisher nach Hippie-Bewegungen und politischem Willenspluralismus geworden war; der WM-Titel musste doch wieder unter einem „Schein-Monarchisten“ gewonnen werden. Der „Kaiser“ Franz Beckenbauer holte den Weltpokal einmal mehr nach Deutschland. 1990 wurde Argentinien in Italien im Endspiel besiegt. Der dritte und bisher letzte WM-Titel durfte offiziell in die Akten aufgenommen werden. Auch wenn dieser Triumph der vorerst letzte für viele Jahre bleiben sollte, so durfte doch noch einmal gefeiert werden.
Sommermärchen 2006
Und das nicht etwa 1994 oder 1998, als höchsten Stefan Effenberg mit seiner „Stinkefinger-Affäre“ in die internationalen Schlagzeilen kam. In beiden Jahren schied Deutschland bereits im Viertelfinale aus. Auch der zweite Platz bei der Weltmeisterschaft 2002, als man erst im Endspiel an Brasilien scheiterte, ist damit nicht gemeint. Nein, es geht um das „Sommermärchen 2006“. Tolle neue Stadien, viele Fan-Freunde und eine friedliche Stimmung: Der Fußball zu Gast bei Freunden. Das offizielle Motto bewahrheitete sich und auch wenn die DFB-Mannschaft den dritten Platz belegte, so wurde sie doch anschließend oftmals als „Weltmeister der Herzen“ betitelt. Auch die letzten Zweifel nach der düsteren Vergangenheit waren widerlegt. Erst jetzt wurde in der ganzen Welt wirklich deutlich: Deutschland kann auch ein freundlicher Gastgeber sein! 
Auch Erfolge außerhalb der Weltmeisterschaften
Aber natürlich spielten die Deutschen nicht nur bei den Weltmeisterschaften wichtige Rollen. Auch bei Europameisterschaften waren sie mitunter sehr erfolgreich. 1972, 1980 und 1996 wurde dieser kontinentale Wettbewerb gewonnen. 1976, 1992 und 2008 stand man zudem im Endspiel. Einen weiteren großen Erfolg gab es auch beim FIFA-Konföderationenturnier 2005 im eigenen Land, als immerhin noch der dritte Platz gewonnen wurde. Die DFB-Mannschaften haben nicht umsonst bis heute den Titel der „Turnier-Mannschaft“ inne. Oftmals lief es im Vorfeld der Fußball-Feste nicht wirklich gut, aber meistens gab es am Ende doch ein ordentliches Ergebnis. Konzentriert, diszipliniert und gradlinig – diese Eigenschaften machten den deutschen Fußball so erfolgreich über viele Jahrzehnte hinweg!
Große Persönlichkeiten, große Erfolge
All diese Triumphe wären aber natürlich nicht möglich gewesen, wären nicht Spieler mit viel Qualität und Potential am Werk gewesen. Der deutsche Rekordnationalspieler ist mit 150 Spielen Lothar Matthäus. Hinter ihm rangieren Jürgen Klinsmann (108 Einsätze) und Jürgen Kohler (105 Einsätze). Der erfolgreichste Torschütze ist noch immer Gerd Müller, der 68 Treffer für die Nationalmannschaft erzielte. Auch die Ehrenspielführer des DFB sind mit großen Namen geschmückt: Franz Beckenbauer, Lothar Matthäus, Fritz Walter und Uwe Seeler gehören dieser Gruppe an. Seit dem 22. Oktober 2004 gehört auch Bettina Wiegmann in dieses Gremium. Sie ist als einzige Frau bisher nominiert. 
Beständigkeit auf der Bank
Doch auch die tollsten Spieler wären ohne einen starken Trainer nicht erfolgreich. Auf der Bank setzte der DFB zumeist auf Kontinuität. Von 1926 bis 2010 gab es nur zehn verschiedene Trainer: Professor Otto Nerz (1926 bis 1936), Sepp Herberger (1936 bis 1964), Helmut Schön (1964 bis 1978), Jupp Derwall (1978 bis 1984), Franz Beckenbauer (1984 bis 1990), Berti Vogts (1990 bis 1998), Erich Ribbeck (1998 bis 2000), Rudi Völler (2000 bis 2004), Jürgen Klinsmann (2004 bis 2006), Joachim Löw (seit 2006). Sie alle haben ein Stück Fußball-Geschichte in Deutschland mitgeschrieben. Und in kaum einer Nation war und ist diese Sportart so wichtig als Spender von Hoffnung, Freude und Verbundenheit! 

Weltmeister: 1954, 1974, 1990
Vize-Weltmeister: 1966, 1982, 1986, 2002
WM-Dritter: 1934, 1970, 2006
Erfolge bei Europameisterschaften

Europameister: 1972, 1980, 1996
Vize-Europameister: 1976, 1992, 2008
Erfolge beim FIFA-Konföderationenpokal

Dritter Platz beim Konföderationencup: 2005
- Letzte Spiele
- Nächste Spiele
| WM10 | Uruguay - Deutschland | 2 - 3 |
| WM10 | Deutschland - Spanien | 0 - 1 |
| WM10 | Argentinien - Deutschland | 0 - 4 |
| WM10 | Deutschland - England | 4 - 1 |
| WM10 | Ghana - Deutschland | 0 - 1 |
| WM10 | Deutschland - Serbien | 0 - 1 |
| WM10 | Deutschland - Australien | 4 - 0 |
| EMQ | Deutschland - Portugal | 09.06.12 20:45 CEST |
| EMQ | Niederlande - Deutschland | 13.06.12 20:45 CEST |
| EMQ | Dänemark - Deutschland | 17.06.12 20:45 CEST |
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| Spieler | Tore | Elfmeter | |
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Thomas Müller
Angriff Deutschland |
5 | 0 |
|
|
Miroslav Klose
Angriff Deutschland |
4 | 0 |
|
|
Lukas Podolski
Angriff Deutschland |
2 | 0 |
|
|
Arne Friedrich
Abwehr Deutschland |
1 | 0 |
|
|
Cacau
Angriff Deutschland |
1 | 0 |