Gründungsdatum: 1905
Anschrift: Melanchthonstraße 31A, 33615 Bielefeld Germany
Telefon: +49 (0) 521 9661 10
Präsident: Hans-Hermann Schwick
Sportdirektor/Manager: Detlev Dammeier
Stadion: Schüco-Arena
GeschichteCheruskerfürst als Namensgeber
Die Namensgebung des Klubs leitet sich ab vom Cheruskerfürst Arminius, der im Jahre 9 n.Chr. mit der siegreichen Varusschlacht der Germanen gegen die Römer Berühmtheit erlangte. 1905 als 1. Bielefelder FC Arminia gegründet, besitzt der heutige Name DSC (Deutscher Sport Club) Arminia Bielefeld seit 1926 Gültigkeit. 1922 nahmen die Bielefelder erstmals an der Endrunde zur deutschen Meisterschaft teil, in der sich im Viertelfinale Wacker München (Endstand 0:5) als deutlich zu stark erwies. Qualifiziert hatte sich der Klub für die nationale Endrunde dank des erstmaligen Gewinns der Westdeutschen Meisterschaft – ein Erfolg, der 1923 direkt bestätigt wurde.
Arminia als Rekordaufsteiger
Zeitsprung: 1970 gelang den Ostwestfalen der ersehnte Aufstieg in die Bundesliga. Doch die Freude war nur von kurzer Dauer: Denn nur zwei Jahre später wurde Bielefeld zum Zwangsabstieg in die zweitklassige Regionalliga verdonnert. Hintergrund hierfür war die Beteiligung am Bundesliga-Skandal 1971, bei dem Spiele manipuliert worden waren. Es dauerte bis 1978, ehe Arminia erneut den Weg ins Fußball-Oberhaus fand – und sich nun zur Fahrstuhlmannschaft entwickelte: zu gut für die zweite, zu unkonstant für die erste Bundesliga. Positiv formuliert, darf sich Bielefeld mit bisher insgesamt sieben Bundesliga-Aufstiegen zusammen mit dem 1. FC Nürnberg als „Rekordaufsteiger“ bezeichnen.
Zwei Aufstiege nacheinander
Tief stürzte die Arminia auch Ende der 1980er Jahre: Nach dem Abstieg 1988 in die drittklassige Oberliga, der eine Folge der schwierigen finanziellen Situation des Vereins war, folgte erst sieben Jahre später die Rückkehr in den bezahlten Fußball. Geglückt war dies der offenbar nun wieder finanzkräftigeren Arminia auch dank prominenter Neuzugänge wie Thomas von Heesen, Fritz Walter oder Armin Eck. Später gesellten sich noch weitere Stars wie Uli Stein oder Stefan Kuntz zum Team. Derart verstärkt gelang sogar der doppelte Aufstieg und somit 1996 die Rückkehr in die Bundesliga. Trainer dieses „Durchmarsch-Teams“ war Ernst Middendorp, der den Klub bisher insgesamt in drei Amtsperioden betreute und von den Klub-Fans zum Trainer der Bielefelder Jahrhundertelf gewählt wurde.
Pokal-Halbfinale gegen die Bayern
Die längste Zeit hintereinander in der Bundesliga verbrachte die Arminia von 1980 bis 1985 sowie von 2004 bis 2009. Mit Platz acht in den Jahren 1983 und 1984 wurde dabei sogar zweimal an den internationalen Plätzen „geschnuppert“. In der Spielzeit 2004/05 gelang erstmals der Einzug in das Halbfinale des DFB-Pokal, in dem beim 0:2 in der heimischen Schüco-Arena (im Volksmund noch immer „Alm“ genannt) der spätere Titelträger Bayern München die Oberhand behielt. Schlagzeilen machte der Klub in der Abstiegssaison 2008/09, als er vor dem letzten Bundesliga-Spieltag seinen Trainer Michael Frontzeck entließ. Die an die sportliche Achterbahnfahrt gewöhnten Fans hoffen nun auf Aufstieg Nummer acht …