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Nürnberg
Von Johannes KETTERL
Nürnberg. Am Ende der Saison 2009/10 sicherte sich der 1. FC Nürnberg dank zweier Siege in den Relegationsspielen über den FC Augsburg letztlich souverän den Klassenerhalt in der Bundesliga. Nach einer ereignisreichen Sommerpause mit zahlreichen Zu- und Abgängen stellt sich für die leidgeprüften Clubberer nun die Frage, ob ihnen die neuformierte Elf von Trainer Dieter Hecking eine erneute Zittersaison ersparen kann. Der Goal.com-Teamcheck.
TEST & WAHRHEIT
Nach den standesgemäßen Pflichtsiegen gegen den FV Bellenberg (15:0), eine Stadtauswahl aus Neumarkt (10:1) sowie den 1. FC Haßfurt (3:0) warteten schon frühzeitig hochkarätige Testgegner auf den 1. FC Nürnberg. Gegen den griechischen Spitzenklub PAOK Saloniki erreichten die Franken immerhin noch ein 1:1, während die PSV Eindhoven zum Gelingen der offiziellen Saisoneröffnung nicht beitragen wollte und das Gastspiel im easyCredit-Stadion mit 1:0 gewann.
1. FC Nürnberg: Alle Infos
Nach einem torlosen Remis gegen den tschechischen Erstligisten FK Teplice konnte der Club in den letzten beiden Testspielen doch noch Selbstvertrauen für den Ligastart tanken. Der türkische Erstligist Antalyaspor wurde mit 1:0 besiegt, und der 3:0-Erfolg gegen den MSV Duisburg stimmte alle Beteiligten hoffnungsfroh im Hinblick auf das kommende Spieljahr. Der abschließende klare Erfolg über den Zweitligisten sollte aber nicht über die in den ernsthaften Testspielen ansonsten maue Torausbeute hinwegtäuschen, die erneut zum großen Problem des FCN zu werden droht.
KOMMEN & GEHEN
Reges Treiben herrschte aus Nürnberger Sicht auf dem Transfermarkt. Nicht weniger als fünf Stammspieler der Vorsaison verließen den Club im Sommer. Im Gegensatz zu Dennis Diekmeier sowie den nur ausgeliehenen Breno, Andreas Ottl, Marcel Risse und Eric-Maxim Choupo-Moting, die allesamt zu ihren Stammvereinen zurückkehrten, konnte immerhin Publikumsliebling Javier Pinola gehalten werden.
Der Transfermarkt: Alle Wechsel
Für zusätzliche Erfahrung im jungen Kader sorgen Innenverteidiger Per Nilsson von der TSG 1899 Hoffenheim und Mittelfeldabräumer Timmy Simons, der immerhin 74 Länderspiele für Belgien vorweisen kann, von der PSV Eindhoven. Beide zeichnet die Besonderheit aus, in ihrem vorherigen Verein zwar Kapitän, aber kein Stammspieler gewesen zu sein. Eher in die Kategorie Wundertüte fallen Almog Cohen (Maccabi Netanya), eine Empfehlung von Lothar Matthäus, und Rubin Okotie (Austria Wien), viermaliger Nationalspieler Österreichs, der zuletzt fast ein Jahr lang verletzt pausieren musste.

Timmy Simons soll dem Club mit seiner Routine helfen
Große Hoffnungen setzt der 1. FC Nürnberg in drei Talente anderer Bundesliga-Klubs: Sowohl Mehmet Ekici (FC Bayern München) im offensiven Mittelfeld als auch Julian Schieber (VfB Stuttgart) im Angriff gelten als Kandidaten für die Startelf, in der Jens Hegeler von Bayer Leverkusen als Partner von Simons auf der „Doppelsechs“ oder als Rechtsverteidiger gesetzt sein dürfte. Allerdings sind alle drei Hoffnungsträger wiederum nur ausgeliehen, sodass der Club im kommenden Sommer erneut zu einem Neuaufbau gezwungen sein könnte.
STÄRKEN & SCHWÄCHEN
Schon in der vergangenen Rückrunde stand der 1. FC Nürnberg überwiegend kompakt und ließ auch stärkeren Gegnern kaum Raum zur Entfaltung. Diese positive Entwicklung setzte sich nun auch in den Testspielen fort. Die Organisation in der Rückwärtsbewegung passt, und die Abstimmung zwischen Viererkette und Mittelfeld scheint zu funktionieren.
1. FC Nürnberg: Die Erfolge
In der letzten Saison stellte der 1. FC Nürnberg mit nur 32 Toren den schwächsten Angriff der Bundesliga. Die bisherigen Testspiele ließen in dieser Hinsicht keine Besserung erkennen, weshalb sich die Anhänger des Clubs wohl auch in der neuen Saison nicht über allzu viele Tore freuen können. Nach dem Abgang von Dennis Diekmeier wurde kein neuer Rechtsverteidiger verpflichtet. Der dort als Ersatz vorgesehene Juri Judt hat seine Bundesligatauglichkeit bisher noch nicht nachgewiesen und könnte sich als Schwachpunkt erweisen.

TRAINER & TAKTIK
Im vergangenen Winter übernahm Dieter Hecking eine unerfahrene Mannschaft, zu der sein Vorgänger und Aufstiegstrainer Michael Oenning keinen Zugang mehr fand, und impfte der jungen Truppe neues Selbstvertrauen ein. Dank der erfolgreichen Rückrunde sitzt der 45-Jährige, der als akribischer Arbeiter gilt, zumindest vorerst fest im Sattel.
Im von Hecking bevorzugten 4-2-3-1-System kommt vor allem dem vielumworbenen Ilkay Gündogan eine Schlüsselrolle zu, egal ob der Youngster neben Simons im defensiven Mittelfeld oder zentral in der offensiven Dreierreihe agiert. Während die Grundformation klar ist, verfügt Hecking innerhalb des Systems über zahlreiche Variationsmöglichkeiten, da gerade im Mittelfeld einige Spieler (Gündogan, Frantz, Ekici) vielseitig einsetzbar sind.
GOAL.COM-PROGNOSE
Trainer Dieter Hecking muss das Kunststück schaffen, aus vielen jungen Spielern und einigen wenigen Routiniers eine schlagkräftige Truppe zu formen, will der Club ein weiteres Jahr in der Bundesliga bestehen. Wenn Hecking schnell eine funktionierende Einheit findet, die Schlüsselspieler (Schäfer, Gündogan, Bunjaku) von Verletzungen und Formkrisen verschont bleiben und das ein oder andere Talent (Ekici, Schieber) den Durchbruch schafft, steht dem direkten Klassenerhalt nichts im Wege. Setzt sich jedoch die Offensivschwäche weiterhin fort und die jungen Spieler entwickeln sich nicht wie erhofft, droht dem 1. FC Nürnberg ein schwieriges Jahr – und im besten Fall die erneute Relegation.
Nürnberg. Am Ende der Saison 2009/10 sicherte sich der 1. FC Nürnberg dank zweier Siege in den Relegationsspielen über den FC Augsburg letztlich souverän den Klassenerhalt in der Bundesliga. Nach einer ereignisreichen Sommerpause mit zahlreichen Zu- und Abgängen stellt sich für die leidgeprüften Clubberer nun die Frage, ob ihnen die neuformierte Elf von Trainer Dieter Hecking eine erneute Zittersaison ersparen kann. Der Goal.com-Teamcheck.
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TEST & WAHRHEIT
Nach den standesgemäßen Pflichtsiegen gegen den FV Bellenberg (15:0), eine Stadtauswahl aus Neumarkt (10:1) sowie den 1. FC Haßfurt (3:0) warteten schon frühzeitig hochkarätige Testgegner auf den 1. FC Nürnberg. Gegen den griechischen Spitzenklub PAOK Saloniki erreichten die Franken immerhin noch ein 1:1, während die PSV Eindhoven zum Gelingen der offiziellen Saisoneröffnung nicht beitragen wollte und das Gastspiel im easyCredit-Stadion mit 1:0 gewann.
1. FC Nürnberg: Alle Infos
Nach einem torlosen Remis gegen den tschechischen Erstligisten FK Teplice konnte der Club in den letzten beiden Testspielen doch noch Selbstvertrauen für den Ligastart tanken. Der türkische Erstligist Antalyaspor wurde mit 1:0 besiegt, und der 3:0-Erfolg gegen den MSV Duisburg stimmte alle Beteiligten hoffnungsfroh im Hinblick auf das kommende Spieljahr. Der abschließende klare Erfolg über den Zweitligisten sollte aber nicht über die in den ernsthaften Testspielen ansonsten maue Torausbeute hinwegtäuschen, die erneut zum großen Problem des FCN zu werden droht.
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Reges Treiben herrschte aus Nürnberger Sicht auf dem Transfermarkt. Nicht weniger als fünf Stammspieler der Vorsaison verließen den Club im Sommer. Im Gegensatz zu Dennis Diekmeier sowie den nur ausgeliehenen Breno, Andreas Ottl, Marcel Risse und Eric-Maxim Choupo-Moting, die allesamt zu ihren Stammvereinen zurückkehrten, konnte immerhin Publikumsliebling Javier Pinola gehalten werden.
Der Transfermarkt: Alle Wechsel
Für zusätzliche Erfahrung im jungen Kader sorgen Innenverteidiger Per Nilsson von der TSG 1899 Hoffenheim und Mittelfeldabräumer Timmy Simons, der immerhin 74 Länderspiele für Belgien vorweisen kann, von der PSV Eindhoven. Beide zeichnet die Besonderheit aus, in ihrem vorherigen Verein zwar Kapitän, aber kein Stammspieler gewesen zu sein. Eher in die Kategorie Wundertüte fallen Almog Cohen (Maccabi Netanya), eine Empfehlung von Lothar Matthäus, und Rubin Okotie (Austria Wien), viermaliger Nationalspieler Österreichs, der zuletzt fast ein Jahr lang verletzt pausieren musste.

Timmy Simons soll dem Club mit seiner Routine helfen
Große Hoffnungen setzt der 1. FC Nürnberg in drei Talente anderer Bundesliga-Klubs: Sowohl Mehmet Ekici (FC Bayern München) im offensiven Mittelfeld als auch Julian Schieber (VfB Stuttgart) im Angriff gelten als Kandidaten für die Startelf, in der Jens Hegeler von Bayer Leverkusen als Partner von Simons auf der „Doppelsechs“ oder als Rechtsverteidiger gesetzt sein dürfte. Allerdings sind alle drei Hoffnungsträger wiederum nur ausgeliehen, sodass der Club im kommenden Sommer erneut zu einem Neuaufbau gezwungen sein könnte.
STÄRKEN & SCHWÄCHEN
Schon in der vergangenen Rückrunde stand der 1. FC Nürnberg überwiegend kompakt und ließ auch stärkeren Gegnern kaum Raum zur Entfaltung. Diese positive Entwicklung setzte sich nun auch in den Testspielen fort. Die Organisation in der Rückwärtsbewegung passt, und die Abstimmung zwischen Viererkette und Mittelfeld scheint zu funktionieren.
1. FC Nürnberg: Die Erfolge
In der letzten Saison stellte der 1. FC Nürnberg mit nur 32 Toren den schwächsten Angriff der Bundesliga. Die bisherigen Testspiele ließen in dieser Hinsicht keine Besserung erkennen, weshalb sich die Anhänger des Clubs wohl auch in der neuen Saison nicht über allzu viele Tore freuen können. Nach dem Abgang von Dennis Diekmeier wurde kein neuer Rechtsverteidiger verpflichtet. Der dort als Ersatz vorgesehene Juri Judt hat seine Bundesligatauglichkeit bisher noch nicht nachgewiesen und könnte sich als Schwachpunkt erweisen.

TRAINER & TAKTIK
Im vergangenen Winter übernahm Dieter Hecking eine unerfahrene Mannschaft, zu der sein Vorgänger und Aufstiegstrainer Michael Oenning keinen Zugang mehr fand, und impfte der jungen Truppe neues Selbstvertrauen ein. Dank der erfolgreichen Rückrunde sitzt der 45-Jährige, der als akribischer Arbeiter gilt, zumindest vorerst fest im Sattel.
Im von Hecking bevorzugten 4-2-3-1-System kommt vor allem dem vielumworbenen Ilkay Gündogan eine Schlüsselrolle zu, egal ob der Youngster neben Simons im defensiven Mittelfeld oder zentral in der offensiven Dreierreihe agiert. Während die Grundformation klar ist, verfügt Hecking innerhalb des Systems über zahlreiche Variationsmöglichkeiten, da gerade im Mittelfeld einige Spieler (Gündogan, Frantz, Ekici) vielseitig einsetzbar sind.
GOAL.COM-PROGNOSE
Trainer Dieter Hecking muss das Kunststück schaffen, aus vielen jungen Spielern und einigen wenigen Routiniers eine schlagkräftige Truppe zu formen, will der Club ein weiteres Jahr in der Bundesliga bestehen. Wenn Hecking schnell eine funktionierende Einheit findet, die Schlüsselspieler (Schäfer, Gündogan, Bunjaku) von Verletzungen und Formkrisen verschont bleiben und das ein oder andere Talent (Ekici, Schieber) den Durchbruch schafft, steht dem direkten Klassenerhalt nichts im Wege. Setzt sich jedoch die Offensivschwäche weiterhin fort und die jungen Spieler entwickeln sich nicht wie erhofft, droht dem 1. FC Nürnberg ein schwieriges Jahr – und im besten Fall die erneute Relegation.
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| Spieler | Tore | Elfmeter | |
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Tomas Pekhart
Angriff Nürnberg |
10 | 0 |
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Daniel Didavi
Mittelfeld Nürnberg |
9 | 0 |
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Alexander Esswein
Angriff Nürnberg |
5 | 0 |
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Timmy Simons
Mittelfeld Nürnberg |
4 | 3 |
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Markus Feulner
Mittelfeld Nürnberg |
4 | 0 |
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