Hannover 96

Gründungsdatum: 1896

Anschrift: Arthur-Menge-Ufer 5, 30169 Hannover Germany

Telefon: +49 (0) 511 - 969 00 96

Fax: +49 (0) 511 - 969 007 96

E-Mail: info@hannover96.de

Offizielle Website: http://www.hannover96.de

Präsident: Martin Kind

Sportdirektor/Manager: Jörg Schmadtke

Stadion: AWD-Arena

Geschichte
Die Gründerjahre
Vor der Kugel war das Ei: Am 12. April 1896 kamen in der heutigen niedersächsischen Landeshauptstadt neun rugbybegeisterte Männer zusammen, um den Hannoverschen Fußball-Club von 1896 zu gründen. Bei der Namensgebung hatte man sich nicht etwa in der Sportart vertan, denn das Rugbyspiel wurde seinerzeit tatsächlich als „Fußball“ bzw. „Fußball mit Aufnehmen“ bezeichnet.
1901 wandte sich der Verein dann vom Rugby ab und widmete sich fortan hauptsächlich dem „Fußball ohne Aufnehmen“, dem Fußball in der heutigen Form, der in Deutschland seinerzeit immer populärer wurde. Zwölf Jahre später tat man sich mit dem Lokalrivalen BV Hannovera 1998 zusammen und fusionierte 1913 schließlich zum Hannoverschen Sportverein von 1896.

Die erste Meisterschaft
Den ersten großen Erfolg erreichte man in der Saison 1937/38. Nachdem man in der niedersächsischen Gauliga den ewigen Konkurrenten Eintracht Braunschweig und den VfL Osnabrück auf die Plätze verwies und auf dem ersten Rang landete, überstand man in der Endrunde um die deutsche Meisterschaft die Gruppenphase und siegte im Halbfinale gegen den Hamburger SV mit 3:2 nach Verlängerung. Im Finale im Berliner Olympiastadion wartete vor über 90.000 Zuschauern schließlich der haushohe Favorit FC Schalke 04. Während in der ersten Partie kein Sieger ermittelt werden konnte und man sich mit 3:3 nach Verlängerung trennte, entschied der Außenseiter das zweite Spiel sensationell mit 4:3 (ebenfalls  nach Verlängerung) für sich - somit war Hannover 96 zum ersten Mal deutscher Meister.
Die zweite Meisterschaft
Das Jahr 1954 war fußballerisch nicht nur für Deutschland, sondern auch für Hannover 96 ein äußerst erfolgreiches. Nachdem der Verein in der Oberliga-Saison 1953/54 einen Startrekord 22:0 Punkten hinlegte und  Norddeutscher Meister wurde, trat man in der Endrunde um die deutsche Meisterschaft gegen den Berliner SV 92 und den VfB Stuttgart an. Gegen beide Teams konnte man Siege einfahren und qualifizierte sich so für das Endspiel gegen den hochfavorisierten 1. FC Kaiserslautern an, der gespickt war mit Spielern, die kurze Zeit später Deutschland zum ersten Weltmeistertitel schossen. Nachdem es zur Halbzeit 1:1 gestanden hatte, fertigte der Außenseiter, in dessen Reihen kein einziger Nationalspieler stand, die Kaiserslauterer mit 5:1 ab - kurz vor dem „Wunder von Bern“ hatte somit auch Hannover 96 für eine Sensation gesorgt und sich den zweiten deutschen Meistertitel gesichert.
25 Jahre zwischen Erst- und Zweitklassigkeit
Nach der Einführung der Bundesliga im Jahr 1963 konnte sich 96 als Zweitplatzierter der Regionalliga Nord bereits ein Jahr später für die höchste deutsche Spielklasse qualifizieren. Dort verweilte man bis zur Saison 1973/74, in der man als Letztplatzierter in die zweite Liga abstieg. Es dauerte bis zur Spielzeit 1984/85, ehe man sich wieder für das Oberhaus qualifizieret - um dort sogleich wieder auf dem letzten Platz zu landen. Es gelang aber der sofortige Wiederaufstieg, nach zwei weiteren Jahren musste man jedoch erneut den Gang in die zweite Liga antreten - in den folgenden 13 Jahren musste man in Hannover auf Erstligafußball verzichten.

Pokalsieg und der Gang in die Drittklassigkeit
Drei Jahre nach dem Abstieg aber konnte man den bisher letzten großen Erfolg feiern: Zweitligist Hannover 96 wurde 1992 sensationellerweise Pokalsieger. Dabei wurden fünf Bundesligisten aus dem Weg geräumt, wobei man im Halbfinale Werder Bremen und im Endspiel in Berlin Borussia Mönchengladbach im Elfmeterschießen besiegte - in beiden Fällen mutierte Torhüter Jörg Sievers zum Held, als er mehreren Elfmeter hielt und einen selbst verwandelte. Nach fünf weiteren Jahren in der zweiten Liga folgte der Super-GAU: Hannover 96 beendete die Saison 1995/96 auf dem 16. Platz uns musste erstmals den Gang in die Drittklassigkeit antreten.
In der ersten Regionalligasaison wurde man souverän Meister, musste sich im Relegationsspiel jedoch gegen Energie Cottbus geschlagen geben. In der zweiten Saison in der dritten Liga kam es zur Rebellion gegen Klub-Chef Utz Claassen, der daraufhin durch Hörgeräteunternehmer Martin Kind ersetzt wurde, der für professionellere Strukturen sorgte und auch einen Teil seines Privatvermögens in den Verein investierte. Am Ende der Saison konnte man den Aufstieg in die zweite Liga feiern, vier Jahre später gelang unter Trainer Ralf Rangnick schließlich der Aufstieg in die Bundesliga - Hannover war endlich wieder erstklassig.

Hannover etabliert sich in der Bundesliga
Erwartungsgemäß fand man sich in der Bundesliga im Abstiegskampf wieder, konnte den Klassenerhalt am vorletzten Spieltag aber sicherstellen, als sich Kultstürmer Jiri Stajner mit einem Last-Minute-Treffer gegen Borussia Mönchengladbach zum 2:2-Ausgleich unsterblich machte. Auch in der Folgesaison spielte man gegen den Abstieg, was die Entlassung von Coach Ralf Rangnick zur Folge hatte, der durch Ewald Lienen ersetzt wurde. Auch diesmal konnte der Abstieg abgewendet werden.
In den folgenden fünf Jahren landete man stets im gesicherten Mittelfeld, was aber nicht wirklich zur Zufriedenheit des hannoverschen Umfelds beitrug, das die Qualifikation für die internationalen Wettbewerbe anstrebte, die jedoch stets verpasst wurden. Diese Unzufriedenheit musste auch Ewald Lienen zu spüren bekommen, der im November 2005 entlassen wurde. Sein Nachfolger war Peter Neururer, der wiederum im September 2006 durch Dieter Hecking ersetzt wurde.
Die Saison 2009/10: Trauer und Rettung in letzter Sekunde
Die Wege von 96 und Hecking trennten sich zu Anfang der Saison 2009/10, als man im Pokal gegen den Viertligisten Eintracht Trier ausschied und Andreas Bergmann den Trainerposten übernahm, der zuvor die zweite Mannschaft Hannovers trainiert hatte. Das Team schlug sich mit dem neuen Coach achtbar und stand im gesicherten Mittelfeld, als das Unfassbare passierte: Torhüter und Kapitän Robert Enke nahm sich 10. November 2009 das Leben. Ein Schock, von dem sich die Mannschaft zunächst nicht erholen konnte.
Aus den nächsten sechs Partien wurde lediglich ein Punkt geholt, Bergmann wurde schließlich durch Mirko Slomka ersetzt. Aber auch mit dem neuen Trainer kehrte der Erfolg nicht zurück, 96 verlor alle der folgenden sechs Begegnungen. Im Schlussspurt konnte sich die Mannschaft aber noch einmal zurückkämpfen und rettete sich letztlich auf den 15. Platz, nachdem man in der Zwischenzeit schon alle Hoffnungen auf den Klassenerhalt begraben hatte. Viele der 96-Akteure konnten nach dem 3:0 am letzten Spieltag beim VfL Bochum ihre Tränen nicht mehr zurückhalten - der Freitod von Robert Enke war noch immer allgegenwärtig.

Trophäenschrank
Deutscher Meister:
1938, 1954
Deutscher Pokalsieger:
1992
UEFA-Pokal-Teilnahme: 1958, 1960, 1961, 1965, 1967, 1968, 1969
Europapokal der Pokalsieger-Teilnahme: 1993
Deutscher Amateurmeister: 1960, 1964, 1965
Bundesligazugehörigkeit: 1964-1976, 1985-1986, 1987-1989, seit 2002

Die meisten Spiele:
Jürgen Bandura (298), Hans Siemensmeyer (278), Rainer Stiller (254)
Die meisten Tore:
Hans Siemensmeyer (72), Willi Reimann (44), Ferdinand Keller (39)
Der höchste Heimsieg:
6:0 gegen Borussia Neunkirchen (1965/66)
Der höchste Auswärtssieg:
5:1 gegen Tasmania Gropiusstadt Berlin (1965/66), 5:1 gegen Kickers Offenbach (1970/71)
Die höchste Heimniederlage:
0:5 gegen KFC Uerdingen 05 (1988/89), 0:5 gegen Bayern München (1985/86), 0:5 gegen VfL Wolfsburg (2008/09)
Die höchste Auswärtsniederlage:
0:7 gegen VfB Stuttgart (1985/86)
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1.BL Werder Bremen - Hannover 11.03.12 15:30 CET
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