FC Bayern München

Gründungsdatum: 1900

Anschrift: Säbener Straße 51, 81547 München Germany

Telefon: +49 (0) 89 6993 10

Fax: +49 (0) 89 6441 65

E-Mail: info@fcbayern.de

Offizielle Website: http://www.fcbayern.de

Präsident: Uli Hoeneß

Sportdirektor/Manager: Christian Nerlinger

Stadion: Allianz Arena

Geschichte

Früh mit dem Titelsammeln angefangen
Im Februar 1900 unter Führung des Berliners Franz John gegründet, gewann der FC Bayern gleich sein erstes Spiel: mit 5:2 gegen den 1. Münchner FC. 1910 gelang nicht nur der Titelgewinn in der Münchener Ostkreismeisterschaft; Max Gablonsky wurde zudem die Ehre zuteil, als erster Spieler des Klubs für die deutsche Nationalmannschaft nominiert zu werden. Über die süddeutsche Meisterschaft 1926 führte der Weg schließlich zur ersten deutschen Meisterschaft 1932, der bis heute 21 weitere folgten. Mit 2:0 wurde Eintracht Frankfurt bezwungen, Rohr und Krumm schossen die Bayern mit ihren Toren zum Titel. Der erste Gewinn des DFB-Pokals ließ hingegen noch einige Jahre auf sich warten: 1957 sorgte der Treffer von Jobst im Endspiel gegen Fortuna Düsseldorf (1:0) dafür, dass sich die Bayern erstmals in die Siegerliste eintragen konnten. Eine herbe Enttäuschung bedeutete hingegen die verweigerte Teilnahme für die 1963 neu gegründete Bundesliga. Als Dritter der Oberliga mussten die Bayern dem Stadtrivalen und Vorplatzierten 1860 München den Vortritt lassen. Erst mit zweijähriger Verzögerung und Platz eins in der Regionalliga gelang dem FC Bayern die Teilnahme an der Bundesliga.
Bayerns Achse Maier, Beckenbauer und Müller mischt die Liga auf
Offenbar wollten die Bayern sofort nachholen, was ihnen zunächst zwei Jahre lang verwehrt worden war – derart rasant stürmten sie die Bundesliga gleich von Beginn an. In der ersten Saison in der Beletage des deutschen Fußballs gelang gleich der Sprung auf Platz drei. 1969 folgte die zweite Meisterschaft, garniert noch vom ersten Double, da zugleich der DFB-Pokal ein zweites Mal errungen wurde. Fortan waren die Roten kaum mehr zu bremsen: Der Mythos der großen Bayern-Elf, die mit ihrer überlegt-geduldigen Spielweise meist als Sieger vom Platz geht, er wurde in den 1970er Jahren begründet. Mit noch heute legendären Fußball-Ikonen wie Torwart-„Katze“ Sepp Maier, der Verkörperung des eleganten Liberos schlechthin, „Kaiser“ Franz Beckenbauer, sowie dem unvergleichlichen „Bomber“ Gerd Müller, der wohl uneinholbare 365 Bundesliga-Tore für den FC Bayern erzielte, machten sich die Münchener weltweit einen Namen. Deutscher Meister von 1972 bis 1974, dazu als erste deutsche Mannschaft Europacupsieger der Landesmeister – auch dies von 1974 bis 1976 gleich dreifach hintereinander. Und als I-Tüpfelchen den Gewinn des Weltpokals 1976 gegen Brasiliens Belo Horizonte. Anekdote am Rande: Beckenbauer hatte sich übrigens deshalb dem FC Bayern und nicht 1860 München angeschlossen, da ihm ein Spieler der „Löwen“ eine „Watsch’n“ verpasst hatte…
„Mister FC Bayern“ Uli Hoeneß und Meilenstein Olympiastadion
Noch vor der großen Ära in den 1970ern war dem FC Bayern auf europäischer Ebene sein erster Coup gelungen: Im Europapokalfinale der Pokalsieger von 1967 erzielte „Mister Europacup“ Franz „Bulle“ Roth beim 1:0 gegen die Glasgow Rangers in der Verlängerung das entscheidende Tor. Ebenso wie im Landesmeisterfinale 1974 gegen Atletico Madrid, als Hans-Georg „Katsche“ Schwarzenbeck mit seinem Ausgleichstreffer erst das Wiederholungsspiel erzwungen hatte (das mit einem 4:0 für die Münchener endete), zeichnete somit auch bereits 1967 einer der nicht ganz so prominenten „Topstars“ für den ganz großen Erfolg verantwortlich. Ein Meilenstein für den Klub bedeutete das für die Olympischen Spiele 1972 errichtete Olympiastadion, in dem der FC Bayern fortan seine Heimspiele austrug und zunächst etwa 80.000 Zuschauern Platz bot. Das mit seiner Zeltdachkonstruktion architektonisch beeindruckende Stadion wurde erst 2005 von der modernen Allianz Arena abgelöst, um über ein reines Fußballstadion ohne Laufbahn zu verfügen.
1979 übernahm ein Mann den Managerposten, der fortan zum „Mister FC Bayern“ werden sollte: Uli Hoeneß. Als Stürmer des Klubs bereits an der großen Erfolgsära der Vorjahre beteiligt, bewältigte Hoeneß in den folgenden drei Jahrzehnten einen schwierigen Spagat: Bayern München sowohl sportlich wie auch wirtschaftlich auf konstantem Erfolgskurs zu halten. Dass der Klub heute eine Marke von Weltruhm ist, hat er entscheidend auch Tausendsassa Hoeneß zu verdanken. Sein Wechsel vom Manager-Amt auf den Posten des Präsidenten und Aufsichtsratsvorsitzenden in der Saison 2009/10 sollte für den FC Bayern eine Zäsur bedeuten. Nachfolger und Sportdirektor Christian Nerlinger, ebenfalls ein Ex-Spieler der Bayern, trat zweifellos ein schweres Erbe an.
FC Bayern wird zur Nummer eins in Deutschland
Während in den 1980er Jahren die nationale Vormachtstellung mit gleich sechs Meistertiteln zementiert wurde (der zehnte Titel 1987 bedeutete zugleich die Rekordmeisterschaft), verpassten die Münchener in Europa den letzten Schritt. Das Glück der vorherigen Finalspiele, es fehlte sowohl im Landesmeisterfinale 1982 gegen Aston Villa (0:1) als auch im Finale des gleichen Wettbewerbs 1987 gegen den FC Porto (1:2). Beide Male unterlag der FC Bayern, obwohl jeweils als großer Favorit in die Partie gegangen. Zu Beginn des Jahrzehnts sorgte das Duo „Breitnigge“ für Furore: Auf Vorlage des genialen Spielmachers Paul Breitners traf Karl-Heinz Rummenigge, der sich zu einem der besten deutschen Stürmer entwickelte, am Fließband. 1987 endete nach erster Amtszeit in den 70ern die zweite Bayern-Ära der heutigen Trainerlegende Udo Lattek, der die Münchener seit 1983 zusammen mit Spielerpersönlichkeiten wie Klaus Augenthaler, Dieter Hoeneß, Sören Lerby oder Lothar Matthäus wieder in die Erfolgsspur geführt hatte. Holprig verlief der Start ins neue Jahrzehnt, als die Bayern 1992 sogar in Abstiegsnot gerieten und sich erst in den letzten Saisonspielen retten konnten. Das enorm in seine Mannschaft investierende Borussia Dortmund lief dem FC Bayern zwischenzeitlich seinen gewohnten Status als Nummer eins in Deutschland ab. Ein Highlight und wieder einen europäischen Titel bedeutete allerdings der erstmalige und einzige Sieg im UEFA-Cup von 1996 gegen Girondins Bordeaux, zu dem Stürmer Jürgen Klinsmann mit formidablen fünfzehn Toren im Wettbewerbsverlauf den Löwenanteil beitrug.
Ottmar Hitzfeld bändigt FC Hollywood
Mit der zunehmenden Popkultur in der deutschen Öffentlichkeit während der 1990er gerieten sportliche Schlagzeilen zunehmend in den Hintergrund; der FC Bayern verkam als „FC Hollywood“ zum Liebling des Boulevards. Dies änderte sich schlagartig mit der Verpflichtung von Trainer Ottmar Hitzfeld, der die Bayern ab 1998 in die erfolgreichste Epoche seit den glorreichen 1970ern führte. Der souveräne und höchst sozialkompetente „General“ baute um die Achse Oliver Kahn, Stefan Effenberg und Giovane Elber ein Team auf, das wieder auf höchstem europäischem Niveau spielte. Wurde das Champions-League-Finale 1999 in der „Mutter aller Fußball-Niederlagen“ noch in denkwürdiger Weise in der Nachspielzeit mit 1:2 gegen Manchester United verloren, gelang zwei Jahre später die Rückkehr auf den europäischen Thron: Beim Sieg im Elfmeterschießen über den FC Valencia wurde Keeper Kahn mit seinen gehaltenen Schüssen zum „Titanen“. Von 1994 bis 2008 impfte der besessen erfolgsorientierte Kahn seinem Teamkollegen Siegeswille ein wie wohl kein Zweiter. Unvergessen, wie er im Saisonfinale 2001 seine Mannen mit dem Motto „Immer weiter, immer weiter“ noch zur dramatischen Meisterschaft in der Nachspielzeit führte – dies nur wenige Tage vor dem Sieg in der Champions League. Als Sahnehäubchen gelang im gleichen Jahr gegen Boca Juniors Buenos Aires zudem der zweite Weltpokalsieg. Hitzfelds Nachfolger Felix Magath setzte die Seriensiege fort: Er führte den FC Bayern sogar zu zwei Double-Siegen aus Liga und Pokal hintereinander, was bis dahin noch keinem deutschen Team gelungen war. Doch als 2006/07 der Erfolg ausblieb, wurde der Vorgänger zum Nachfolger und Hitzfeld übernahm erneut für ein diesmal allerdings nur knapp eineinhalbjähriges Intermezzo – nicht ohne erneuten Doublegewinn. Doch so sehr die Bayern national auch dominieren, in der Champions League haben sie seit 2001 den Anschluss an die Topteams Europas verloren. Spätestens im Viertelfinale war Endstation.
Louis van Gaal mit traumhafter Debüt-Saison
Bis, ja bis Louis van Gaal das Ruder beim deutschen Rekordmeister in der Saison 2009/10 übernahm. Neben dem Erreichen des Doubles von Meisterschaft und DFB-Pokal zog der Niederländer mit seinen Starspielern wie Arjen Robben, Franck Ribery, Philipp Lahm oder Bastian Schweinsteiger bis ins Endspiel der Champions League ein. Dort konnte die tolle Spielzeit allerdings nicht mit dem Titel der europäischen Königsklasse gekrönt werden. In Madrid unterlagen die Bayern gegen das damals noch von Jose Mourinho gecoachte Inter Mailand durch zwei Gegentreffer des Argentiniers Diego Milito mit 0:2.

Trophäenschrank

Deutscher Meister:
1932, 1969, 1972, 1973, 1974, 1980, 1981, 1985, 1986, 1987, 1989, 1990, 1994, 1997, 1999, 2000, 2001, 2003, 2005, 2006, 2008, 2010
Deutscher Pokalsieger:
1957, 1966, 1967, 1969, 1971, 1982, 1984, 1986, 1998, 2000, 2003, 2005, 2006, 2008, 2010
Deutscher Superpokalsieger: 1983, 1987, 1990
Deutscher Ligapokalsieger: 1997, 1998, 1999, 2000, 2004, 2007 
Europapokalsieger der Landesmeister: 1974, 1975, 1976
Champions League-Sieger: 2001
Europapokalsieger der Pokalsieger: 1967
UEFA-Cup-Sieger: 1996
Weltpokalsieger: 1976, 2001
Bundesliga-Zugehörigkeit: seit 1965
Champions-League-Finalist: 1999, 2010


Die meisten Spiele:

Sepp Maier (473), Oliver Kahn (429), Gerd Müller (427), Hans-Georg Schwarzenbeck (416), Klaus Augenthaler (404), Franz Beckenbauer (396), Bernd Dürnberger (375), Mehmet Scholl (334), Franz Roth (322), Karl-Heinz Rummenigge (310), Lothar Matthäus (302)
Die meisten Tore:
Gerd Müller (365), Karl-Heinz Rummenigge (162), Roland Wohlfarth (119), Dieter Hoeneß (102), Giovane Elber (92), Mehmet Scholl (87), Uli Hoeneß (86), Lothar Matthäus (85), Paul Breitner (83), Roy Makaay (78), Franz Roth (72), Claudio Pizarro (71)
Der höchste Heimsieg:
11:1 gegen Borussia Dortmund (1971/72)
Der höchste Auswärtssieg:
7:1 gegen Borussia M'gladbach (1978/79)
Die höchste Heimniederlage:
0:7 gegen FC Schalke 04 (1976/77)
Die höchste Auswärtsniederlage:
1:7 gegen Fortuna Düsseldorf (1978/79)

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