Dänemark

Gründungsdatum: 1889

Anschrift: DBU Allé 1 Denmark

Telefon: +45 43262 222

Fax: +45 43262 245

E-Mail: dbu@dbu.dk

Offizielle Website: http://www.dbu.dk

Präsident: Allan Hansen

Geschichte
Dänemark gewinnt Freunde

Der dänische Fußball hat einen hervorragenden Ruf in der Welt: Die Spielweise ist offensiv-attraktiv und die 11 Mann auf dem Platz geben niemals auf. Angefeuert wird die Nationalmannschaft von ihren freundlichen Fans, die in jedem Stadion rund um den Globus eine tolle Party-Atmosphäre verbreiten. Dieses positive Bild von Dänemark und den Dänen wurde vor allem in den Achtziger und Neunziger Jahren geprägt, als das Land erstmals auch bei großen Turnieren von sich reden machte.

 

Zu Beginn sehr erfolgreich

Wie fast überall in Europa liegen die Anfänge des Fußballs in Dänemark weit zurück. Zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde der dänische Fußballverband DBU gegründet und seit 1904 ist das Land Mitglied der FIFA. Und aus den Kinderschuhen der relativ neuen Sportart entwickelte sich Dänemark ziemlich schnell und gut: 1908 und 1912 sammelten die Nord-Europäer bei den Olympischen Spielen jeweils eine Silbermedaille ein, unter anderem 1908 in London durch ein 17:1 gegen Frankreich. 1930 begann das Zeitalter der Weltmeisterschaften – und auf einmal war Dänemark nicht mehr in der Weltspitze vertreten. Doch das hatte einen einfachen Grund: Die besten Spieler waren nicht mehr mit dabei.

Profis nicht zugelassen

Fußball in Dänemark war kein richtiger Sport, sondern lange Zeit nur ein Zeitvertreib. Es gab keine professionellen Strukturen und deshalb verabschiedeten sich die besten dänischen Spieler ins Ausland, um dort mit ihrem Talent Geld zu verdienen. Und in Absprache mit den skandinavischen Ländern durften diese Spieler nicht in der Nationalmannschaft eingesetzt werden. Das erklärt, warum Dänemark bis zum Jahr 1986 nicht bei einer WM vertreten war. Kleine Erfolge zwischendurch gab es noch: 1960 folgte eine dritte Silbermedaille bei den Olympischen Spielen und 1964 ein vierter Platz bei der Europameisterschaft. Der war allerdings vor allem der günstigen Auslosung zu verdanken, denn Dänemark musste nur gegen Malta und Luxemburg gewinnen, um ins Halbfinale zu kommen.

Das Verbot wird gekippt

Im Jahr 1971 folgte ein entscheidender Beschluss für die Entwicklung des Fußballs in Dänemark: Ab sofort wurden auch Profi-Spieler zum Nationalteam zugelassen. Und die ersten Erfolge ließen nach einer Aufbauphase nicht lange auf sich warten. Als Glücksgriff erwies sich im Nachhinein die Verpflichtung des deutschen Trainers Sepp Piontek im Jahr 1979. Er formte eine Mannschaft, die schließlich Mitte der Achtziger Jahre für Furore sorgte. Auf dem Weg zur EM 1984 siegte Dänemark gegen England im Wembley-Stadion und schied beim Turnier in Frankreich erst im Halbfinale im Elfmeterschießen gegen Spanien aus.

Starker Auftritt bei der Premiere

Zwei Jahre später feierte Dänemark sein Debüt bei der Weltmeisterschaft in Mexiko und legte gleich einen spektakulären Auftritt hin. Mit Stars wie Michael Laudrup und Preben Elkjaer-Larsen dominierten die Dänen die Vorrundengruppe mit Schottland, Uruguay und Deutschland und erspielten sich schnell den Status des Geheimfavoriten. Im Achtelfinale ging es allerdings erneut gegen Spanien schief: Nach einer starken Vorstellung und einer 1:0-Führung verlor das Team noch mit 1:5.

Der Sensations-Titel

Den größten Coup landete Dänemark jedoch bei der Europameisterschaft 1992 in Schweden. Eigentlich war die Mannschaft überhaupt nicht für das Turnier qualifiziert, doch als Nachrücker für das gesperrte Jugoslawien durfte „Danish Dynamite“ doch ran. Ohne große Vorbereitung trumpften die Dänen locker auf und sicherten sich schließlich durch ein 2:0 im Finale gegen Deutschland den Titel. In den darauf folgenden Jahren war Dänemark ein regelmäßiger Gast bei den Großveranstaltungen: 1998 erreichte die Mannschaft das WM-Viertelfinale und schied gegen Brasilien unglücklich aus. Und vier Jahre später war im Achtelfinale Schluss. In Südafrika nimmt Dänemark nun in diesem Sommer einen neuen Anlauf.

Trophäenschrank
Erfolge bei Weltmeisterschaften:
Viertelfinale: 1998
Achtelfinale: 1986, 2002

Erfolge bei Europameisterschaften:
Europameister: 1992
Halbfinale: 1984

Erfolge bei Olympischen Spielen:
Silbermedaille: 1908, 1912, 1960
Bronzemedaille: 1948
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