Euro 2012: Croatian players' celebration
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DIE QUALIFKATION


GRUPPE F SPIELE



TD
PUNKTE
1
Griechenland (Q)      
10
7
3
0
9
24
2
Kroatien (Q)
10
7
1
2
11
22
3
Israel
10
5
1
4
2
16
4
Lettland
10
3
2
5
-3
11
5
Georgien
10
2
4
4
-2
10
6
 Malta  
10
0
1
9
-17
1

RESULTATE TOP-TORJÄGER
3. September 2010 Lettland - Kroatien 0:3
7. September 2010 Kroatien - Griechenland 0:0
9. Oktober 2010 Israel - Kroatien 1:2
17. November 2010: Kroatien - Malta 3:0
29. März 2011  Georgien - Kroatien 1:0
3. Juni 2011: Kroatien - Georgien 2:1
2. September 2011: Malta - Kroatien 1:3
6. September 2011: Kroatien - Israel 3:1
7. Oktober 2011: Griechenland - Kroatien 2:0
11. Oktober 2011: Kroatien - Lettland 2:0
4 - Niko Kranjcar
3 - Eduardo da Silva
2- Nikola Kalinic,
Mario Mandzukic
1 - Milan Badelj,
Dejan Lovren,
Luka Modric,
Ivica Olic,
Mladen Petric,
Darijo Srna,
Ognjen Vukojevic

Griechenlands Nationalmannschaft spielte eine überragende EM-Qualifikation und heimste in der Gruppe F die großen Komplimente ein. Im Schatten der Hellenen überzeugten aber auch die Kroaten, die bewiesen, dass ihre junge Mannschaft sich mit Blick auf die EM 2012 in die richtige Richtung entwickelt.

Kroatien startete glänzend in die Quali und blieb in drei der ersten vier Begegnungen ohne Gegentreffer. Es folgte eine überraschende Pleite in Georgien, die zunächst am Selbstvertrauen der Elf von Slaven Bilic nagte. Anschließend fuhr sie vier Siege in fünf Partien ein und damit war das Ticket für die Playoffs gelöst. Dort machte Kroatien mit der Türkei kurzen Prozess und sackte die Fahrkarte zur EURO ein.

Auffällig ist jedoch, dass die Kroaten es nicht schafften, Griechenland zu bezwingen. Kritiker unken daher, die Mannschaft habe gegen starke Gegner Probleme und könne nur gegen vermeintlich schwächere Kontrahenten glänzen. Umso interessanter wird es sein, wie sich Kroatien im Duell mit Europas Elite im nächsten Sommer anstellt.

DIE BILANZ BEI VERGANGENEN EUROS 

1960
Platz zwei (Teil von Jugoslawien)
1988
nicht qualifiziert (Teil von Jugoslawien)
1964
nicht qualifiziert (Teil von Jugoslawien)
1992
Disqualifiziert (Teil von Jugoslawien)
1968
Platz zwei (part of Yugoslavia)
1996
Viertelfinale
1972
nicht qualifiziert (Teil von Jugoslawien)
2000
nicht qualifiziert
1976
Platz vier (Teil von Jugoslawien)
2004
Gruppenphase
1980
nicht qualifiziert (Teil von Jugoslawien)
2008
Viertelfinale
1984
Gruppenphase (Teil von Jugoslawien)
2012
Qualifiziert als Playoff-Sieger

Die Kroaten blicken auf eine ruhmreiche Geschichte bei EM-Endrunden zurück. Allerdings fuhren sie einen Großteil ihrer Erfolge als Teil der Republik Jugoslawien ein. Zwei zweiten Plätzen bei den ersten drei Teilnahmen folge eine Phase des Durchschnitts, ehe 1991 die Unabhängigkeit erklärt wurde.

Seitdem erreichten Kroatien bei zwei Auflagen (1996 und 2008) das Viertelfinale und die Teilnahme an der EURO 2012 bedeutet die dritte geschaffte Qualifikation in Serie.

DER TRAINER | SLAVEN BILIC


2006 nahm Slaven Bilic als Nachfolger Zlatko Krajncars auf dem Schleudersitz beim kroatischen Verband Platz. Seitdem hat der ehemalige Abwehrspieler von West Ham United und dem FC Everton sich einen glänzenden Ruf erarbeitet. Er baute nicht nur die Mannschaft um, sondern leitete auch im Umfeld der „Vatreni“ einen Umbruch ein. Bilic brachte frischen Wind in die Nationalelf und avancierte damit schnell zum Liebling der Fans.

Trotz der verpassten Teilnahme an der WM im vergangenen Sommer hielt sich Bilic im Amt. Ausschlaggebend war die starke EURO 2008, bei der seine Schützlinge unter anderem Deutschland besiegten und im Viertelfinale erst in der Lotterie des Elfmeterschießens gegen die Türken den Kürzeren zogen. Eben jene Türken, gegen die Kroatien nun die Qualifikation für die EM perfekt machte.

Das große Ziel des 43-Jährigen ist es nun, in die Fußstapfen von Miroslav Blazevic zu treten: Er schaffte es als bislang einziger Trainer, Kroatien zu zwei Endrunden bei großen Turnieren in Folge zu führen (1996 und 1998). Ein erfolgreiches Abschneiden in Polen und der Ukraine wäre auf dem Weg dorthin schonmal ein guter Start und könnte viel Optmismus für die danach folgenden (Qualifikations-) Aufgaben geben.

DER KAPITÄN | DARIJO SRNA


Der 29-Jährige übernahm die Kapitänsbinde nach der EM 2008 vom zurückgetrenen Niko Kovac. Schnell entwickelte er sich zum Anführer seiner Mannschaft. Er ist einer der routiniertesten Spieler der Kroaten und damit eine ganz wichtige Führungskraft im jungen Kader von Slaven Bilic.

Er begann seine Laufbahn im rechten Mittelfeld, wurde dann im Nationalteam allerdings zum Außenverteidiger umgeschult. Diese Rolle nimmt Srna mittlerweile auch bei seinem Arbeitgeber Shachtjor Donezk ein.

Der Allrounder ist ein nahezu kompletter „moderner“ Außenverteidiger. Er absolviert auf seiner Außenbahn regelmäßig ein enormes Pensum und verfügt über ein kluges Zweikampfverhalten. Zu Gute kommt ihm seine Ausbildung im Mittelfeld, denn Srna ist nach vorne eine echte Waffe im kroatischen Spiel. Seine punktgenauen Flanken waren mehrfach in der abgelaufenen Quali die Wegbereiter zu Toren und auch bei Standards sorgt er damit immer wieder für Gefahr.

DER STARSPIELER | LUKA MODRIC


Einfach ausgedrückt: Luka Modric ist ein außergewöhnlicher Fußballer. Der schüchterne Kroate hat alles, was es braucht, um auf der ganz großen Bühne in Polen und der Ukraine auch den letzten Zweifler von seiner Klasse zu überzeugen. Modric ist einer, der ein Spiel ungemein gut lesen kann und an einem guten Tag die Mitspieler um sich herum eine Klasse besser macht.

Als Gestalter kann der 26-Jährige sich auf seine Stärken im Passspiel, bei der Spielübersicht, bei der Ruhe am Ball und beim taktischen Verständnis verlassen. Er zieht bei Tottenham Hotspur und in der Nationalelf das Spiel aus der Tiefe auf und setzt immer wieder seine Vorderleute Niko Kranjcar, Ivan Rakitic und Ivica Olic geschickt in Szene.

Sein Wechsel in die englische Premier League hat Modric' Entwicklung beschleunigt, vor allem im Spiel nach hinten ist der 1,73 Meter große Rechtsfuß gereift. Er ist immer in Bewegung, eilt seinen Nebenleuten zum Doppeln der Gegenspieler zur Hilfe, um dann nach Ballgewinnen schleunigst einen Konterangriff einzuleiten.

DAS AUFSTREBENDE TALENT | IVAN PERISIC


So richtig rund lief es für Ivan Perisic in dieser Saison noch nicht. Bei seinem neuen Klub Borussia Dortmund pendelt er zwischen Ersatzbank und Startelf und in der Natonalmannschaft fand er bei diversen Freundschaftsspielen keine Berücksichtigung. Doch sein famoser Treffer in der Champions League gegen den FC Arsenal brachte ihn zurück auf den Radar von Slaven Bilic. Auch gegen Werder Bremen erzielte er in der Liga ein tolles Tor und deutete wieder sein enormes Potenzial an.

Der 22-Jährige ist im linken, offensiven Mittelfeld zu Hause. Er kann auch hinter den Stürmern eingesetzt werden. Dort ist die Konkurrenz mit Niko Kranjcar und Ivan Rakitic allerdings groß. Wahrscheinlich wird er im kommenden Sommer die Rolle des ersten Einwechselspielers einnehmen, der vor allem bei knappen Spielständen gefragt ist. Zum Positiven könnte sich dies ändern, falls er beim BVB regelmäßig zum Zuge kommt.

Doch auch von der Bank wäre Perisic eine wertvolle Alternative für Slaven Bilic. Der Ex-Angreifer des FC Brügge ist stets in der Lage, etwas Unvorhergesenes zu tun. Er ist körperlich robust und verfügt über einen gefährlichen Distanzschuss.


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