Kamerun

Gründungsdatum: 1923

Anschrift: B.P. 1116 Yaoundé Cameroon

Telefon: 237. 221 00 12

Fax: 237-221-66-62

E-Mail: fecafoot@fecafootonline.com

Offizielle Website: http://www.fecafootonline.com

Präsident: Mohamed Iya

Geschichte
Erst 1950 Gründung der Nationalelf

Die Republik Kamerun war bis 1960 von Frankreich und bis 1961 von Großbritannien abhängig, dementsprechend spät gab es Bestrebungen, einen eigenen Fußballverband bzw. eine eigene Nationalmannschaft zu gründen. Von Douala aus, einer Stadt an der Atlantikküste, soll die Fußballbewegung in Kamerun ihren Ausgang genommen haben. Genauer gesagt brachte der Legende nach ein einzelner Mann, der Sierra Leonische Fotograf Georges Goethe 1923 den Fußball nach Kamerun. Es sollte jedoch noch 27 Jahre dauern, bis es eine Fußballnationalmannschaft geben sollte. Sie wurde im Herbst 1950 gegründet, als sich eine Handvoll Offizielle auf Frankreich-Reise befanden.

Highlight: Ausrichtung des Afrika-Cups 1972

Bis zu ihrem ersten, offiziellen Länderspiel dauerte es wieder eine ganze Zeit lang. Dieses stellt jedoch bis heute den höchsten Sieg in der Länderspielgeschichte der „Unbezähmbaren Löwn“, wie sie seit 1972 genannt werden, dar. Mit 9:2 besiegte man die somalische Auswahl am 13. April 1960. Dieses erste Highlight blieb für ein Jahrzehnt auch das einzig nennenswerte Ereignis. 1972 wurde dem westafrikanischen Land eine große Ehre zuteil und Kamerun durfte die Afrikameisterschaft austragen, bei der sie selbst erstmals 1970 qualifiziert war.



Die 1980er: Ein goldenes Jahrzehnt

Die 1980er stellen in der Geschichte des kamerunischen Fußballs wohl die goldenen Jahre dar: 1982 nahm die Auswahl zum ersten Mal an einer Weltmeisterschaft teil, und 1984 sowie 1988 sicherte man sich den Titel des Afrikameisters. Geprägt wurde diese Ära von zwei Spielern: Torhüter Thomas N`kono, der bei der WM 1982 in drei Spielen nur ein einziges Gegentor kassierte und heute bei Espanyol Barcelona als Torwarttrainer arbeitet, sowie dem Kameruner Volkshelden des Fußballs, Roger Milla.

Roger Milla und der legendäre Tanz an der Eckfahne

Dessen größter Auftritt jedoch fällt bereits in die 1990er, als er gemeinsam mit seinen Teamkollegen die Fußball-WM in Italien 1990 aufmischte und bis ins Viertelfinale vordrang, wo der Außenseiter mit viel Pech an England scheiterte. Bis heute unvergessen ist sein legendärer Eckfahnentanz, mit denen er seine Treffer zu zelebrieren pflegte. Milla ist ausserdem dank seines Treffers bei der WM 1994 in den USA mit 42 Jahren, einem Monat und acht Tagen ältester WM-Torschütze aller Zeiten.



Kamerun und die Trikotfrage: Immer Ärger mit der FIFA

Eine Besonderheit Kameruns ist die modische Innovationsfreude. Kamerun war die erste Elf im modernen Fußball, die mit ärmellosen Trikots spielte. Dies führte bei der WM 2002 zu großem Ärger mit der FIFA, so dass man kurzerhand Ärmel einnähen musste. Das innovative Design der 2004er-Trikoedition brachte Kamerun gar eine Sechs-Punkte-Strafe der FIFA für die WM-Qualifikation 2006 ein, die jedoch nachträglich zurückgenommen wurde. Kamerun war beim Afrika-Cup 2004 in einem Einteiler angetreten, der ebenso den FIFA-Statuten widersprach.

Auf Eto`o ruhen die Hoffnungen

An die großen Erfolge der 1980er konnten die Afrikaner erst wieder in diesem Jahrtausend anknüpfen. 2000 gelang die dritte Afrikameisterschaft, 2002 unter Winnie Schäfer die Titelverteidigung mit einer Mannschaft, die mit international anerkannten Spielern wie Salomon Olembe, Patrick M`boma oder dem jetzigen Star und Hoffnungsträger des Teams, Samuel Eto`o besetzt war. Zudem gewann im Jahr 2000 die kamerunische Olympia-Auswahl die olympischen Spiele in Sidney, die A-Nationalmannschaft jedoch nimmt seit 1988 nicht mehr an den olympischen Spielen teil.



2003: Jahr der Trauer

Eine besondere Tragik hielt das Jahr 2003 für Kamerun bereit. Beim Confed Cup in Frankreich drangen die „Unbezähmbaren Löwen" ins Finale ein, das sie gegen den Gastgeber verloren. Viel schlimmer aber war die Tragödie um Regisseur Marc-Vivien Foe. Dieser kollabierte im Halbfinale gegen Kolumbien wegen Herzversagens und verstarb letzten Endes im Krankenhaus. Die Fußballwelt fühlte mit der Mannschaft und Foes Familie, der damals in Lyon unter Vertrag stand, jedoch zu Man City verliehen war. Dieser Schock schweißte das Team noch ein Stück weit enger zusammen und dank der guten Ausbildung, die Kameruns Fußballer dank ihrer internationalen Engagements genießen hat der ein oder andere Experte das kleine Land an der Atlantikküste Afrikas als mögliches Überraschungsteam auf dem Zettel. Zuletzt stand die mittlerweile von Paul Le Guen trainierte Elf im Viertelfinale des Afrika-Cups 2010, unterlag jedoch in der Verlängerung unglücklich dem späteren Cupsieger Ägypten.

Trophäenschrank
Erfolge bei Weltmeisterschaften




WM-Viertelfinale:
1990


Erfolge bei Afrika-Meisterschaften




Afrika-Meister:
1984, 1988, 2000, 2002

Zweiter Platz Afrika-Meisterschaft: 1986, 2008

Dritter Platz Afrika-Meisterschaft: 1972

Erfolge beim FIFA-Konföderationen-Pokal




Zweiter Platz FIFA-Konföderationen-Pokal:
2003

Erfolge bei Olympischen Spielen



Olympiasieger:
2000
Anzeige
Match-Zentrale
  • Letzte Spiele
  • Nächste Spiele
Momentan keine Spiele
  
Top-Torjäger
Spieler Tore Elfmeter
Eto'o Eto'o
Angriff
Kamerun
2 1